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Titelverteidiger ist dem Druck gewachsen

Judo Titelverteidiger ist dem Druck gewachsen

Judo-Routinier Michael Traus vom JCBB 93 erkämpft bei den 12. Deutschen Meisterschaften für Ü30-Judoka im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen sensationell seinen zweiten deutschen Meistertitel in Folge. Dabei traf er in seinem Kampf auf einen alten Bekannten.

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Der stolze Deutsche Meister mit der Sieger-Trophäe nach seinem Coup.

Quelle: Privat

Berlin. Obwohl Michael Traus im Vorfeld der 12. Deutschen Meisterschaften für Ü30-Judoka im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen seine Erwartungen herunter schraubte und beim Turnier einfach nur Spaß an seinem Sport haben wollte, ging dem Starter des Judoclubs Bad Belzig 93 als Titelverteidiger vor seinem Kampf doch mächtig die Düse. Letztlich hielt er am Samstag dem Druck aber stand und konnte sensationell seinen zweiten Deutschen Meistertitel in Folge bejubeln.

Drei JCBB-Kämpfer bei 12. Ü 30-DM dabei

Insgesamt 437 Judoka aus 18 Landesverbänden kämpften in Berlin-Hohenschönhausen auf vier Matten um vordere DM-Platzierungen. Unter den Teilnehmern waren viele ehemalige, sehr erfolgreiche Judoka, die zum Teil auch heute noch in verschieden Ligen aktiv sind. Dementsprechend schwer hatten es die drei angetretenen Bad Belziger Starter Michael Traus, Dirk Gröber und Jochen Möller, sich in ihren Kämpfen behaupten zu können.

Traus kennt Gegner aus dem Vorjahr

Michael Traus startete in der Altersklasse M 7 (60 bis 64 Jahre) in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm. Drei Kämpfer wurden in dieser schwer zu besetzenden Klasse einen Tag zuvor eingewogen und der Bad Belziger freute sich, wenigstens zwei Kampfpartner gefunden zu haben. Unglücklicherweise ging am Wettkampftag aber nur ein Gegner auf die Matte. Und somit ging es für Michael Traus gegen einen Oberbayern gleich um alles, und der war auch noch ein alter Bekannter. Robert Preissler vom TV Kaufbeuren 1858 Judo stand dem Kreis- und Kurstädter bereits im vergangenem Jahr im Finalkampf gegenüber. „Unglaublich, wie aufgeregt so ein Routinier wie Micha vor einem Kampf noch sein kann“, beobachtete Diana Grund vom JCBB, die zusammen mit den Trainern Dirk Gröber und Christian Zwank sowie weiteren Vereinsmitgliedern und Freunden einen sichtlich nervösen Kämpfer aus den eigenen Reihen erlebten. „Als Titelverteidiger war das doch nicht so einfach, wie vorher erhofft“, beschrieb Michael Traus seinen Gemütszustand vor dem Kampf um den DM-Titel.

Belziger entscheidet Kampf in den letzten Sekunden

Dann ging es zur Sache. Beide Kämpfer waren hoch motiviert und schenkten sich nichts. Gekämpft wurde über die volle Distanz von drei Minuten. Wenige Sekunden vor Kampfende stand noch kein Sieger fest. Dann ergriff Michael Traus die Initiative und brachte seinen Gegner mit einem „Tai Otoshi“ (Körperseitwurf) zur Strecke. „Obwohl noch keine Wertung vorlag, vernahm ich Riesenjubel aus meinem Fanlager“, erinnert er sich. Dann war es gewiss. Michael Traus gewann mit einer Yuko-Wertung und sichtlich stolz verließ der neue Deutsche Meister die Tatami. „Da fiel eine Zentnerschwere Lust von mir ab“, meinte der Sieger. Dementsprechend groß war der Jubel unter seinen zahlreichen Fans. „Nicht nur wir, auch viele andere befreundete Kämpfer von Vereinen aus Jüterbog, Potsdam, Wittenberg und Berlin gratulierten ihm nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung herzlich“, sagte Diana Grund.

Jochen Möller und Dirk Gröber erwischen gut besetzte Gruppen

Seine Vereinskollegen Jochen Möller (M 4 / bis 90 kg) und Dirk Gröber (M 3 / über 100 kg) mussten sehr lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Jochen Möller hatte eine gut besetzte Gruppe von elf Judoka erwischt. Als Quereinsteiger nutzte er die Chance, bei einem großen Turnier mal wieder auf der Matte zu stehen. Chancen rechnete er sich nicht aus, da viele seiner Gegner deutlich länger als er den Judosport betreiben. In seinem einzigen Kampf gegen einen Judoka aus Ludwigsburg musste er sich geschlagen geben. Dirk Gröber hatte acht Gegner in seiner Gruppe. Seinen ersten Kampf gegen einen Judoka aus Herford verlor er und auch in seinem zweiten Kampf gegen einen Starter aus Harpersdorf blieb er ohne Punkte.

Von Diana Grund

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