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Weltmeister trainieren auf dem Ruppiner See

Rudern Weltmeister trainieren auf dem Ruppiner See

Die Ruder-Asse vom Potsdamer RC finden auf dem Gewässer in der Fontanestadt und auf der Anlage des hiesiegen Vereins beste Trainingsbedingungen vor. Regelmäßig zieht es sie zum Üben auf den Ruppiner See. In dieser Woche waren auch die A-Jugend-Weltmeisterinnen Annabel Oertel und Friederike Müller dabei.

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Weltmeisterinnen in Neuruppin: Annabel Oertel (l.) und Friederike Müller vom Potsdamer RC trainierten auf dem Ruppiner See.

Quelle: Dirk Becker

Neuruppin. Wellen, Wind von allen Seiten, ruhiges Wasser, um durchzuziehen: auf dem Ruppiner See gibt es alles, was den Ruderer vor Herausforderungen stellt. Grund genug für Weltmeister-Trainerin Uta Salomon mit ihren Potsdamer Ruderinnen in Neuruppin seit Montag ein Trainingslager aufzuschlagen. So geschehen in dieser Woche und bereits im sechsten Jahr.

„Man hat alle Windbedingungen“, lobt Maren Völz vom Potsdamer Ruderclub das Revier. Die Europameisterin im Doppelvierer 2016 steigt an diesem Morgen pitschnass aus ihrem Einer. An Annabel Oertel und Friederike Müller ist auch kein trockener Faden mehr, als sie aus ihrem Zweier am Steg des Neuruppiner Ruderclubs aussteigen. Trainerin Uta Salomon wollte das Training für die beiden Weltmeisterinnen im A-Juniorinnen-Vierer für Völz und vier weitere junge Talente abbrechen, aber da intervenierte Oertel: „Nicht aufhören, mehr als nass geht nicht.“

Die erste Trainingseinheit beginnt immer um acht Uhr, jetzt geht es ab ins Warme im Gästehaus des NRC, wo die Sportlerinnen um Uta Salomon bereits zur Familie gehören. „Ich krieg’ ja nicht mal mehr eine Übergabe“, lacht Salomon. Anna Müller hat bereits ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet: Obstsalat, Fisch, Fleisch und immer Ingwertee für die Stärkung der Abwehrkräfte. Anna Müller, Mutter von Friederike, nimmt sich für das Trainingslager Urlaub, arbeitet unentgeltlich, weil es ihr Spaß macht, nicht nur wegen ihrer Tochter.

Unterdessen drehen sich im Minilabor die Röhrchen mit den Blutproben der Ruderinnen für den Laktattest. Noch während des Frühstücks werten Annabel Oertel und ihre Trainerin die Werte aus (kleines Foto). „Ich bin nicht so zufrieden“, sagt Uta Salomon, „aber wir hatten auch grenzwertige Verhältnisse.“

Annabel Oertel und Friederike Müller konzentrieren sich zur Zeit im Zweier ohne Steuerfrau zunächst auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld, dann auf die Europameisterschaften am selben Ort und die Qualifikation in Hamburg für die Weltmeisterschaft Anfang August in Litauen. „Ich hoffe, dass sie dann wieder dabei sind“, skizziert die Trainerin kurz ihre und die Ziele ihrer Weltmeisterinnen.

Was auffällt an diesem Morgen: Alle Handys der Damenwelt liegen in einem Körbchen. Nach dem Frühstück ist Englisch-Klausur angesagt. Während ihre Sportschüler-Kollegen das zeitgleich in Potsdam erledigen, schwitzen Oertel und Co. 135 Minuten vor den Prüfungsbögen, und „ich muss aufpassen“, sagt Uta Salomon und teilt die Klausurbögen aus

Zur Belohnung ist nachmittags ein Saunagang in der Fontanetherme des Hotels Mark Brandenburg angesagt, „die unterstützen uns“, so die Trainerin. Bei einem Treffen mit Küchenchef Matthias Kleber, dem ehemaligen Teamchef der deutschen Nationalmannschaft der Köche, hat dieser noch Tipps für eine optimierte Ernährung der Sportler parat. Beim nächsten Trainingslager darf Kleber dafür sogar mal mit ins Boot steigen.

Von Dirk Becker

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