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Ein Grieche in Golzow

Tochter des Klinikums Brandenburg hat Außenstelle auf dem Land Ein Grieche in Golzow

Dimitrios Sporidis arbeitet als neuer Arzt in Golzow. Der 38-Jährige ist bei der Gesundheitszentrum Brandenburg GmbH angestellt und führt die Praxis von Allgemeinmedizinerin Irmela Minuth weiter. Die 71-Jährige hatte selbst keinen Nachfolger gefunden.

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Dimitrios Sporidis ist seiner neuen Praxis.

Quelle: Jacqueline Steiner

Golzow. Dimitrios Sporidis ist neuer Arzt in Golzow. Der 38-Jährige ist dort seit Anfang Juli als angestellter Mediziner der Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH (GZB) tätig. Diese 100-prozentige Tochter des Städtischen Klinikums hatte die Allgemeinarztpraxis in Golzow von Irmela Minuth zum Jahreswechselübernommen, die jetzt mit 71 in den Ruhestand gegangen ist und selbst keinen Nachfolger gefunden hatte.

Es ist die erste GZB-Außenstelle im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Eine weitere gibt es in Bad Belzig, wo Sibel Akin-Lattner, die vorher als Stationsärztin im Brandenburger Klinikum tätig war, die ehemalige HNO-Praxis von Annegret Gottschalk weiterführt.

In Berlin geboren

„Mit Herrn Sporidis geht alles seinen normalen Gang weiter“, versichert GZB-Mitarbeiter Danny Kaudasch. Man habe zwar sieben Bewerber gehabt, aber lange nach einem geeigneten Nachfolger für diese ländliche Praxis gesucht. Die beiden Schwestern von Irmela Minuth seien übernommen worden. Der in Berlin geborene Grieche ist Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetologie. Diese Erfahrungen will er in Golzow einbringen. Seit 1. Juli habe er 439 Patienten behandelt.

Sporidis hatte vorher an verschiedenen Krankenhäusern gearbeitet. Erst in der kubanischen Hauptstadt Havanna, wo er an der Medizinischen Hochschule studierte. Dann in Berlin an der Charité und am Deutschen Herzzentrum, zuletzt am Johanniter -Krankenhaus in Stendal und Genthin.

Stamm von 1000 Patienten

Über die Solidaritätsbewegung und einen seiner Lehrer, der auf Kuba damals ein landwirtschaftliches Projekt betreute, sei er nach Havanna gekommen. „Erst wollte ich dort nur vier Semester bleiben, dann wurden zwölf daraus“, sagt er . Für die Approbation habe er die Nachprüfung in Berlin abgelegt. „Ich wollte einmal etwas anderes machen als Klinikmedizin“, sagt Sporidis. „Denn in einer Praxis hat die Beziehung zwischen Arzt und Patient eine ganz andere Qualität.“ Den Stamm von Minuth mit etwa 1000 Patienten habe er übernommen, die ihm beim Einarbeiten geholfen habe und von deren guter Vorarbeit er profitiere.

Er fühle sich aber nicht wie auf einer Insel, sondern zum Medizinischen Versorgungszentrum am Brandenburger Hauptbahnhof dazugehörig. „Durch die Vernetzung mit anderen unter dem Dach der GZB arbeitenden Praxen ist eine bessere fachärztliche Versorgung möglich“, so Kaudasch. Mit den Außenstellen, von denen weitere geplant seien, gehe es darum, den Versorgungsauftrag auf dem Land aufrechtzuerhalten. So werde auch die Nachfolge von Kathrin Meiburg, die ab 1. Oktober von Golzow in eine Brandenburger Gemeinschaftspraxis wechselte, gesichert.

Von Claudia Nack

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