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Zusammen 100 Jahre Feuerwehr

Brandschutz in Fürstenberg Zusammen 100 Jahre Feuerwehr

Mit Siegfried Altmann und Norbert Hoffmann wurden am Freitag in Fürstenberg zwei Urgesteine der Feuerwehr geehrt. Zusammen bringen sie es auf 100 Jahre Feuerwehr. Problematisch bleibt in der Wasserstadt die Einsatzbereitschaft am Tage.

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Siegfried Altmann (Mitte vorn) und Norbert Hoffmann (3.v.r.) gehören zu den dienstältesten Brandschützern in Fürstenberg.

Quelle: Helmut Vielitz

Fürstenberg. Die Ehrung zweier Feuerwehr-Senioren gestaltete sich zum emotionalen Höhepunkt der Jahreshauptversammlung der Fürstenberger Feuerwehr. Siegfried Altmann, 60 Jahre, und Norbert Hoffmann, 40 Jahre Mitglied der Feuerwehr, machen gemeinsam die 100 voll. „Siggi, du bist gemeint“, bat Stadtbrandmeister Dirk Stolpe Siegfried Altmann nach vorn. Der konnte es kaum fassen, dass sein Name aufgerufen worden war. Von seiner Ehrung ebenso überrascht war Norbert Hoffmann. Beide erhielten aus den Händen von Kreisbrandmeister Frank Kliem das Ehrenabzeichen und neben vielen Glückwünschen gab es für jeden ein Präsent.

Zuvor hatte Ortswehrführer Sören Unger über die Personalstärke und das Einsatzgeschehen im Jahr 2015 informiert. Im vergangenen Jahr sind die Brandschützer zu 129 Einsätzen gerufen worden, davon 23 Mal zur Brandbekämpfung und zu 106 technischen Hilfeleistungen. Somit ist die Gesamtanzahl der Einsätze im Vergleich zu 2014, da waren es 81, deutlich gestiegen. Für die Stützpunktwehr kristallisiert sich seit geraumer Zeit heraus, dass technische Hilfeleistungen – insbesondere nach Verkehrsunfällen, den Einsatzschwerpunkt bilden. Zudem gab Unger einen Überblick über die Teilnahme an Dienstabenden – er selbst war an 46 von 49 Diensten beteiligt und seiner Vorbildrolle gerecht geworden. Ihm folgen Christoph Witting (45 Mal anwesend), Martina Wegener (44), Anja Bogadtke (43) und René Schmidt (41). Desweiteren gab er Informationen zum Stand der Qualifizierung der Einsatzkräfte, zu absolvierten Aus- und Weiterbildungen und weiteren Aktivitäten, mit denen die Feuerwehr traditionell das gesellschaftliche Leben in der Wasserstadt bereichert.

Stadtbrandmeister Dirk Stolpe leitete seinen kleinen Jahresrückblick mit Bildern ein, was bei allen gut ankam. Er dankte allen Feuerwehrleuten in Fürstenberg und den Ortseilen, denn sie mussten zu einer Vielzahl von Einsätzen ausrücken, die sie in hoher Qualität gemeistert hätten. Zunehmend problematisch gestalte sich laut Stolpe die Einsatzbereitschaft am Tag, die nur noch mit Mühe und Not realisiert werden könne. Wie Bürgermeister Robert Philipp unter anderem informierte, hat die Stadt Fürstenberg im letzten Jahr 340 000 Euro für die Belange der Feuerwehren ausgegeben. Somit konnten beispielsweise in Fürstenberg ein tragbares Aggregat für die hydraulischen Rettungsgeräte und ein Spreizer neu angeschafft werden. Aus dem im letzten Jahr erfolgten Einbau der digitalen Technik ergäben sich laut Kreisbrandmeister Frank Kliem höhere Ansprüche an die Ausbildung: „Übt, übt, übt, denn die neue Technik muss beherrscht werden“, forderte er die Aktiven auf. Auf Kreisebene habe man mit einem neuen Lehrgang „Digitalfunk für Führungskräfte“ reagiert.

Laut Ortswehrführer Sören Unger gehörten der Feuerwehr per 31. Dezember 2015 42 aktive Kameraden, darunter sieben Frauen an. Somit hat sich die Anzahl der Aktiven gegenüber dem Vorjahr gehalten. Zudem gibt es mit elf Kameraden (unter ihnen eine Frau) eine starke Alters- und Ehrenabteilung, aktuell 16 Mitglieder zählt die Fürstenberger Jugendwehr.

Von Helmut Vielitz

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