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„Wir haben nichts zu verlieren“

OHC trifft auf Spitzenreiter Dessau-Roßlau „Wir haben nichts zu verlieren“

Es ist der zweite Teil der Heimspielreihe des Oranienburger HC im Februar 2016. Nach der Niederlage gegen den Vierten DHK Flensborg misst der OHC am heutigen Samstag mit dem Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt die Kräfte.

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Pahl: „Die haben uns zum Schluss zerlegt“

Wird gegen den Spitzenreiter besonders im Mittelpunkt stehen: OHC-Torwart Ivan Szabo (r.).

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Die Herausforderungen für die Männer des Oranienburger HC reißen nicht ab – und werden von Woche zu Woche schwieriger. Aber dicker als am heutigen Sonnabend dürfte es nicht kommen. Der Tabellenführer der 3. Liga Nord und offensichtlich einzige Aufstiegsanwärter Dessau-Roßlauer HV stellt sich in der Oranienburger MBS-Arena vor (18.30 Uhr). „Für uns geht es darum, ihn zu ärgern.“ Trainer Christian Pahl schraubt die Ansprüche nicht all zu hoch. Die Dessauer haben (fast) Profibedingungen und wollen unbedingt zurück in die 2. Bundesliga. Zweimal verlor die Mannschaft in dieser Saison (25:27 in Stralsund, 20:21 in Potsdam) und spielte dreimal Remis. Die Leistungskurve scheint nach den Ergebnissen der letzten Wochen nach oben zu gehen.

Ist das Team trotzdem zu knacken? OHC-Torwart Ivan Szabo überlegt: „Es ist nicht unmöglich. Es klappt nur, wenn wir fehlerfrei spielen.“ Er erinnert sich an das Hinspiel: „Da haben wir gezeigt, dass wir mithalten können.“ Im Oktober hatte sich der OHC eine katastrophale erste Halbzeit geleistet, lag zur Pause 10:17 hinten. Dann legte das Team aber alle Ängste ab und war kurz vorm Ende auf 25:27 ran, fing aber noch zwei Konter zum 25:29-Endstand. „Unsere Deckung muss stabil stehen, das Zusammenspiel mit uns Torhütern muss klappen – nur dann haben wir eine Chance“, findet Ivan Szabo. Das Team sei gut vorbereitet: „Wir trainieren gut.“

Am Donnerstagabend stellte der Oranienburger Coach sein Team explizit auf den Gegner ein; erst per Videoanalyse, dann in der Praxis auf dem Spielfeld, indem bestimmte Situationen nachgestellt wurden, die den Abläufen des Dessauer Spiels nahekommen. Entscheidend werde sein, so Christian Pahl, wie wir das Konterspiel der Dessauer verhindern können. „Die erzielen etwa 60 Prozent ihrer Tore aus dem erweiterten Gegenstoß.“

Die Dessauer seien auch deshalb schier übermächtig, weil sie einen sehr ausgeglichenen Kader besitzen. „Jede Position ist gleichstark besetzt. Die können 60 Minuten ohne Substanzverlust Druck machen“, beobachtete Christian Pahl. Er rechnet damit, dass die Gäste mit dem kompletten Kader anreisen, zuletzt fehlte niemand. Beim OHC wird das vermutlich nicht so sein. Janis Bohle ließ sich am Donnerstag während des Trainings von Physiotherapeutin Aileen Kruschinsky permanent am linken Arm behandeln. „Ich weiß nicht, was es ist. Nach dem Spiel letzte Woche tat es ein bisschen weh, dann bekam ich am Dienstag beim Training noch einen Schlag drauf. Am Mittwoch war der Ellenbogen blutunterlaufen. Ganz strecken kann ich den Arm nicht“, sagt der Kreis- und Rückraumspieler. Sein Einsatz ist ungewiss. Dass er schwer zu ersetzen ist, weiß der Coach. „Dann müssen wir es halt annehmen.“ Bange ist ihm vor dem Spiel nicht. „Wichtig ist, dass wir daraus für die nächsten Wochen etwas mitnehmen.“ Da kommen mit Hannover, Usedom und Bernburg Gegner, gegen die es wahrscheinlicher ist, Punkte zu holen. „Auch wenn wir momentan kaum erfolgreich sind, glaube ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir trainieren und spielen gut.“ Oranienburgs Rechtsaußen Nils Müller sagte bereits nach der unglücklichen 29:30-Niederlage gegen Flensborg vor einer Woche: „Gegen Dessau haben wir nichts zu verlieren. Vielleicht wird es ja besser als gegen Flensborg.“

Von Stefan Blumberg

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