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Rennabbruch in Wolfslake

1. Speedway-Bundesliga Rennabbruch in Wolfslake

Es war ein schwarzer Renntag für die Renngemeinschaft Wolfslake Falubaz Berlin. Im Duell mit dem amtierenden Speedway-Mannschaftsmeister aus Stralsund um den Kremmener Mathias Bartz mussten sich die Gastgeber knapp geschlagen geben. Und weil sich insgesamt vier Fahrer verletzten, fielen die letzten Läufe der Paarung sogar gänzlich aus.

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Die heimischen Wolfslaker und der amtierende Meister aus Stralsund lieferten sich packende Rennen auf dem Eichenring.

Quelle: Robert Roeske

Wolfslake. Das war ein schmerzlicher Renntag am gestrigen Sonntag in Wolfslake. Vier Fahrer schieden verletzt aus – Mathias Schultz und Mirko Wolter von der gastgebenden Renngemeinschaft Wolfslake Falubaz Berlin sowie der Kremmener Mathias Bartz und Jan-Lukas Dittner von den Stralsunder „Nordsternen“. Das Bundesligarennen wurde vor allem wegen der schwierigen Bahnverhältnisse nach dem elften von 14 Läufen abgebrochen und laut Reglement nach dem neunten Lauf gewertet. Für die Profifahrer, so hieß es, war der 335 Meter lange „Eichenring“ noch zumutbar, für alle anderen Fahrer zu gefährlich. Einstimmig fällten die Mannschaftsleiter Domingo Krecklow (Wolfslake) und Clemens Sommer (Stralsund) sowie Martin Smolinski (Wolfslake) und Mannschaftskapitän Tobias Busch (Stralsund) bei Sonnenschein die nicht alltägliche Entscheidung, nicht zuletzt, weil für Jan-Lukas Dittner (als Reservefahrer war er für den zuvor verletzten Mathias Bartz angetreten) ein Rettungshubschrauber angefordert wurde.

Und schließlich noch dies: Der Gastgeber verlor das Rennen mit 25 zu 29 Punkten und hat nunmehr nach einem Sieg und zwei Niederlagen kaum noch Chancen auf den Einzug ins Bundesliga-Finale. Da auch die Laufpunkte in der Bundesliga-Vorrunde nicht bedeutungslos sind, erhielten beide Teams fairerweise noch 15 Punkte oben drauf, pro nicht gewerteten bzw. ausgefallenen Lauf drei Punkte.

Das Rennen verlief bis zum Abbruch recht ausgeglichen. Nach sechs Läufen lagen die Stralsunder mit nur zwei Punkten Vorsprung in Front. Nach dem siebenten und achten Lauf herrschte Gleichstand, im neunten Lauf wurde Mathias Schultz als Abbruchverursacher disqualifiziert (schied zudem verletzt aus) und Steven Mauer erfuhr für den Gastgeber einen Punkt hinter Tobias Busch und Dominik Möser. Der Rückstand von vier Punkten wurde in den beiden folgenden, aber nicht mehr in die Wertung einbezogenen Läufen, auf zwei Punkte verkürzt.

Eine Augenweide für Speedwayfans war Martin Smolinski, der raketenschnell startete und all seine Läufe gewann. Der 31-Jährige vom Rekordmeister AC Landshut wurde kurzfristig als Gastfahrer für den erkrankten Christian Hefenrock ins Wolfslaker Team geholt. Einen Tag zuvor hatte er sich im Grand-Prix-Halbfinale in Italien als einziger Deutscher für die Speedway Grand Prix Challenge in Schweden qualifiziert. Nun, dass Fahrer während der Bundesligasaison zur Konkurrenz als Gast wechseln dürfen, ist zulässig, aber nicht unumstritten.

Nicht zum Zuge kam Mirko Wolter, der für den zuvor genannten Ronny Weis aus Meißen antrat. Der Mecklenburger hatte 2005 seine Laufbahn beendet, im letzten Jahr zum Saisonausklang ein Rennen in Wittstock bestritten und wollte nun für die Wolfslaker punkten. Nach einem Sturz endete sein Renntag im Krankenhaus.

Vom Wolfslaker Club waren an diesem Tag sicher nur zwei Mitglieder glücklich: Lukas Wegner, der in der Juniorklasse B den Lauf zur Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern mit voller Punktzahl gewann und Marta Kuklok, die während der Fahrervorstellung vor über 700 Fans herzliche Glückwünsche zu ihrem 78. Geburtstag entgegennahm. Als ältestes Clubmitglied ist sie jeden Mittwoch und bei jedem Rennen auf dem „Eichenring“ als helfende Hand und mit ruhigem Gemüt anzutreffen.

Von Birgit Hradetzky

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