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„Wir erstarren nicht vor Ehrfurcht“

Handball, 3. Liga Nord (Männer) „Wir erstarren nicht vor Ehrfurcht“

Oranienburger HC tritt am Sonntag beim Traditionsverein HC Empor Rostock an, der aus der 2. Bundesliga abstieg. Der Gastgeber befindet sich im Umbruch. Beide Mannschaften gewannen bis dato ihre Spiele.

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Per Kohnagel trifft auf seinen ehemaligen Trainer und einiger seiner früheren Mitspieler.

Quelle: Robert Roeske

Rostock/Oranienburg. HC Empor Rostock – ein klangvoller Name im deutschen Handball, besonders zu DDR-Zeiten: zehn Meistertitel, sieben Pokalsiege, einmal Vereins-Europameister, einmal Europapokalsieger der Pokalsieger, seit der Wende Erst- und Zweitligist (außer 2003/04 und 2004/05). Und jetzt – nach dem Abstieg der Ostseestädter – tritt der Oranienburger HC gegen die erste Männermannschaft dieses Vereins in einem Pflichtspiel an. „Der Name spielt für uns keine Rolle. Wir gucken auf uns“, sagt Oranienburgs Trainer Christian Pahl nüchtern. Er beobachtet die Entwicklung im Handball sehr genau, auch die in Rostock. „Der Verein verfügte nicht mehr über die finanziellen Mittel wie noch vor ein paar Jahren. Das macht sich bemerkbar.“ Und er weiß auch, dass ein finanziell gut ausgestatteter Drittligist in der 2. Bundesliga Probleme bekommen würde, weil die Unterschiede sehr groß seien.

Anpfiff um 16.30 Uhr

Am Sonntag, 16.30 Uhr, treten die Männer des Oranienburger HC am 3. Spieltag in der 3. Liga Nord bei dem Traditionsverein an (Ospa-Arena, Tschaikowskistraße 43). Die Rostocker machen derweil einen kompletten Umbruch durch. Die Mannschaft löste sich fast komplett auf. Der junge Trainer Till Wiechers hatte die Traute, das Projekt Neuaufbau anzugehen. Der 34-Jährige kam von der SG Flensburg-Handewitt II – jenem Verein, bei dem auch der Neu-Oranienburger Per Kohnagel großgeworden ist. Ob er seinem jetzigen Trainer Christian Pahl einige Hinweise zur Arbeit von Till Wiechers geben wird? „Das ist gar nicht so einfach, da sich Till immer wieder neue Sachen einfallen lässt. Was klar ist: Er spielt gern sieben gegen sechs“, so der 23-Jährige, der beim OHC in der Schaltzentrale wirkt. Der Coach: „Wir sind im ständigen Austausch, gerade was taktische Dinge angeht.“

„Die Rostocker agieren sehr geduldig“

Gleich mehrere Eindrücke hat der Oranienburger Coach vom neuen, zusammengewürfelten Rostocker Team bekommen. Den ersten beim eigenen Matthäi-Cup Anfang August, den zweiten vom Video des Spiels beim 23:22-Sieg in Fredenbeck. „Die Rostocker sind dabei, sich an ihr neues Spielsystem zu gewöhnen. Ich habe festgestellt, dass es eine junge Mannschaft ist, die sehr geduldig agiert und die eigene Systematik auf den Punkt durchspielt.“ Und das sei – wie gegen solche erfahrenen Spieler aus Fredenbeck – sehr beachtlich. Sie spielten unorthodox und sehr diszipliniert. Beim Turnier hatte der OHC die Ostseestädter direkt vor der Brust und gewann mühevoll. „Wir brauchen viel Bewegung, um erfolgreich zu sein“, so Christian Pahl.

Er stellt klar, dass seine Mannschaft am Sonntag vor dem großen Namen HC Empor Rostock – auf der Bank sitzt mit Jürgen Rohde der legendäre Torhüter des Vereins – nicht in Ehrfurcht erstarren werde. Was es braucht, sei ein effektiverer Abschluss als zuletzt beim 23:21 gegen Burgdorf II. Der OHC reist mit der kompletten Mannschaft an. Dennoch stehen hinter dem Einsatz einiger Spieler Fragezeichen, weil sie angeschlagen sind. Die Zusammensetzung des Teams wird sich erst kurz vorm Anpfiff entscheiden.

Von Stefan Blumberg

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