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Ein Vize-Weltmeister zu Besuch

Tischtennis Ein Vize-Weltmeister zu Besuch

Manfred Kuhles Freund Andrzej Truszczynski verweilt für einen Tag in Fläming und misst sich mit Spielern aus der Region

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Der Schweizer Meister und Kuhle entschieden das vereinbarte Doppelmatch ganz knapp zu ihren Gunsten.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Ein Tischtennis-Vize-Weltmeister verweilte kürzlich im Fläming. Eingeladen von Manfred Kuhle zeigte der aus Polen stammende und in der Schweiz lebende Andrzej Truszczynski einigen Tischtennisspielern in der Spielstätte des TSV Wiesenburg sein Können und wurde dabei auch gleich herausgefordert. Der Schweizer Tischtennis-Meister fühlte sich hier jedenfalls pudelwohl und verspricht wieder zu kommen.

Kuhle coacht WM-Doppel

Kennen gelernt hat Manfred Kuhle den heutigen Eidgenossen bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren in Neuseeland. „Kurz vor der WM lernte ich Andrzej bei einer Rundreise durch Neuseeland kennen und wir waren sofort auf einer Wellenlänge“, erinnert sich der Wiesenburger. Und nachdem Kuhle selbst die WM in der Altersklasse Ü 70 bestritt, schlüpfte er auf Anfrage in die Rolle des Coaches und Beobachters für Truszczynski und seinen polnischen Doppelpartner, die in der AK Ü 40 antraten. „Meine Aufgabe war es zum Beispiel in Auckland, die kommenden Gegner des Duos zu beobachten“, meinte Kuhle. So trug er ein wenig zum Vize-Titelgewinn bei.

Truszczynski macht im Fläming halt

Wiedergesehen haben sich beide ein Jahr später bei der EM 2015 in Finnland. Und nach weiteren Telefonaten vertiefte sich die Freundschaft, so dass ein Zusammentreffen in den heimatlichen Gefilden beider Tischtennisspieler immer näher rückte und nun Anfang des Jahres Realität wurde. „Auf dem Rückweg von seinen Eltern in Gdansk machte Andrzej mit seinem Sohn Sebastian bei uns im Fläming Halt“, sagte Kuhle. Beide lotste er ins Waldhotel „Alte Hölle“ in Reetzerhütten. Inhaberin Grazyna Schmitz-Bienek ist selbst Polin und freute sich auf den Besuch eines Landsmannes, der dort mit seinem Sohn nächtigte. „Ich war sehr angetan, wie herzlich wir hier aufgenommen wurden“, meinte Truszczynski.

Der Schweizer zeigt sein Können

Im Vorfeld organisierte Kuhle einen sportlichen Vergleich am Abend in der Spielstätte der Tischtennisabteilung des TSV Wiesenburg im Borner Weg mit starken Spielern aus der Region. Truszczynski, Schweizer Meister mehrerer Altersklassen vom TTC Thun, und Kuhle maßen sich mit Gregor Seiler, Spitzenspieler der SG Rot-Weiß Ziesar aus der 2. Landesklasse West, und Sebastian Franz von der Belziger SG Einheit, der in der 2. Landesklasse Mitte aktiv ist. Die Herausforderer überraschten Truszczynski und Kuhle mit starkem Tischtennis und in dem Match über vier Gewinnsätze standen sie mit ihrer 3:0-Satzführung dem Gewinn sehr nahe. Danach stellten sich beide WM-Teilnehmer aber immer mehr auf das Spiel von Seiler und Franz ein und konnten auf 3:3 ausgleichen. Den Entscheidungssatz entschieden Kuhle und sein polnischer Freund dann ganz knapp mit 11:9 zu ihren Gunsten und konnten somit ihren Sieg bejubeln. „Die beiden haben uns ganz schön gefordert“, fand Truszczynski. Im gleichen Atemzug würdigte Kuhle die Spielweise seines Partners: „Andrzej spielt wirklich Tischtennis von einem anderen Stern.“ Und nachdem Truszczynski sein Können noch in einigen Ballwechseln mit TSV-Mitgliedern unter Beweis stellte, ging ein unvergesslicher Trainingstag beim TSV zu Ende.

Andrzej Truszczynski und Manfred Kuhle (Mitte) mit Fläminger Tischtennisspielern

Andrzej Truszczynski und Manfred Kuhle (Mitte) mit Fläminger Tischtennisspielern

Quelle: Dirk Fröhlich

Kurz vor der Verabschiedung am nächsten Tag meinte der Eidgenosse noch: „Das war hier eine tolle Erfahrung für mich und wenn es wärmer ist, werde ich ganz sicher wieder in den Fläming kommen.“

Zuerst werden sich Truszczynski und Kuhle aber bei der WM im spanischen Alicante am 22. Mai wiedersehen. Dort will der routinierte Wiesenburger Tischtennisspieler neben seiner eigenen Teilnahme wieder Truszczynski und seinem neuen österreichischen Doppelpartner als Coach und Beobachter zur Seite stehen.

Von Jörgen Heller

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