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170 Kilometer durch die Berge rennen

Transalpine-Run 170 Kilometer durch die Berge rennen

Der 59 Jahre alte Beelitzer (Potsdam-Mittelmark) Fußballtrainer Jürgen Dunkel ist beim Transalpine-Run über vier Länder gestartet. Am Montag kehrte er aus Kempen zurück. Samt dicken Füßen und jeder Menge faszinierenden Eindrücken

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Mit seiner Laufpartnerin Andrea Bender ist Jürgen Dunkel die Etappen gelaufen. Beide kennen sich durch die Arbeit.

Quelle: Foto: privat

Potsdam. Nach der dritten Etappe war Schluss und Jürgen Dunkel musste zwei Tage pausieren. „Ich bin beim Abstieg seitlich auf mein Knie gefallen“, erklärt er. Die restliche Strecke abwärts konnte er noch bewältigen, aber dann war es vorüber – zwei Tage Zwangspause. Jürgen Dunkel (59) nahm am Transalpine-Run quer durch die Alpen teil. Bis auf einen Streckenabschnitt umfasste jede Etappe etwa 42 Kilometer, Marathondistanz, mit wenigstens 1500 Höhenmetern, die es zu überwinden galt. Am Montagabend kam Dunkel aus München zurück.

Jürgen Dunkel beim Marsch über die Almen

Jürgen Dunkel beim Marsch über die Almen.

Quelle: privat

Die dritte Etappe sei die schwierigste gewesen, so Dunkel. „Der Abstieg ging über 1000 Meter hinunter und war unglaublich schlammig“, berichtet er. Jürgen Dunkel und seine Laufpartnerin Andrea Bender, eine ehemalige Leichtathletin, liefen im Mittelfeld. „Nach 400 Läufern wird der Weg einfach immer schlechter“, so Dunkel. „Ich bin vier, fünf Mal gestürzt, aber einmal eben richtig.“ Ein Krad brachte ihn zur nächsten Station.

Wespenstich in die Achillessehne

Damit er die sechste Etappe wieder mitlaufen konnte, wurde er von einem Shuttle zur nächsten Station gefahren. „Die Veranstalter haben alles gut organisiert“, erzählt der Fitnesstrainer. Kleinbusse fuhren das Gepäck hinterher und sammelten die Läufer ein, die sich verletzten oder nicht in der Zeitvorgabe liefen. „Es waren an der Strecke immer Sanitäter unterwegs“, lobt der Beelitzer. Sie haben ihn dann auch nach der sechsten Etappe wieder rausgeholt. Eine Wespe hatte den Extremsportler in die Achillessehne gestochen. Sein Unterschenkel schwoll daraufhin derartig an, dass die Knöchel nicht mehr zu sehen waren.

Trotz der Rückschläge ist Dunkel, der den Fußball-Kreisoberligisten Blau-Weiß Beelitz trainiert, nicht enttäuscht: „Wir waren ein gutes Team, hatten ein gutes Tempo und konnten sogar die Landschaft genießen.“ Das führte allerdings dazu, dass das Duo einmal den falschen Weg einschlug. „Das passiert , wenn man quatscht“, sagt er und lacht.

7000 Kalorien verbraucht bei acht Stunden Marsch

Besonders gefallen habe ihm seine Disziplin bei den abendlichen Pasta-Partys. Im ersten Jahr hatte er sich nicht vernünftig ernährt und bekam Magenprobleme. „Ich habe dieses Mal auch beim Mittagessen doll aufgepasst und zwischendurch mal ein Brot gegessen.“ Wegen der Schnelligkeit und Anstrengung verbrennen die Läufer bei ihren Acht-Stunden-Märschen über die Pässe etwa 7000 Kalorien. „Es fällt aber nicht so sehr auf, wie schnell man ist“, erzählt der 59-Jährige. Einmal seien sie jedoch an zwei Mittzwanziger-Männern vorbeigelaufen, die versucht haben Schritt zu halten. „Die haben nur verblüfft gefragt, wie alt wir sind“, bemerkt er.

Eine Trainingspause wird er jetzt nicht einlegen. Denn im kommenden Jahr möchte er unbedingt wieder dabei sein.

Von Lisa Neumann

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