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Von der Abwehrleistung beeindruckt

Handball Von der Abwehrleistung beeindruckt

Handball-Trainer des Kreises Ostprignitz-Ruppin verfolgten die Europameisterschaft der Handballer genau und freuten sich über den unerwarteten Titelgewinn der Deutschen. Sie erhoffen sich durch den Titelgewinn einen positiven Schub für den Handball in der Region.

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Christian Will (r.) Trainer beim HC Neuruppin.

Quelle: Foto: Möller

Neuruppin. Wie Millionen andere in Deutschland verfolgten auch die Handballtrainer des Kreises Ostprignitz-Ruppin die Handball-Europameisterschaft und freuten sich über den unerwarteten Titelgewinn für Deutschland.

Rudolf Rienaß, Nachwuchstrainer und Abteilungsleiter beim SV Union Neuruppin sah die letzten drei Partien der Deutschen im Unioner Vereinsheim. „Wir waren immer um die 20 Handballbegeisterte, am Freitag waren es sogar über 30“, erzählte er. Für Rienaß bestätigte diese EM mal wieder: „Ein guter Angriff gewinnt Spiele, eine stabile Abwehr eine Meisterschaft.“ Für Rienaß kam der Titelgewinn völlig überraschend. „Diese junge Truppe wurde vom Trainer super eingestellt und hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Das Finale war dann der Höhepunkt, die Abwehrarbeit war grandios, der Torwart fantastisch. Vor dem Anpfiff haben wir Ergebnisse getippt, da hieß es 30:29 oder so, aber zur Pause hatte ja Spanien nur sechsmal getroffen, unglaublich, diese Schnelligkeit der Abwehr“, sagte Rienaß. Dies sei auch ein toller Anschauungsunterricht für seine Spielerinnen gewesen, „was man mit Athletik und einer guten Abwehr erreichen kann.“ Rienaß hofft, dass dieser EM-Titel dem Handballsport einen Schub bringt. „Ich denke da nicht nur an mehr Kinder beim Handball, da ist der Zulauf ganz in Ordnung, aber in der Öffentlichkeit findet Handball jetzt wieder mehr Beachtung, vielleicht auch bei den Sponsoren und den Zuschauern“, erklärt er.

Christian Will, Trainer beim HC Neuruppin hat das Finale zu Hause mit zwei Freunden verfolgt und glaubt auch, dass dieser Titel dem Handball einen positiven Schub geben wird. „Wir hatten es ja 2007 schon mal, da waren unsere jetzigen EM-Spieler so um die zwölf, 13 Jahre, sie haben das damals bestimmt alle verfolgt und der Titel gab ihnen sicher auch einen Schub.“ Will hat bis auf das Auftaktspiel der Deutschen alle Partien gesehen. „Das Team hat sich immer weiter gesteigert. Der Angriff war ok, aber die Abwehrleistung im Endspiel super, diese Dominanz war beeindruckend. Das Team war toll eingestellt. Man hat gesehen, Erfahrung ist nicht immer alles, mit der richtigen Einstellung kann man viel bewegen“, sagte Will. Hinzu sei ein überragender Torwart gekommen“, unglaublich, was Wolf alles pariert hat“, schwärmte Will. Er glaubt auch, es sei sicher kein Nachteil gewesen, dass Deutschland so ein junges Team hatte, „es war am Ende auch eine Kraftfrage, da waren wir überlegen, die Spanier wirkten müde“, erklärt er. Dieser Titelgewinn sei der beste Anschauungsunterricht für Abwehrreihen gewesen, „für das Umkehrspiel, wie man Tempogegenstöße unterbinden kann. Man hat gesehen, wie wichtig die Einstellung, der Wille ist“, so der HCN-Trainer. Der auch die Arbeit vom Trainer hervorhebt, „der muss mit seiner Spieltaktik, seinen Anweisungen ja im Kopf der Spieler gesteckt haben“, vermutet er. Nun müsse man diesen positiven Schwung beim Handball auch in der Region nutzen.

Sehr überraschend fand auch Thomas Brigzinsky, Trainer bei Hansa Wittstock, den Titelgewinn der Deutschen. „Der Star der Mannschaft war für mich der Trainer, was der in der kurzen Zeit geschafft hat, Hut ab. Diese junge Mannschaft hat die Ausfälle weggesteckt, hat sich immer weiter gesteigert. Der Schlüssel zum Titel war sicher diese grandiose Abwehrleistung. Der Wille, die Einstellung der Spieler waren beeindruckend. Hinzu kam dieser super Torwart“, sagte Brigzinsky. Ob es wirklich einen Aufschwung beim Handball gibt, „ich weiß es nicht, ich hoffe aber, dass einige Kinder mehr den Weg zum Handball finden. Wichtig ist die Außendarstellung, Handball ist hinter Fußball die Nummer zwei und es wird jetzt wieder mehr über unseren so schönen Sport gesprochen“, sagte der Hansa-Trainer.

Von Roland Möller

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