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Plötzlich kippte die Partie

Volleyball: 3:2-Sieg über Bitterfeld Plötzlich kippte die Partie

Beim Volleyball reicht manchmal eine Aktion, um ein Spiel zu kippen. So ähnlich war es am Sonnabend bei der Bundesliga-Partie zwischen dem SV Lindow und dem VC Bitterfeld. Nach zwei krassen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters meckerte Heimzuspieler Maik Schmiedecke - und sah dafür die Rote Karte (ein Punkt für den Gegner). Das setzte bei den Lindowern Kampfgeist und Spielwitz frei.

2. Bundesliga: SV Lindow-Gransee - VC Bitterfeld-Wolfen 3:2 (21:25, 26:24, 17:25, 25.23, 15:7).

Beim Volleyball reicht manchmal eine Aktion, um ein Spiel zu kippen. So ähnlich war es am Sonnabend bei der Bundesliga-Partie zwischen dem SV Lindow und dem VC Bitterfeld. Nach zwei krassen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters meckerte Heimzuspieler Maik Schmiedecke, der nach seiner Verletzung seine Stammposition wieder übernommen hatte, sah dafür die Rote Karte (ein Punkt für den Gegner). Lindow lag nach Sätzen 1:2 hinten und in diesem Durchgang 7:10. Das Spiel der Gastgeber wirkte zu diesem Zeitpunkt leblos, die Gäste schienen die Partie im Griff zu haben. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft, die Körpersprache war anders, die Angst vor Fehlern war weg. Die Lindower Fans registrierten das sofort, erhöhten die Lautstärke bei den Anfeuerungsrufen. "Ein Lob an die Fans, die uns wieder toll unterstützt haben", sagte auch Trainer Victor Eras nach der Partie. Lindow schaffte schnell das 11:11 und zog davon (21:16). Zwar kamen die insgesamt stark aufspielenden Gäste noch einmal heran, verloren aber den vierten Satz 23:25. Im Tie-Break war schnell alles klar, Lindow führte 9:4 und siegte am Ende 15:7. "Ein wichtiger Sieg, zwei Punkte für uns. Man muss die Moral des Teams loben, das ja einige Rückschläge verkraften musste", so Eras. Doch er gab zu, dass er wie auch sein Co-Trainer Mirko Heine viele schwache Aktionen bei seinem Team entdeckt hat. "In der Annahme, aber auch bei einigen Angriffen, da fehlte einfach die Konzentration. Besonders schlimm ist das bei den zweiten Bällen, da herrscht plötzlich Unordnung. Da gibt es noch einiges zu tun", so Eras. Der Gästetrainer Ingo Häntschel ärgerte sich, dass sein Team ein schon fast gewonnenes Spiel aus der Hand gegeben hat. "Wir haben gut gespielt, aber Lindow hat sich in der Annahme und im Aufschlag gesteigert, während es bei uns plötzlich nicht mehr lief", so Häntschel.

Die Gäste zeigten von Beginn an ihre Stärken, eine gute Annahme, harte Aufschläge und ein variables Angriffsspiel. Zuspieler Marcin Kapusniak setzte seine Angreifer geschickt ein, sodass der Lindower Block, oft ein Einerblock, fast chancenlos war. "Das war schon richtig gut", fand auch Eras und wunderte sich doch etwas, dass am Ende sogar zwei Punkte bei seinem Team blieben.

Von Roland Möller

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