Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
Mut, Schweiß und Adrenalin

Radsport Mut, Schweiß und Adrenalin

Die Mountainbiker Michael Rudolph und Oliver Tietz vom Verein für Jugendarbeit Treuenbrietzener Krähenbergnehmen am 2. Glemmride in Österreich teil, einem Bike-Festival mit 7000 Besuchern. Selbst starten sie bei einem Downhill-Rennen mit zirka 300 Teilnehmern und fahren für Flachländler recht flotte Zeiten ein.

Voriger Artikel
Ein Stelldichein der Friedensfahrt-Legenden
Nächster Artikel
Talent Leandra Lorenz bei der U18-EM dabei

Michael Rudolph (li.) und Oliver Tietz im Zielbereich.

Quelle: Privat

Saalbach. Zwei Freerider des Vereins für Jugendarbeit Treuenbrietzener Krähenberg nahmen am Wochenende einen mächtigen Ritt auf sich, um das erste Mal beim „GlemmRide“ im österreichischen Saalbach dabei zu sein. Bei dem riesigen Mountainbike-Festival mit zirka 7000 Besuchern starteten Michael Rudolph und Oliver Tietz beim Downhill, absolvierten die Rennen unversehrt und waren im Ziel voller Adrenalin. Einerseits aufgrund der anspruchsvollen Abfahrt und andererseits wegen der Gänsehaut-Atmosphäre bei der Zieleinfahrt.

Notwendiges Training

Um nicht völlig unvorbereitet bei dem Rennen mit Mountainbikern aus neun Nationen zu starten, trainierten der Jugendwart des Sabinchenstädter Vereins, Rudolph, und Vereinskollege Tietz eine Woche zuvor auf einer Downhill-Strecke in Sölden ebenfalls in Österreich, einem riesigen Areal, in dem im Winter zigtausende Skifahrer und Snowboarder talab fahren. „Das war wichtig, da man sich als Flachländer auf viel kürzeren Strecken schlecht auf so ein Rennen im Hochgebirge vorbereiten kann“, meinte Rudolph.

Fahren im Wintersportareal

In Saalbach-Hinterglemm, ebenfalls ein riesiges Wintersportgebiet in der Alpenrepublik, wartete schließlich auf die beiden Treuenbrietzener sowie auf das hochkarätig besetzte Teilnehmerfeld mit 300 Freeridern, darunter auch der amtierende 4Cross-Weltmeister, eine sehr anspruchsvolle 2,4 Kilometer lange Strecke, auf der es 428 Meter hinunter ins Tal ging.

Protektoren sind Pflicht

Zum Glück fuhren die beiden Fläminger am Freitagmorgen rechtzeitig los, da auf sie eine neunstündige Anfahrt in die Alpen wartete. „Am Abend hatten wir dann zum Glück noch Zeit für eine Streckenbegehung“, so Rudolph. Die Besichtigung war notwendig, schließlich stand am Samstagmorgen ein Pflichttraining an. „Es wurde strengstens kontrolliert, ob alle Fahrer Protektoren für Kopf, Wirbelsäule und Gelenke besitzen“, sagte Rudolph und fügte an: „Bei 35 Grad Celsius war das nicht grad angenehm,“ Als der Treuenbrietzener Mountainbiker dann aber seine Streckeneindrücke schildert, wird klar, warum so viel Schutz notwendig ist: „Es gab viele Steilkurven, sehr schnelle Passagen mit mehreren kleinen Sprüngen. Schlüsselstelle war ein großes Steingeröllfeld mit 40 Grad Gefälle. Da war an ein Herunterlaufen nicht zu denken.“

Beide können sich verbessern

Gegen Mittag wurde es für beide Sabinchenstädter dann beim Wertungslauf ernst. Tietz belegte nach 4:14:249 min Platz 93. Und Rudolph fuhr nach 4:24:563 min auf Rang 98 ein. Beim zweiten Wertungslauf am Sonntag verbesserte sich Tietz um zwei Plätze (4:15:025), Rudolph sogar um fünf Ränge (4:21:636). Sieger am Samstag wurde ein Österreicher, der 3:25:705 min benötigte. Und am Sonntag gewann ein Spanier (3:29:183). „Der Zieleinlauf war beide Male phänomenal. Man war zwar wegen der Konzentration und der Hitze klitschnass. Die Stimmung war aber gigantisch“, erinnert sich Rudolph.

Im nächsten Jahr wieder dabei

Als die Treuenbrietzener am späten Sonntagabend total k. o. in den Fläming zurück kehrten, waren sich beide bereits einig, dass sie im nächsten Jahr wieder beim „GlemmRide“ dabei sein wollen. „Man weiß jetzt, wo man steht. Die fehlende Fahrpraxis wollen wir bis dahin versuchen, aufzuholen“, meinte Rudolph zuversichtlich.

Von Jörgen Heller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.