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Konditionswunder Baraou mit Dauerfeuer für Motor Babelsberg

1. Bundesliga, Boxen Konditionswunder Baraou mit Dauerfeuer für Motor Babelsberg

Der 20-Jährige ist zweifacher deutscher Meister und trifft am Sonnabend (18 Uhr) in der 1. Bundesliga mit Motor Babelsberg auf seinen ehemaligen Verein BSK Seelze. Der geschmeidige Boxer trainiert derzeit in Berlin und gilt als Kandidat für die Olympischen Spiele 2016. Auf einen weiteren Leistungsträger muss Motor Babelsberg allerdings verzichten.

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Abass Baraou (l.) wiederholte bei den nationalen Titelkämpfen seinen Finalerfolg von 2014 gegen Slawa Kerber (Lohne).

Quelle: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Er ist ein Rohdiamant und trotzdem schon erfolgreich. In deutschen Boxringen mischt Abass Baraou die Konkurrenz auf. Zwei deutsche Meistertitel sammelte der 20-Jährige bereits. Jetzt will der Fighter, der zum Olympiakader gehört und pro Woche zehnmal im Bundesleistungsstützpunkt in Berlin in das Ringgeviert steigt, mit Motor Babelsberg den Titel in der 1. Bundesliga. Die erste Kostprobe seines Könnens wird der Mann mit Eltern aus Togo im heimischen Ring am Sonnabend liefern. Motor empfängt um 18 Uhr im neuen Domizil, dem Autohaus ASL Lichtblau in der Pappelallee, den BSK Seelze zum Rückkampf. Das erste Duell vor drei Wochen in Niedersachsen hatten die Babelsberger mit 12:9 für sich entschieden. Parallel behauptete sich Meister Nordhäuser SV beim 1. BC BigBoard Prag mit 11:10.

„In Berlin finde ich die besten Bedingungen vor, um meinen Traum von Rio zu verwirklichen“, sagt der vielgereiste Baraou. In Aalen geboren, wuchs er in Togo auf. Nach der Rückkehr schlug die Familie die Zelte in Oberhausen auf. Die Mutter verdient ihre Brötchen als Sekretärin, der Vater als Kraftfahrer in England. Der Boxer im Limit bis 69 kg gilt als Konditionswunder, der zwischen den Seilen ein Dauerfeuer abbrennt. Wo die Gegner in der 3. Runde schon mal innehalten, dreht der geschmeidige Baraou noch mal auf. An seinen Schwächen arbeitet er unermüdlich. „Ich habe in der Technik und Taktik noch Reserven“, sagt der Zwölftklässler, der im Dezember sein Fachabitur erwerben möchte.

Kapitän Atdhe Gashi pausiert

Bis auf Atdhe Gashi schickt Motor-Trainer Ralph Mantau die stärkste Staffel auf die Kampfbretter. Der Kapitän wird nach einer fiebrigen Grippe noch geschont. Damit fällt die Revanche von der deutschen Meisterschaft im September in Straubing gegen Artur Brill aus. Titelverteidiger Gashi hatte das Finale gegen den unsauber boxenden Brill verloren. Damit hat der Babelsberger einen großen Konkurrenten im Rennen um einen Olympiaplatz. „Ich bin der bessere Boxer und hoffe, es noch zu beweisen“, sagt Gashi.

16 Faustkämpfer stehen bei Motor unter Vertrag, sieben treten jeweils an. Die Reservisten bestürmen Mantau mitunter anzutreten. Wie Zdenek Chladek, der fleißig mailt und gegenüber Mantau seine Fitness preist. Dem tschechischen Verband erteilte Chladek eine Absage, für Prag die Fäustlinge überzustreifen. Der WM-Fünfte will es weiterhin für die Babelsberger wissen. Da ist er derzeit ohne Chance. Im Vorjahr verlor der Blondschopf zweimal gegen Seelze. Der Gegner war Abass Baraou.

Von Detlef Braune

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