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Ringer aus Hennigsdorf fast Meister

Ringen: Oberliga Nord Ringer aus Hennigsdorf fast Meister

Nach dem Sieg gegen Lübtheen fehlt den Hennigsdorfer Mattenfüchsen nur noch ein Sieg in Kiel, um die Meisterschaft in der Oberliga Nord perfekt zu machen.

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Die Hennigsdorfs Ringer (in Rot) sind auf Meisterkurs.

Quelle: Kebernik

Hennigsdorf. Vor einer Rekordkulisse von über 200 Zuschauern sorgte die Kampfgemeinschaft Hennigsdorf/Tegel in der Oberliga Nord für eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Am Ende gewannen die Hausherren vor den Augen des begeistert mitgehenden Hennigsdorfer Bürgermeisters Andreas Schulz (SPD), welcher den Gastgebern eine tolle Veranstaltung attestierte, klar und deutlich mit 16:6. Jedoch waren die Kämpfe enger, als es das Ergebnis aussagt.

Die ersten vier Punkte für die Mattenfüchse aus Hennigsdorf holte in der Klasse bis 59 kg/Freistil Altmeister Andreas Voge gegen Torsten Schmal. Beide Kämpfer wurden DDR-Meister und boten einen tollen Kampf. Zur Halbzeit stand es noch 2:2, doch dann startete Voge einen tollen Beinangriff und legte seinen Gegner auf die Schulter.

In der Klasse bis 130 kg (Griechisch-römisch) bekam es Sebastian Torney mit den Zweiten der Asien-Meisterschaft, Moradi Bahaeddin, zu tun. Der starke Bahaeddin ließ Torney, der eigentlich im Freistilringen zu Hause ist, keine Chance und holte beim 7:1 Sieg zwei Mannschaftspunkte für die Gäste.

Eine faustdicke Überraschung gelang anschließend in der Klasse bis 66 kg (griechisch-römisch) Mick Schrauber gegen den Bundesliga- erfahrenen Alex Fuhr. Der Kampf wurde zunächst auf Augenhöhe geführt, doch trotz ungewohnter Stilart, holte Schrauber clever und abgebrüht Punkt für Punkt und besiegte den Favoriten mit 12:5 und erhöhte für die KG auf 6:2.

Doch die Gäste schafften postwendend den Ausgleich, denn in der Klasse bis 98 kg/Freistil unterlag Tim Siebert dem Deutschen Meister Alexander Biederstädt nach technischer Unterlegenheit.

Sehr ruhig und routiniert brachte anschließend André Paris seinen Kampf in der Klasse bis 70 kg/Freistil gegen Fabian Schmidt über die Matte. Mit einem nie gefährdeten 21:11 Sieg holte Paris drei wichtige Mannschaftspunkte nach Hennigsdorf.

Den wohl schönsten und spannendsten Kampf des Abends lieferten sich in der Klasse bis 86 kg (griechisch-römisch) Matthias Görz gegen den Lübtheener Peter Groß. Beide Kämpfer brillierten mit einer ungemein starken Kraftexplosivität und blieben sich nichts schuldig. Am Ende hatte der Hennigsdorfer Görtz knapp mit 1:0 die Nase vorn und erhöhte damit auf 10:6. Dieser Zwischenstand ließ die Gäste angesichts der kommenden Gegner mit sich hadern. Mit diesem Gefühl sollten sie Recht behalten, denn Hennigsdorfs Co-Trainer Michael Martinke machte in der Klasse bis 79 kg (griechisch-römisch) mit Nikita Günther kurzen Prozess und fegte ihn nach technischer Überlegenheit von der Matte. Damit war der KG Hennigsdorf/Tegel der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Dennoch sahen die begeistert mitgehenden Zuschauer in der Klasse bis 75 kg/Freistil zum Abschluss noch einmal einen tollen Kampf zwischen Malte Lemm und Jonas Fentzahn. Der Kampf ging hin und her und wurde von beiden Seiten verbissen geführt. Unter dem lautstarken Jubel der Hennigsdorfer Fans siegte Lemm mit 10:6 und schraubte damit das Mannschaftsergebnis auf 16:6.

Damit ist der KG Hennigsdorf/Tegel die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg kaum noch nehmen. Doch Hennigsdorfs Trainer Norman Brennert will noch nichts von der Meisterschaft hören: „ Wir denken von Kampf zu Kampf. Wir sind auf Kurs, mehr ist noch nicht passiert“. Gegen Kiel müssen wir noch die nötigen Punkte einfahren, erst dann können wir feiern“, äußerte sich Brennert noch vorsichtig.

Von Bernd Jünemann

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