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Zum sechsten Heimsieg gezittert

Oranienburger HC schlägt in der 3. Liga Stralsund mit 27:26 Zum sechsten Heimsieg gezittert

Der Oranienburger HC bleibt in der eigenen Halle eine Macht. Alle sechs Saisonspiele in der 3. Liga gewann die Mannschaft. Jetzt wurde die Positivserie der Ostseestädter (8:2 Punkte in Folge) gestoppt. Zudem erzielte Dominic Kehl mit dem Siebenmetertor zum 22:20 seinen 100. Saisontreffer (insgesamt hat er jetzt 101).

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Janis Bohle ging mit Leidenschaft voran und traf zudem noch dreimal.

Quelle: ROBERT ROESKE

Oranienburg. Oranienburger HC – Stralsunder HV 27:26 (14:10). Die einen tanzten und versprühten den Siegesgeruch. Die anderen guckten ungläubig auf die Anzeigetafel. Die Gutgelaunten waren die Oranienburger, die Enttäuschten die Stralsunder. Es hätte am Sonnabend auch andersherum sein können. „Einen Punkt hatten wir uns hier verdient“, befand Gästespieler Martin Brandt.

Am Ende lag aber der OHC ein Tor vorn und heimste im Hexenkessel von Oranienburg – 880 Zuschauer sahen das dramatische Spiel – tosenden Applaus und donnernde Paukenschläge ein. Das Team hatte es spannend gemacht. Nach einer Viertelstunde stand es 6:6 – ab hier zogen die Gastgeber an. Mit einem 7:2-Lauf preschten sie auf 13:8 und 14:9 davon. „Da führt der OHC zurecht in der Höhe“, gestand Stralsunds Coach Danny Anclais. Das variable Spiel machte den Stralsundern zu schaffen. „Aber wir haben es dann schleifen lassen, standen in der Abwehr nicht mehr so kompakt“, lautete das Urteil von OHC-Spieler Stephan Kleinert. Die Stralsunder machten den Rückstand wett (14:13). „Ich verstehe nicht, warum es wieder eng wurde“, sagte OHC-Linksaußen Linus Dömeland und erklärte: „Wir haben in der Abwehr mehr Fehler gemacht und hätten im Angriff mal den Ball runter nehmen müssen.“ Trotz des 16:13 (35.) blieben die Gäste immer im Spiel. Insbesondere die Rückraumspieler Martin Brandt (zehn Tore) und Charalampos Mallios (acht) waren nicht zu halten – Mallios traf nach blitzschnellen Einzelaktionen, Brandt aus dem Rückraum; mitunter aus gefühlten 15 Metern. „Das hat genervt“, so Stephan Kleinert, der wieder eine tadellose Partie im OHC-Innenblock spielte. „Wartest du hinten, wirft er. Gehst du zu weit raus, ist der Kreis frei“, beschrieb er das Dilemma. Der OHC legte immer wieder vor (19:17, 21:20). „Wir hatten das Spiel aber nicht unter Kontrolle. Es war jeder Stralsunder Angriff ein Tor“, kritisierte Oranienburgs Trainer Christian Pahl. So waren auch das 22:0 (Dominic Kehls 100. Saisontor!) und das 23:20 kein Ruhekissen. Fünf Minuten vor dem Ende glichen die Gäste aus (25:25). Das Spiel schien dem OHC zu entgleiten, zumal der Gast in Unterzahl nochmals traf (26:26). „In der Endphase erhielten wir unverdiente Pfiffe gegen uns“, bedauerte Martin Brand. Sein Trainer sieht das auch so, bemängelt zudem individuelle Fehler in der Schlussphase. Dass es ein OHC-Freudenfest wurde, ist dem Tor von Robert Stelzig zum 27:26 zu verdanken, der seine Topleistung krönte und die Halle zum Beben brachte. Ebenso ein Riesenspiel machte Janis Bohle, der dreimal rotwürdig gefoult worden war und dennoch 60 Minuten lang durchzog. Für ein paar Minuten schnupperte Kapitän Robin Manderscheid nach seiner Verletzungspause in die Partie. „Ich habe keine Schmerzen, werde die Belastung steigern. Angst habe ich nicht, aber der Kopf ist noch an.“ Die Oranienburger Torhüter hatten einen unterdurchschnittlichen Tag. Ivan Szabo weiß das: „Diesmal hat die Mannschaft das Spiel gewonnen, nächstes Mal sind wir es wieder.“

Von Stefan Blumberg

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