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Überraschungen in Löwenberg

Jugend trainiert für Olympia Überraschungen in Löwenberg

500 Leichtathleten aus ganz Brandenburg tummelten sich am Donnerstag auf dem Rasen und der roten Laufbahn des Löwenberger Waldstadions. Beim Finale des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ hatten sie perfekte Bedingungen. Die Chance, aufs Siegertreppchen zu kommen, war noch nie so groß.

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Lennard Ganschow knackte beim Landesfinale im Waldstadion seine Hochsprung-Bestmarke.

Quelle: Christoph Brandhorst

Löwenberg. „Das habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Axel Klicks. Seit über zehn Jahren schon ist der Leiter der Löwenberger Libertasschule Gastgeber für das Landesfinale der Leichtathleten des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ im Waldstadion. Am Donnerstag tummelten sich wieder an die 500 Sportler aus ganz Brandenburg auf dem Rasen und der roten Laufbahn. Auch die favorisierten Sportschulen aus Potsdam und Cottbus waren dabei, diesmal aber ohne Starter in der WK II, der ältesten der drei Wettkampfklassen. Sie blieben der Veranstaltung wegen anderer wichtiger Qualifikationswettkämpfe fern. „Dabei waren die Sportschulen gerade in dieser Klasse sonst als Sieger gesetzt“, sagt Klicks. „Jetzt schafft es mal eine Schule aus der zweiten Reihe zum Bundesfinale.“

Nach sieben Disziplinen setzte sich bei der WK II männlich schließlich das Lise-Meitner-Gymnasium aus Falkensee (8138 Punkte) durch, knapp vor dem Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium (7883 Punkte). Kurz liebäugelten auch die Jungen der Libertasschule mit dem Ticket fürs Bundesfinale. „Das Starterfeld ist nicht so groß, die Chance auf das Bundesfinale ist heute größer denn je“, sagte Lennard Ganschow aus Linde. Er und die anderen Löwenberger mussten sich letztlich aber doch mit dem undankbaren 4. Platz begnügen (7601 Punkte). Im Weitsprung landete das Team um Julius Thiemer, der eigentlich Kugelstoßer ist und trotzdem einen 6,15-Meter-Satz in den Sand machte, ganz vorn. Ganschow war mit seinen 5,47 Metern aber gar nicht zufrieden. „Der Anlauf passt bei mir zur Zeit nicht so richtig“, bedauert er. Ein Sechs-Meter-Sprung sei schon drin gewesen. „Dann wären noch einmal richtig Punkte auf unser Konto geflossen“, so der 16-Jährige. „Den ganzen Frust hat Lennard dann in den Sprint gesteckt“, freute sich Axel Klicks über eine neue persönliche Bestzeit (11,82 Sekunden) seines Schützlings auf der erst im vorigen Jahr sanierten Kunststoffbahn.

Überhaupt sind die Bedingungen in Löwenberg hervorragend für einen Schülerwettkampf. „Beim Speerwerfen haben wir eine optische Weitenmessung“, erklärt Klicks. „Das haben wir uns bei den großen internationalen Meisterschaften abgeguckt.“ Nach 25 Jahren wurden in diesem Jahr auch die Hochsprungmatten einer Generalüberholung unterzogen. Das Leichtathletikfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ habe längst einen festen Platz im Löwenberger Wettkampfkalender. „Es ist eine Prestigeveranstaltung für die Gemeinde“, so Klicks. Immerhin sei es der größte Schulsportwettkampf des Landes. 41 Mannschaften waren gestern am Start, auch die Grundschule Leegebruch, die in der WK IV männlich den 4. Platz belegte.

An der Hochsprung-Anlage misst Lennard Ganschow derweil seinen Anlauf aus. Bei 1,70 Metern liegt seine Bestmarke. „Zuletzt bin ich da immer hängen geblieben.“ Doch gestern fiel auch dieser Bestwert. Ganschow flog über 1,75 Meter, nur der Prenzlauer Pascal Meinke sprang noch fünf Zentimeter höher.

Von Christoph Brandhorst

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