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Deutsch ist der Ruhepol des VfL Potsdam

Handball, 3. Liga Deutsch ist der Ruhepol des VfL Potsdam

Der linke Rückraumspieler brachte den Adlern mit seinem Wechsel von Zweitligaaufsteiger HF Springe – wo er Kapitän war – jede Menge Erfahrung und strahlt eine unbeirrbare Ruhe aus. Diese will er irgendwann als Trainer weitergeben. Doch zunächst wartet am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) gegen den Aufstiegsfavoriten Dessau-Rosslauer HV.

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VfL-Akteur Daniel Deutsch überspringt die Abwehr. Stephan Mellack (r., kleines Bild) und André Langen präsentieren ihre Trikots für die Versteigerung

Quelle: Benjamin Feller

Potsdam. Wenn seine Mitspieler über Daniel Deutsch reden, fallen immer wieder die Worte „Ruhe“ und „Erfahrung“. Der 33-Jährige, der vor der Saison von den HF Springe zum VfL Potsdam wechselte, ist mit Abstand der älteste Spieler im Kader des Handball-Drittligisten. Dadurch hat er schon aus Altersgründen eine etwas andere Rolle als die meisten seiner Mitspieler. „Hier und da sage ich vielleicht schon mal einen Satz mehr. Aber ich versuche nur etwas zu sagen, wenn ich denke, dass es der Mannschaft hilft und nicht nur, um irgendwas gesagt zu haben“, erzählt Deutsch.

Vor dem Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten Dessau-Rosslauer HV am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) gibt es genug Redebedarf. Nach starkem Saisonstart haben die Adler drei Spiele in Serie verloren. Angefangen hat es mit der bitteren Derby-Pleite beim Oranienburger HC (26:27), nachdem Potsdam mehrmals mit vier Toren führte. „Das war so nicht eingeplant, das hat man in der ganzen Trainingswoche so richtig gemerkt“, sagt Deutsch. Unter diesem Eindruck gab es eine herbe Heimschlappe gegen die SG Flensburg-Handewitt II (30:39) und eine Niederlage beim Tabellenführer SC Magdeburg II (31:36). „Wichtig ist, dass wir nach den drei Niederlagen den Kopf oben halten. Diese mentale Sache ist extrem wichtig. Wir müssen daran glauben, dass wir zu Hause jedes Team schlagen können. Und davon bin ich überzeugt“, sagt der Sportwissenschaftsstudent.

Langen und Mellack versteigern Trikot für guten Zweck

Stephan Mellack und André Langen, bei ihren ehemaligen Vereinen VfL Potsdam und Dessau-Rosslauer HV jeweils lange Jahre aktiv, versteigern vor der Partie am Freitag in der 3. Liga (19.30 Uhr, MBS-Arena) ihre Trikots.

Zunächst können Fans auf den Facebook-Seiten der beiden Vereine bis Donnerstag (20 Uhr) ihre Gebote abgeben. Das höchste ist dann das Startgebot für die Versteigerung in der Halbzeitpause des Spiels.

Der Auktions-Erlös geht jeweils zur Hälfte an die beiden Vereine, die diesen dann für einen guten Zweck weiterreichen.

Sein Studienwissen und seine Erfahrung will er später auch als Trainer weitergeben, die B-Lizenz hat er bereits. Bei seinem Ex-Verein sollte er schon die zweite Mannschaft trainieren, dafür aber nur noch als Standby-Profi spielen. „Dafür habe ich mich zu fit gefühlt und zu viel Bock gehabt, noch richtig Handball zu spielen“, erklärt der linke Rückraumspieler seinen Wechsel von Zweitliga-Aufsteiger Springe, wo er Kapitän war, nach Potsdam.

Dort wohnt er mit VfL-Kapitän Jan Piske in einer Wohngemeinschaft. Beide haben Zweitligaerfahrung, Deutsch spielte sechs Jahre für Hannover-Burgdorf. Seine eigene Leistung sieht er bislang als „durchwachsen“, er ist sich selbst fast schon zu ruhig: „Ich sollte manchmal über meinen Schatten springen, weil es schon wichtig ist, dass man auch positive Emotionen zeigt.“

Von Stephan Henke

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