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Ein Legionär kehrt zurück

Handball Ein Legionär kehrt zurück

Kreisläufer Sascha Nötzel will wieder die Handball-Männer des MBSV Belzig unterstützen

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Der gelernte Kreisspieler in einem früheren MBSV-Einsatz in der Albert-Baur-Halle.

Quelle: privat

Bad Belzig. Eigentlich wollte Sascha Nötzel wegen seines Berufes den Handball ruhen lassen. Davon bekam aber sein früherer Verein MBSV Belzig Wind und konnte ihn zu einem erneuten Engagement in der Kreis- und Kurstadt überreden, an dem auch ein ganz spezieller Faktor Mitschuld trägt.

Es war die Luft raus

Sascha Nötzel stammt aus einer im wahrsten Sinne handballverrückten Familie. Vater und Mutter spielten unter anderem beim MBSV und auch sein Bruder Christopher ist derzeit bei einem Sächsischen Verein aktiv. So erlebte er seine Handballausbildung seit dem sechsten Lebensjahr beim MBSV. Schnell erkannte man sein Talent, womit er in der 7. Klasse für ein Jahr auf die Sportschule nach Potsdam wechselte, ehe er wieder für den MBSV spielte und dort auch erfolgreich im Männerteam zum Einsatz kam. Aufgrund einer Ausbildung verlegte Sascha Nötzel seinen Wohnsitz 2010 nach Leipzig. Dort schloss er sich dem Verbandsligateam DHfK Leipzig II an. Nach weiteren Engagements bei NHV Concordia Delitzsch (Sachsenliga) sowie der Spielgemeinschaft Leipzig / Zwenkau (Verbandsliga) wollte er in diesem Jahr dem Handballsport eigentlich den Rücken kehren, da bei ihm die Luft raus war und ihn auch der Schichtbetrieb bei einem Automobil-Hersteller in Leipzig mächtig fordert.

Harry Kernke mit Überredungskünsten

Saschas Nötzels Bruder Christopher, der erst kürzlich von DHfK Leipzig zum SC Riesa wechselte, erzählte MBSV-Trainer Harry Kernke, dass sein Bruder nicht mehr spielen will. Zufällig hat der Coach Sascha Nötzel dann beim Stadtfest Ende August in Bad Belzig getroffen. „Ich meinte, dass er doch noch viel zu jung ist, um nicht mehr zu spielen und ihm dieser Sport doch viel so sehr am Herzen liegt“, erinnert sich der Trainer. So konnte er ihn wenigstens zu einem Training bei seinem alten, neuen Verein überreden. Dann sprach ihm auch noch sein alter Teamkollege und Freund Tommy Boskugel ins Gewissen und Sascha Nötzels Interesse war geweckt.

Zuschauerkulisse ist mit ausschlaggebend

Abhängig machen wollte er seine Entscheidung aber von einem Besuch eines Heimspiels des MBSV. So verfolgte er Ende September den 32:28-Sieg der Kernke-Truppe gegen den HV Luckenwalde 09, bei dem über 250 MBSV-Anhänger in der Albert-Baur-Halle ihre Mannschaft mit Trommeln nach vorne peitschten. Von dieser Zuschauerkulisse war Sascha Nötzel dermaßen begeistert, dass es um ihn geschah. „Da war für mich klar, ich will wieder für den MBSV spielen“, so der Handballer.

Kreisspieler hat schon ein Heimspiel absolviert

Nun war der gelernte Kreisläufer schon einige Male beim Training dabei. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und das Training hat echt großen Spaß gemacht. Respekt ist auf beiden Seiten vorhanden“, meint Sascha Nötzel. Coach Kernke freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm und sieht ihn als echte Verstärkung für den MBSV. „Sascha hat ja null Vorbereitung absolviert. Wenn er richtig reinkommt, kann er unser Team mit seiner Erfahrung ordentlich voranbringen“, meint der Coach und fügt an: „Er ist für mich ein Instinkthandballer. Und ich erhoffe mir auch, dass die jungen Spieler auf seiner Position viel von ihm lernen können.“

Seine Qualitäten konnte Sascha Nötzels auch schon einmal im Verbandsliga-Heimspiel gegen TSG Lübbenau 63 II unter Beweis stellen. Und künftig hofft er, sofern es seine Arbeit zulässt, auf viele weitere Einsätze im Trikot des MBSV.

Von Jörgen Heller

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