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Mit Willenskraft zum Überraschungscoup

Volleyball Mit Willenskraft zum Überraschungscoup

Belziger Volleyballer besiegen am Landesklassen-Heimspieltag sowohl Waldstadt III als auch die favorisierten Michendorfer

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Die Belziger spielten in beiden Matches überzeugend auf. Mittelblocker Maximilian Gutt (re.) war dabei besonders engagiert.

Quelle: Dirk Fröhlich

Brück. Mit einem großen Kader, wie schon lang nicht mehr, baten die Volleyballer der Belziger SG Einheit auf dem Parkett der Turnhalle der Brücker Grundschule zwei gegnerische Mannschaften zum Heimspieltag. Während der 3:1-Sieg gegen den ersten Kontrahenten, VC Potsdam-Waldstadt III, einkalkuliert wurde, ging es im zweiten Match gegen den bis dato Spitzenreiter, VV Michendorf, ans Eingemachte. Hier tat sich ein Einheit-Spieler besonders hervor, der bei seinem letzten Saisonauftritt für die Belziger großen Anteil am überraschenden 3:2-Sieg gegen die starken Michendorfer hatte.

Erstes Match als Aufgalopp

Die Belziger Männer mussten für ihren zweiten Heimauftritt der Saison aufgrund einer Vermietung der Albert-Baur-Halle in die kleinere Brücker Spielstätte umziehen und traten mit ungewohnt vielen Spielern an. „In einer so großen Besetzung haben wir schon seit vielen Jahren nicht mehr gespielt“, stellte Einheit-Libero Steffen Wieland fest. Im ersten Match des Tages zwischen Potsdam-Waldstadt III und Michendorf konnte sich Belzig sich erst einmal ein Bild von seinen Gegnern machen. Wie erwartet setzten sich die Michendorfer mit 3:1 durch. Unterstützt von 20 Heimzuschauern ging es dann gegen die jungen Waldstädter, die mit nur sechs Akteuren in den Fläming reisten. „Hier kamen unsere Neuen und die Spieler, die nicht so oft zum Zuge kommen, zum Einsatz und konnten Erfahrung sammeln“, meinte SG-Angreifer Marcus Borchardt. Das klappte sehr gut. Satz eins gewann der Gastgeber deutlich mit 25:15. Auch Durchgang zwei stellte mit 25:20 keine große Hürde dar. Weil es so gut lief, dachte man, auch Satz drei wird eine locker Nummer. Viele kleine Nachlässigkeiten machten aber den Gegner stark, der nun mit 25:19 gewann. Danach fuhr die SG Einheit aber die Konzentration wieder hoch, entschied Satz vier mit 25:20 für sich und verbuchte das erste Match als siegreich.

Hohes Niveau im Match gegen den Spitzenreiter

Nach einer halben Stunde Pause stand für die Hausherren die echte Bewährungsprobe auf dem Plan. Hier setzten sie dann auch auf ihre Stammtruppe. So kamen Angreifer Raphael Kukla und auch Mittelblocker Maximilian Gutt hinzu. Letzterer stand für sein Team zum letzten Mal in dieser Saison am Netz, da er ein halbes Jahr in Neuseeland verbringen wird. Dementsprechend motiviert war er gegen die Michendorfer. Mit denen lieferten sich die Fläminger ein Match auf einem für Landesklassen-Verhältnisse sehr hohem Niveau. In Satz eins kam es zu sehr langen Ballwechseln, da beide Teams sehenswerte Feldabwehr leisteten. Michendorf führte lange mit ein bis zwei Punkten. Dann kämpften sich die Belziger heran. Zwei Satzbälle ließen sie ungenutzt und letztlich gewann der VV ganz knapp mit 29:27. Satz zwei ging mit 25:20 deutlicher an den Gast, der mit guten Blöcken und seinen Diagonalangriffen öfter punktete. Für den dritten Durchgang änderte die SG Einheit ihre Taktik und das funktionierte. Viele VV-Angriffe konnten besser abgeblockt werden und diese Runde ging mit 25:16 klar an die Belziger. Nachdem sie auch in Durchgang vier mit 25:19 die Oberhand behielten, stand es nach Sätzen 2:2 und es ging in den Tiebreak. Mittelblocker Gutt appellierte nun an seine Mannschaft, dass er sich wünsche, sein letztes Match für die SG Einheit mit einem Sieg zu beenden. So gingen er und seine Mitspieler mit großem Kampfeswillen in den Entscheidungssatz. Die Führung übernahmen aber die Michendorfer und das zwischenzeitliche 8:4 sah schon wie eine kleine Vorentscheidung aus. Belzig gab sich aber nicht auf und konnte leicht auf 6:9 verkürzen. Dann trat gut Gutt an und mit seinen starken Aufschlägen setzte er den Gegner gehörig unter Druck, so dass sein Team sechs Punkte in Folge holte und mit 12:10 die Führung übernahm. Die gab Belzig nicht mehr her und nach dem viel umjubelten 15:12 hatten sie Michendorf in der Tasche. „Dank unserer Willenskraft erlebten wir ein versöhnliches Ende“, meinte Wieland nach dem Überraschungssieg.

Von Jörgen Heller

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