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Trumpfkarte Nachwuchs

Hohen Neuendorfer SV 09 will in Tischtennis-Oberliga Trumpfkarte Nachwuchs

Die laufende Spielzeit in der Verbandsoberliga Ost wird beim Hohen Neuendorfer SV 90 nur als Zwischenstation angesehen. Rico Oetting leitet den Landesleistungsstützpunkt seit 2009. Seine Ziele sind ambitioniert: „Wir haben den Klassenerhalt so gut wie sicher. Nächstes Jahr wollen wir um den Oberliga-Aufstieg mitspielen."

Hohen Neuendorf. "Sonst sind unsere Nachwuchstalente nicht zu halten“, sagt Rico Oetting. Der Verein baut seit Jahren auf die Jugend und verzichtet bewusst auf teure Legionäre. „Wir wollen die Mannschaft nicht komplett austauschen und uns verschulden. Die Spieler sollen sich mit dem Club identifizieren“, erklärte Oetting.

Beispielgebend für diese Philosophie sind Mirco Koschei (17) und Marcel Kohlbrenner (15), die zu den größten Hoffnungen des HSV gehören. Mit Marc Brendel (Prenzlau) und Raphael Albrecht (Geltow) verstärkte sich Hohen Neuendorf punktuell, um auch an den Spitzenpositionen konkurrenzfähig zu sein. Der 39-jährige Marek Hanke hilft der jungen Truppe mit seiner Erfahrung: „Ich bin eine Art Vaterfigur und lebe Werte wie Vereinsgeist und Zusammenhalt vor“, so der Kapitän. Der ehemalige DDR-Mannschaftsmeister mit Zweitligaerfahrung stellte eine positive Prognose: „Die Talente können alle in der Oberliga bestehen. Unser neuer Sponsor Direct Line-Versicherung verbessert auch die finanzielle Perspektive.“

Für den Tischtennis-Nachwuchs bleibt der Hohen Neuendorfer SV auch in der Zukunft eine sehr gute Adresse. Der Landesleistungsstützpunkt bleibt vier weitere Jahre beim HSV 90. Den Zuschlag erhielt der Club erst im vergangenen Sommer. Der Zulauf ist enorm. Rico Oetting sprach von einem Selbstläufer: „45 der 110 Mitglieder sind Nachwuchsspieler. Wir müssen einen Aufnahmestopp für Kinder und Jugendliche machen.“ Die Vormachtstellung in Oberhavel gefällt Oetting weniger: „Wir brauchen Konkurrenz, um stärker zu werden. Das Stützpunkttraining ist mit großem Aufwand verbunden. Andere Vereine aus der Region investieren vielleicht zu wenig.“

Auf sportlicher Ebene musste der HSV am vergangenen Sonnabend einen Dämpfer einstecken. Das Oberhavel-Team verlor sein Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin II mit 5:9 und belegt aktuell den sechsten Tabellenrang. „Das war ein 50:50-Spiel auf vergleichbaren Niveau. Zwischen den sechs besten Teams entscheidet die Tagesform“, bemerkte Hanke. Die Verbandsoberliga wurde 2013/14 neu gebildet und ist Neuland für den Aufsteiger. „Stahnsdorf steht über allen. Wir wollen die zweitbeste Mannschaft Brandenburgs sein“, ergänzte der Kapitän.

Interview: "Ich träume von der Regionalliga"

Mirco Koschei zählt zu den größten Nachwuchshoffnungen des Hohen Neuendorfer SV 90. Der 17-Jährige, der zum Team der ersten Männermannschaft gehört, war Landesmeister im Einzel und Doppel.

Wohin führt die Reise des HSV in dieser Spielzeit?
Mirco Koschei: Wir wollen im oberen Mittelfeld landen. Der Klassenerhalt ist das Minimalziel. Bis auf zwei Teams sind alle auf Augenhöhe. Im Zusammenhalt liegt unsere größte Stärke, die Mischung stimmt. Brendel und Albrecht kamen von außen dazu und heben das Niveau an. Im Moment macht es Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen.

Die Niederlage gegen Hertha BSC II am Wochenende ist kein Stimmungskiller?
Koschei : Nein, das war ein starker Gegner. Bei uns lief es nicht optimal, wir hätten die Partie spannender gestalten können. Ins Doppel sind wir nicht gut reingekommen. Mit meinem ersten Einzel war ich trotz der Niederlage ganz zufrieden. Der Gegner war erfahren, wusste immer, wohin ich spiele.

Welche persönlichen Ziele haben Sie?
Koschei : Zum Profi reicht es leider nicht. Die Oberliga ist aber aus meiner Sicht realistisch, die Regionalliga wäre ein Traum. Ich habe auch schon einiges erreicht, seitdem ich mit neun Jahren hier angefangen habe. So schloss ich die Verbandsrangliste als Erster ab und nahm beim deutschlandweiten Top-48-Turnier teil. Zudem gehe ich in Berlin auf die Sportschule und trainiere bis zu fünfmal die Woche. Ein Vereinswechsel in eine höhere Liga ist frühestens 2015 möglich, dann will ich das Abitur in der Tasche haben.

Interview: Björn Walter

Von Björn Walter

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