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„Das war so nicht zu erwarten“

Volleyball 2. Bundesliga „Das war so nicht zu erwarten“

Die Lindower Bundesliga-Volleyballer hatten zuletzt arge Besetzungssorgen und sportlich so weniger Erfolg. Mit Nicolas Marks kam ein wichtige Spieler zur Spitzenpartie gegen Tabellenführer Giesen zurück ins Teams. Die Gastgeber zeigten vor 300 Zuschauer dann eine beeindruckende Leistung und siegten überraschend deutlich mit 3:0.

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Stehenden Applaus gab es nach dem letzten Ballwechsel für die Lindower Bundesliga-Volleyballer, die Spitzenreiter TSV Giesen 3:0 bezwangen.

Quelle: Foto: Möller

2. Bundesliga.
SV Lindow-Gransee – TSV Giesen 3:0 (25:20, 28:26, 25:16). Nach 74 Minuten schauten selbst die Lindower Bundesliga-Volleyballer etwas ungläubig auf die Anzeigetafel. Mit einer beeindruckenden Teamleistung bezwangen sie Tabellenführer TSV Giesen mit 3:0. Die fast 300 Lindower Fans bedankten sich bei den Spielern für diesen tollen Auftritt mit stehendem Applaus. „Das war so nicht zu erwarten“, gab selbst Trainer Victor Eras zu und hatte beim Siegerinterview für seine Spieler noch eine kleine Überraschung parat. „Vereinschef Frank Seeger hatte vor dem Spiel die doppelte Siegprämie ausgelobt, wir haben es aber ganz vergessen, den Spielern zu sagen“, gestand er lachend. Der konnte wieder auf den verletzten Nicolas Marks zurückgreifen. „Dadurch hatten wir mehr Optionen. Nicolas hat gezeigt, warum er erste Liga gespielt hat“, erklärte er.

Giesen hatte schon das Hinspiel 0:3 verloren, wollte die Revanche

Für Giesen war es am Sonnabend erst die zweite 0:3-Niederlage in dieser Saison und auch die erste 0:3-Pleite hatte Lindow dem Tabellenführer beigebracht. Dabei war Giesen mit einem sicheren 3:0-Sieg in der Vorwoche über den Tabellenzweiten VC Mitteldeutschland angereist und auch Revanchegelüste für die Hinspielniederlage spielten eine Rolle. Lindow hatte dagegen zuletzt verletzungsbedingt aus drei Spielen nur zwei Punkte geholt, war so am Sonnabend in der Außenseiterrolle. Und Giesen begann gut, führte schnell 5:2, das Spiel schien wie erwartet zu verlaufen. Doch mit jedem Ballwechsel wurden die Aktionen der Gastgeber selbstbewusster. Die Annahme klappte, Zuspieler Ole Schwerin konnte so gut variieren und sein Hauptabnehmer, Diagonalangreifer Nicolas Marks punktete ein ums andere Mal.

Nicolas Marks (l) war vom Giesener Block kaum zu stoppen

Nicolas Marks (l.) war vom Giesener Block kaum zu stoppen.

Quelle: Roland Möller

Er zeigte dabei sein Schlagpotenzial, mal die Linie, mal diagonal, mal legte er den Ball. Der Giesener Block konnte ihn nur selten stoppen. Doch auch anderen Lindower Romulo Galiao, Niklas Rudolf, Wito Krüger und Nicolai Kracht zeigten Angriffsstärke. So war beim 13:13 alles wieder offen. Lindow blockte auch gut und holte unter dem Applaus der Fans in der Feldabwehr schwere Bälle. So ging der Satz unerwartet klar mit 25:20 an Lindow. Der Gast war geschockt, verpatzte den Auftakt in Satz zwei, lag schnell 2:8 hinten. Doch Trainer Itamar Stein brachte sein Team wieder auf Kurs. Marius Appel (Außen), Scott Siwicke (Mitte) und zeitweise Hauke Wagner (Diagonal) punkteten mit krachenden Schmetterbällen. Plötzlich lag Giesen 14:13 vorn, doch Lindow ließ sich nicht beirren, kämpfte um jeden Ball, erfolgreich. Den vierten Satzball nutzte Lindow zum 28:26-Erfolg.

Der Gastgeber ließ sich nicht beirren, spielte wie aus einem Guss

In Satz drei führte Lindow immer, spielte routiniert und selbstbewusst. Starke Aufgaben brachten den Gast in Not, einige Blocks entnervten ihn, am Ende steckte Giesen auf und verlor 16:25. Gästetrainer Stein klang nach dem Spiel etwas ratlos: „Wir haben nicht gut gespielt, auch weil Lindow immer eine Lösung fand. Dann die tolle Stimmung der Fans, da kann dann ein 0:3 passieren.“ Eras klang da etwas lockerer: „Das war eine tolle Teamleistung, wir haben mit jeder guten Aktion selbstbewusster gespielt und die Fans haben uns mal wieder fantastisch unterstützt.“

Von Roland Möller

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