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Werder verliert das Derby in Oranienburg

Handball, Grün-Weiß Werder Werder verliert das Derby in Oranienburg

Aufsteiger Grün-Weiß Werder hielt im Derby beim Oranienburger HC lange gut mit, brach dann aber ein und kassierte eine deutliche Niederlage in der 3. Handball-Liga.

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Der Oranienburger Dominic Kehl setzt sich gegen die Werderaner Abwehr mit Moritz Bruck (r.) durch.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Oranienburg. Am Ende konnten einem die Werderaner Spieler schon leid tun. Fast eine dreiviertel Stunde lang haben sie aufopferungsvoll gekämpft und sich gegen die Niederlage gewehrt. Dann brach es über sie herein. Nils Müller, der beste Oranienburger in diesem Brandenburg-Derby, leitete mit seinem Tor zum 17:16 einen wahren Sturmlauf der Gastgeber ein. Innerhalb von 19 Minuten legte der OHC einen 13:1-Lauf zum 29:17-Zwischenstand hin. Der Aufsteiger konnte den Tempogegenstößen der Hausherren vor 925 Zuschauern nur noch zusehen und unterlag in der 3. Handball-Liga mit 18:29 (13:11).

Für Werder war mehr drin

„So leicht, wie es womöglich aussah, war es nicht“, sagte Nils Müller, der mit neun Toren glänzte. „In der zweiten Halbzeit haben wir viel mehr Emotionen gezeigt. Ich möchte so ein ViP-Spiel nicht verlieren“, so der Rechtsaußen.

Weitaus mehr auf der Höhe schien in der ersten Hälfte Aufsteiger Werder. Er agierte leichtfüßig in der Abwehr und kaufte damit dem OHC-Rückraum den Schneid ab. Im Angriff fehlte den Gästen zwar die Wurfgewalt, sie besaßen aber mit Robin Huntz, Moritz Bruck und Dominik Nehls quirlige Spieler im Rückraum, die immer wieder Lücken in der Oranienburger Deckung fanden. Somit gestaltete sich das Spiel offen. Der Außenseiter ging mehrfach in Front (5:4, 8:6 und zur Pause 13:11). „Ich würde nicht mal sagen, dass wir am Limit gespielt haben. Da aus dem Oranienburger Positionsangriff nichts kam, war die Führung auch in Ordnung“, fand Moritz Bruck, der erst im Sommer von Oranienburg nach Werder gewechselt war. Er ärgerte sich umso mehr, da die Partie eine jähe Wendung nahm. „Denn hier war mehr drin.“ Auch wenn sein Mitspieler Florian Schugardt nach einem Foul an Robin Manderscheid schon früh Rot gesehen hatte (23.).

Oranienburg steigert sich in der zweiten Hälfte

Einig waren sich die Oranienburger darin, dass sie im ersten Abschnitt zu unbeweglich auftraten, „nicht emotional genug“, wie Kapitän Robin Manderscheid befand. Trainer Christian Pahl konnte das gar nicht verstehen, weil er sein Team präzise vorbereitet hatte. „Aber wir haben uns dann gesteigert. Insbesondere in der Abwehr. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, so Pahl und Manderscheid unisono. Das sah auch Werders Coach Silvio Krause so: „Wir haben dadurch nicht mehr so zielstrebig agieren können. Wir machten leichte Fehler, die bestraft wurden.“ Gnadenlos zeigten sich in diesen Situationen insbesondere die beiden Außen Dennis Schmöker und Nils Müller. Beide trafen je neunmal.

Von Stefan Blumberg

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