Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
„Wir haben jetzt mehr Tempo in unserem Spiel“

Die Saison des Oranienburger HC „Wir haben jetzt mehr Tempo in unserem Spiel“

Die Handballer des Oranienburger HC landeten in der 3. Liga auf Rang 7. Mit Abstand blickt OHC-Coach Christian Pahl auf die vergangene Saison zurück.

Voriger Artikel
In Staffelde fehlt ein Pferd
Nächster Artikel
„Kremmen läuft“ – trotzdem

Christian Pahl kam zur Saison 2013/2014 zum Oranienburger HC und hat seitdem als Trainer den Hut auf.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Der Oranienburger HC bestätigte in der abgelaufenen Saison in der 3. Handballliga das Vorjahresabschneiden. 32 Punkten stehen nun 31 gegenüber. Trainer Christian Pahl blickt mit etwas Abstand auf das Spieljahr zurück. Zu neun Begrifflichkeiten äußerte er seine Gedanken.

Ende gut, alles gut? Wenn man auf die Tabelle guckt, ja. Aber für die Gesamtbetrachtung wäre das zu einfach. Es gab Phasen, die stellten mich nicht zufrieden. Da müssen wir gegenwirken, um das in der neuen Saison zu verändern.

Ärgernisse: Die gab es in der Hinrunde, weil es uns mehrfach nicht gelungen ist, trotz bester Chancen Auswärtspunkte mitzunehmen. Und Anfang der Rückrunde fehlte die Mentalität, um das umzusetzen, was wir können, deshalb gewannen wir viele Spiele nicht (fünf in Folge, Anm. d. R.). Die Begegnungen in Burgdorf (22:25), Hannover (22:27) und Berlin (27:27) waren ärgerlich, weil wir die Punkte liegen ließen, auch zu Hause gegen Flensborg (29:30). Am meisten liegt mit die Niederlage in Schwerin (22:23) im Magen, weil wir dort von den Schiedsrichtern betrogen wurden.
Freudenmomente: In der Hinrunde verliefen die Heimspiele phänomenal. Das fiel auch in die Zeit, als unser Kapitän Robin Manderscheid verletzt passen musste. Wir haben immer gefightet und die Topteams geschlagen. Gefreut hat mich die Entwicklung von Spielern wie Dominic Kehl, Robert Stelzig und Stephan Kleinert. Stephan spielte fast die Saison durch, schloss gerade in der Abwehr immer wieder personelle Lücken. Und schön war, dass wir mit dem dreckigen Heimsieg gegen Hannover (24:23) in der Rückrunde die Wende herbeiführten für einen guten Endspurt mit 14:6 Punkten.



Konstanz: Spielerisch fehlte sie etwas, vor allem wegen des schwachen Rückrundenbeginns (1:9 Punkte). Aber von der Punktausbeute verlief das Jahr ausgeglichen – 16 in der Hinrunde, 15 in der Rückrunde. Sicherlich hatten wir in einigen Heimspielen auch etwas Glück.


Neuzugänge I (alte Saison): Christoph Genilke tut mir leid, er konnte wegen seiner Verletzung nur zweimal spielen. Aber in diesen beiden Partien zeigte er, dass er uns helfen kann. Er wird zum Trainingsstart wieder dabei sein. Nils Müller spielte eine gute Saison, ist aber noch nicht am Limit. Er muss beim Werfen konzentrierter werden. Aber es ist seine erste Saison als Nummer 1 auf der Rechtsaußenposition. Und David Sauß hatte es schwer als Nachfolger von Torjäger Lutz Weßeling. Er ist ein anderer Typ. David spielte eine sehr gute Vorbereitung, fiel dann in ein Loch, kämpfte sich aber mit harter Arbeit zurück. Er kann eine herausragende Verstärkung werden. In den letzten Spielen bewies er das. Er hat sich richtig gut entwickelt und wird in der neuen Saison noch stärker werden. Er musste viel Verantwortung übernehmen und hat das gut gemacht.


Gesamtentwicklung (über drei Jahre): Wir haben in unserem Spiel mehr Tempo als es vorher der Fall war. Aber oft stellten wir das schnelle Spiel ein. Ich glaube, die zweite und dritte Welle sieht ganz gut aus. Was uns fehlt, sind die 1:0-Konter. Insgesamt üben wir aber ziemlichen Druck auf die Gegner aus.


Potenziale: Der Positionsangriff muss verbessert werden. Ein zweiter Punkt: Im Training geht es darum, mehr in die Prävention zu investieren. Die Anfänge haben wir gemacht, indem Tim Fröhlich montags eine Krafteinheit absolviert. Dadurch erhoffe ich mir weniger Verletzungen. Es würde uns auch helfen, wenn sich Akteure wie Dominic Kehl in der Abwehr verbessern oder das Zusammenspiel mit den Außen an Qualität gewinnt.


Neuzugänge II (neue Saison): Josip Perkovic ist der erste, ein Kreisläufer von der A-Jugend des VfL Potsdam. Er besitzt gute körperliche Voraussetzungen, solide Anlagen im Abwehrspiel und zeigte im Probetraining respektable Ansätze im Angriff. Wir werden ihm Zeit geben. Auf den derzeit mit nur einem Spieler besetzten Außenpositionen wollen wir eine Konkurrenzsituation schaffen. Darius Krai, der im Januar kam, ist eigentlich auch ein Neuzugang. Seine Fähigkeiten konnte jeder bereits sehen.


Staffeleinteilung: Ob Nord- oder Oststaffel ist mir egal. Der Osten wäre eine neue Herausforderung, weil es fast durchweg unbekannte Mannschaften sind. Der Norden klingt mit den Absteigern HSV Hamburg, Springe und Henstedt auch interessant.

Von Stefan Blumberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.