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Strapazen trüben Oranienburger Vorfreude

Handball-DHB-Pokal Strapazen trüben Oranienburger Vorfreude

Das reizvolle Pokalduell zwischen dem Handball-Drittligisten aus Oranienburg und dem Vereinsweltmeister Füchse Berlin rückt angesichts des Wettbewerbsmodus in den Hintergrund. OHC-Coach Christian Pahl ist vom Reisestress nach Wilhelmshaven genervt und hat auch eine Idee, wie der DHB-Pokal für die kleinen Clubs attraktiver werden könnte.

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OHC-Neuzugang Dennis Schmöker (rechts) trifft auf seinen Ex-Club.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Vom großen Hype ist nichts zu spüren. Gar nichts! Dabei spielt der Oranienburger HC am Sonnabend um 19 Uhr gegen den Weltpokalsieger Füchse Berlin. In einem Pflichtspiel. In der ersten Runde des DHB-Pokals. „Wie sollte denn ein Hype entstehen? Das funktioniert nur, wenn du mit Unterstützung der eigenen Zuschauer spielst“, wettert Oranienburgs Trainer Christian Pahl auf den Pokalmodus. Das Problem: Der OHC muss gegen die Füchse – beide Vereine liegen nur einen Steinwurf voneinander entfernt – im 500 Kilometer entfernten Wilhelmshaven spielen. Der Modus will es so. Der VfL Potsdam ist die dritte Mannschaft im Bunde, die aus Berlin/Brandenburg kommt und die Ochsentour an die Nordsee unternehmen muss (der VfL spielt gegen Wilhelmshaven, 16.30 Uhr). „Dann fahren wir eben dorthin, spielen Handball, versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und fahren wieder nach Hause“, so der OHC-Coach nüchtern.

Trotz der Strapazen: Dennis Schmöker empfindet eine gewisse Vorfreude auf das Spiel. Es geht gegen seinen Ex-Verein. Vor drei Monaten trug er noch das Füchse-Trikot. „Wir haben ja nichts zu verlieren“, sagt der Linksaußen. „Wir sollten das Spiel gegen diese Mannschaft einfach genießen. Man tritt ja nicht jeden Tag im DHB-Pokal an und nicht jeden Tag gegen eine der besten Mannschaften Deutschlands.“ Mit den Nationalspielern Paul Drux und Fabian Wiede hat Dennis Schmöker in der Jugend zusammengespielt. Er hält noch Kontakt. „Mit Paul habe ich während der Olympischen Spiele geschrieben. Ich gehe davon aus, dass beide am Sonnabend dabei sind.“ Zu Fabian Wiede gibt es noch eine besondere Bande: „Unsere Väter spielten schon gemeinsam Handball.“

Der Berliner Kapitän Petr Stochl äußerte sich auf der Webseite der Füchse zu der Auslosung und zu dem Fahrweg so: „Es ist fast egal, wo wir spielen. Wir sind in diesem Turnier der Favorit und unser Ziel sollte sein, diese Rolle zu bestätigen. Es wird aber vielleicht nicht so einfach, weil ja einige Spieler erst kurz vor dem Turnier von den Olympischen Spielen zurückkommen, aber das Problem haben ja viele. So oder so sollten wir weiterkommen“, so der Füchse-Kapitän.

Christian Pahl hat einen Vorschlag, wie der inakzeptable Modus verbessert werden kann. „Es wird gesagt, dass die Drittligisten die Rahmenbedingungen als Ausrichter der Turniere nicht erfüllen können. Das ist Quatsch. Die meisten können das und sollten Gastgeber der Turniere sein. Und wenn ein Drittligist dazu nicht in der Lage ist, dann erst sollte der Zweitligist und im Zweifelsfall der Erstligist Gastgeber sein.“ Die Oranienburger hätten im DHB-Pokal nur Kosten. „Die Bedeutung unseres Spiels liegt bei beiden Vereinen bei null Komma null. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Nationalspieler Heinevetter, Wiede und Drux hochmotiviert nach Wilhelmshaven fahren.“

Die angeschlagenen Robin Manderscheid und Robert Stelzig werden am Sonnabend nicht eingesetzt. Der Punktspielauftakt eine Woche später gegen Schwerin sei, so Pahl, wichtiger.

Von Stefan Blumberg

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