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David Korge hat sich für Deutsche Meisterschaft qualifiziert

Trampolin David Korge hat sich für Deutsche Meisterschaft qualifiziert

Trampolinspringen wird immer populärer. Auch der 15 Jahre alte Teltower David Korge frönt diesem Hobby. Längst springt er über den Gartenzaun hinaus.

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David Korge hat schon viele Medaillen und Pokale gewonnen.

Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Teltow. Wenn der Teltower David Korge (15) seinem Hobby nachgeht, macht er im wahrsten Sinn des Wortes Luftsprünge: Er ist Trampolinspringer. Am vergangenen Wochenende hat er nun als Brandenburger bei den Berliner Einzelmeisterschaften nicht nur erfolgreich seinen Meistertitel verteidigt, sondern sich auch gleichzeitig für die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Mehrere verschiedene Sportarten hatte er als Kind ausprobiert, doch Fußball, Segeln und Tennis waren alles nicht so seins – und schließlich hatte seine Mutter ein Gartentrampolin gekauft. Schon bald stellte sie ihren Sohn im Verein vor. Bei TusLi (Turn- und Sportverein Lichterfelde) erkannte Trainer Bernd-Dieter Bernt rasch das Talent, das der Junge besaß und motivierte ihn dazu, unbedingt weiterzumachen. Viel Überzeugungsarbeit musste er dazu nicht leisten – bis heute hält der 15-Jährige seinem Verein die Treue.

Viele Urkunden im Zimmer

Bei seinem ersten Wettkampf, dem Chemnitz-Cup im Jahr 2011, belegte er einen vierten Platz – doch es sollte nicht sein letzter Wettbewerb bleiben. Rund 20 Mal war er bisher gemeldet, 24 Urkunden reihen sich in seinem Zimmer aneinander, Medaillen und Pokale sammeln sich. Sein bisher erfolgreichstes Jahr war 2016: Er wurde Berliner Einzel-, Jahrgangs- und Synchronmeister und Thüringer Meister im Mannschafts- und Einzelbewerb. Letzteres sei aber keine besondere Leistung gewesen, schränkt er ein, „denn da bin ich gegen mich alleine gesprungen.“

Wieder Berliner Meister

Zu seiner erfolgreichsten Saison hat er allerdings etwas Anlauf genommen, denn davor war drei Jahre lang ein wenig die Luft raus gewesen, hatte er gar keine Lust an Wettkämpfen und „nur aus Spaß trainiert. Durch Zufall bin ich besser geworden, habe ein paar Sprünge dazu gelernt und ein Trainer meinte, ich sollte es wieder probieren.“

Die Erfolge haben ihn motiviert: Dieses Jahr möchte der Schüler bei der deutschen Meisterschaft mitmachen, die im Juni in der Berliner Messehalle stattfindet – und gleichzeitig mit der Verteidigung seines Einzeltitels in Berlin hat er auch schon die Qualifikation dafür geschafft. Seine Chancen im Juni? „Die kann ich wirklich nicht einschätzen.“ Eine „Übung“ besteht immer aus zehn Sprüngen und dauert rund 18 Sekunden – „wenn ich sehr hoch springe“. Seine schwierigsten Sprünge – ein doppelter Vorwärtssalto gebückt mit einer halben Schraube im zweiten Salto („Fliffis b“), das gleiche gehockt („Fliffis c“), oder der Vorwärtssalto mit eineinhalb Schrauben („Rudi“) – seien zwar in Berlin schwierige Sprünge für seine Altersklasse, aber im Rest Deutschlands eher nicht. „Wir haben einfach nicht die Gelegenheit, so zu trainieren wie andere“, erzählt er. Die Probleme beginnen mit zu niedrigen Hallen – wenn David springt, muss er aufpassen, dass er nicht an der Decke anstößt – das hemmt.

Ohne Springen kann er nicht sein

„In Cottbus gibt es zum Beispiel eine Schaumstoffgrube, in die man Sprünge machen kann, ohne sich zu verletzen, das kenne ich in ganz Berlin nicht.“ Auch seien die Geräte nicht die neuesten, „da fehlt einfach das Geld.“ Seiner Leidenschaft für das Springen tut das jedoch keinen Abbruch: Rund 20 Stunden in der Woche verbringt er in der Sporthalle, etwa 14 davon trainiert er selber, den Rest widmet er sich der Nachwuchsarbeit – voriges Jahr hat der jetzige Zehntklässler den „Basisschein Trampolinturnen“ absolviert. „Ohne Springen könnte ich nicht sein“, stellt er klar. „Es fühlt sich so frei an und man ist auf sich selbst gestellt. Es ist das Beste, was mir im Leben passiert ist.“

Von Konstanze Kobel-Höller

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