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Rambows Zukunft im Cockpit ist ungewiss

Motorsport Rambows Zukunft im Cockpit ist ungewiss

Die Saison ist für den Zehdenicker Alexander Rambow gelaufen. Sie endete im Deutschen Tourenwagen-Cup fast symptomatisch für die gesamte Rennserie – mit einem technisch bedingten Ausfall. Zu oft sah Rambow in diesem Jahr nicht die Ziellinie. Deshalb ist auch offen, ob und wo der Rennfahrer im nächsten Jahr hinter dem Steuer sitzt.

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Der anfällige Rennbolide machte dem Zehdenicker Alexander Rambow oft einen Strich durch die Rechnung.

Quelle: privat

Spa-Francorchamps/Zehdenick. Im belgischen Spa ging es für Alexander Rambow beim Saisonfinale des Deutschen Tourenwagen-Cups nur noch um ein vernünftiges Einzelergebnis, das bei der Weiterentwicklung seines Kia Pro Ceed GTR helfen sollte. „Wir hatten einfach zu viele Ausfälle in unserer ersten Saison. Der Blick auf die Meisterschaftstabelle war da nie ein Thema“, so das erste Resümee des Zehdenickers vor den letzten Rennen. Die endeten für Rambow fast symptomatisch für die ganze Serie – mit dem Bruch der Antriebswelle.

Im freien Freitagstraining reihte sich der Kia-Pilot nach dem Ritt über die über sieben Kilometer lange „Ardennenachterbahn“ auf Rang 4 ein – mit mehr als sechs Sekunden Rückstand auf die Spitze. Von der vierten Startposition aus ging es auch ins Rennen, in das der Zehdenicker einen guten Start erwischte. Zwischenzeitlich auf Platz 2 liegend, musste er die Meisterschaftsführenden Heiko Hammel und Milenko Vukovic sowie Tomas Pekar ziehen lassen. „Die Drei hatten einfach eine höhere Endgeschwindigkeit, da war nichts zu machen“, so Rambows Kommentar, der froh war, ohne technische Probleme als Vierter ins Ziel zu kommen. Da Vukovic bei seinem Rennsieg noch die schnellste Runde gefahren war, konnte er den Vorsprung Hammels in der Meisterschaft ausgleichen.

Doch die Sorgenfalten des Rennfahrers aus Oberhavel sollten schon am Sonntag wieder tiefer werden. Zwar fuhr er im zweiten Zeittraining wieder souverän auf den 4. Platz, das anschließende Rennen war jedoch gelaufen, bevor es richtig begonnen hatte. Schon in der Einführungsrunde brach erneut eine Antriebswelle und sein Kia rollte aus. „Damit machen wir uns zur Lachnummer“, ärgerte sich Rambow später. Schon im Vorfeld müsse er sich angesichts des technischen Problems, das sich wie ein roter Faden durch die Rennserie zog, die bissigen Kommentare der Konkurrenten gefallen lassen. Sein Team „Bastuck Motorsport“ müsse im Winter alle Hebel in Bewegung setzen, um diese Schwäche abzustellen. An der Spitze geriet das letzte Saisonrennen derweil zum Krimi. Mit knapp vier Zehnteln Vorsprung vor Hammel raste Vukovic in seinem Audi über die Ziellinie und sicherte sich den Titel.

Ob Alexander Rambow auch im kommenden Jahr hinter dem Steuer eines Rennboliden Platz nehmen wird, sei derzeit noch völlig unklar, bestätigt er auf MAZ-Nachfrage. Für eine Prognose sei es auch angesichts des Saisonverlaufs viel zu früh, sagt er. „Wir sind am Sonntag so auseinandergegangen, dass wir in 14 Tagen noch einmal telefonieren wollen.“ Der Frust saß zunächst tief nach einer insgesamt enttäuschenden Saison, die der 27-Jährige als Fünfter der Gesamtwertung abschloss. Rambow spricht gar von einem Desaster. „Die Emotionen, die dazugehören, wollen wir erst einmal sacken lassen.“

Der angehende Kfz-Meister macht keinen Hehl daraus, dass ihn die vielen Ausfälle nerven. „Bei einem völlig neuen Rennboliden wäre es auch ein Wunder, ohne technische Macken durch die Saison zu kommen“, sagt er, stellt aber auch klar: „Es sind immer wieder die gleichen Bauteile, das ist keine Wissenschaft, das kann man abstellen.“

Von Fred Dohnke

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