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Wegner fährt in Wolfslake ganz nach vorn

Bahnsport Wegner fährt in Wolfslake ganz nach vorn

Großen Zulauf erfuhr am Sonntag der Bundesendlauf im Bahnsport des ADAC. Erstmals war das Speedwayteam Wolfslake auf seinem „Eichenring“ Gastgeber für das Treffen der besten Nachwuchsfahrer Deutschlands. Lokalmatador Lukas Wegner krönte seine starke Saison mit der Titelverteidigung.

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Lukas Wegner auf dem Weg zum Titel.

Quelle: Robert Roeske

Wolfslake. Das war die harte Tour. 45 Läufe, Start um 14 Uhr, Siegerehrung um 18.30 Uhr. Ein paar glimpflich ausgegangenen Stürze, ein Krankenwageneinsatz und nicht zuletzt unvernünftige Fahrer der 500er Klasse, die vor dem Start halbe „Ehrenrunden“ drehten, sorgten für Zeitverzögerungen. Trotzdem: Der ADAC-BahnsportBundesendlauf am Sonntag auf dem Wolfslaker „Eichenring“ war ein Saisonhöhepunkt für das gastgebende Speedway-Team.

Der Automobilclub schreibt den Nachwuchswettbewerb jährlich aus und vergab die Ausrichtung erstmals an den Club aus der Gemeinde Oberkrämer. Insgesamt 48 Fahrer zwischen sechs und 18 Jahren traten in vier Klassen an. Der Zuspruch war enorm, im letzten Jahr waren in Cloppenburg nur 37 Fahrer dabei.

In der mit 18 Kindern zahlenmäßig am stärksten besetzten Klasse Junior B (125 ccm) setzte sich der 14-jährige Lukas Wegner aus Oranienburg durch. Er gewann seine drei Vorläufe und das Finale souverän. Seine bestechende Form bewies Lukas vor allem im dritten Vorlauf, als er nach einer Startbandberührung 15 Meter hinter den drei Konkurrenten das Rennen aufnehmen musste. Bereits ausgangs der ersten von drei Runden lag er in Führung. Am Ende des Renntages hieß es: Endlich ein Titel 2016! Nachdem er Vizemeister bei der Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaft geworden war, hatte der Schüler der 9. Klasse nun den Sieg auch nach Meinung einiger Mitstreiter verdient.

Bei der Deutschen Meisterschaft einen Tag zuvor in Teterow musste sich Wegner noch Erik Bachhuber vom MSC Olching beugen. Die beiden trafen im Wolfslaker Rennen nicht aufeinander. Der Bayer verpasste mit dem dritten Platz im ersten Lauf sogar das Finale, obwohl er die beiden folgenden gewann. Lokalmatador Wegner sah sein Heimrennen nicht als Meisterschaftsrevanche an: „Es war ein ganz normales Rennen.“ Schon vor dem Start hätte er sich gut gefühlt. Übrigens: Im vorigen Jahr gewann er in Cloppenburg ebenfalls ohne Punktverlust.

Mit Freyja Redlich (4. Platz) und Paul Weisheit (5. Platz) in der Klasse Junior A (50 ccm) sowie den Geschwistern Chayenne (11. Platz Junior B) und Marvin Wiegert (5. Platz Junior C 250 ccm) waren weitere Akteure des Speedway-Teams Wolfslake am Start. Die Klasse U 18 500 ccm musste ohne eigene Starter auskommen. Nur die 14-jährige flotte Chayenne haderte mit ihrer Leistung. Sie und ihr ein Jahr älterer Bruder kamen im vorigen Jahr zum Wolfslaker Club, als sie mit ihren Eltern von Mecklenburg-Vorpommern nach Fürstenberg zogen. Für ihren neuen Verein sind die beiden eine Bereicherung, geben sie doch Anlass, die Nachwuchsarbeit aufzufrischen.

Etwa 400 Zuschauer kamen bei freiem Eintritt zum „Eichenring“. Die Pokale (in den Junior-Klassen bis zum fünften Platz) waren riesig und die Siegerkränze für die ersten drei Fahrer in jeder Klasse gewaltig. Das Ambiente rund um die 335 Meter lange Speedwaybahn war angenehm, das Wetter ebenso. Aber der Tag war zu lang, zumal am nächsten Tag Schule und Arbeit warteten. Das Speedway Team Wolfslake hatte das Rennen zunächst für Sonnabend angemeldet. Doch der MC „Bergring“ Teterow favorisierte diesen Termin für die Deutsche Jugendmeisterschaft und bekam ihn auch. Erste Überlegungen wurden am Sonntag angestellt, wie der Bundesendlauf mit solch großem Zuspruch (und eingeplanten Verzögerungen) zeitlich besser in den Griff zu bekommen ist.

Die Saison auf dem „Eichenring“ ist beendet, aber die Nachwuchsfahrer aus Oberhavel werden im Oktober noch Läufe zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft bestreiten. Nach derzeitigem Stand geht es für Freyja Redlich und Lukas Wegner noch um einen Platz auf dem Podest.

Von Birgit Hradetzky

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