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Daniela Schultze landet Überraschungs-EM-Sieg

Rudern Daniela Schultze landet Überraschungs-EM-Sieg

Die Potsdamerin Daniela Schultze hat bei der Ruder-Europameisterschaft Gold im Doppelvierer gewonnen. Die Athletin des RC Potsdam setzte sich mit ihren Teamkolleginnen völlig überraschend im Finallauf im tschechischen Racice durch. Dabei wäre der Medaillentraum des deutschen Bootes kurz vor dem großen Triumph fast geplatzt.

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Daniela Schultze, Charlotte Reinhardt, Frauke Hundeling und Frieda Hämerling (v.r.) gewannen überraschend die Goldmedaille bei der EM.

Quelle: imago

Potsdam. Noch vor der 500-Meter-Marke wäre der Medaillentraum von Daniela Schultze fast geplatzt. Ihren Teamkolleginnen unterlief am Anfang des Rennens auf der Backbord-Seite ein kleiner Fehler, „da hält man schon mal kurz die Luft an. Da kann ein Team auch auseinanderfallen oder panisch werden, aber die Mädels haben das super gelöst“, sagt die Ruderin des Ruder-Clubs Potsdam über den Finallauf der EM in Racice (Tschechien). Und wie sie es gelöst haben: Am Ende fuhr ihr Boot völlig überraschend als erstes ins Ziel und wurde Europameister.

Eine Leistung, die so nicht zu erwarten war. „Der Vorlauf lief ja nicht ganz so rund, da haben wir erstmal einen vor die Nase gekriegt“, erzählt die 26-Jährige über Platz drei im ersten Rennen. Im Hoffnungslauf lief es schon besser, so dass sie sich für das Finale qualifizierten. „Wir haben uns im Rennen eigentlich nur auf die Briten konzentriert, weil das das vermeintlich stärkste Boot war“, erzählt die Polizeimeisteranwärterin. „Ich habe mir das Rennen im Nachhinein noch einmal angeschaut. An jeder Marke, ob 500 oder 1000 Meter, waren wir vorne. Im Rennen hatte ich das gar nicht so gemerkt. Nach 1300 Metern habe ich dann rübergeschaut und gesehen, dass wir in Führung liegen. Ich habe den Mädels angesagt, dass alle fokussiert bleiben sollen“, erzählt Schultze, die im Boot mit Charlotte Reinhardt (23 Jahre, Dorsten), Frauke Hundeling (21, Hannover) und Frieda Hämmerling (20, Kiel) die erfahrenste Ruderin ist.

Das Siegerboot wurde neu zusammengestellt

Am Ende verwiesen sie nach 6:24,08 Minuten die Niederlande und Großbritannien deutlich auf die Plätze. „Mit dem Podest hatten wir vielleicht geliebäugelt. Dass es für ganz vorne gereicht hat, war schon genial. Das war ein gutes Rennen, aber auch noch mit Luft nach oben“, sagte Daniela Schultze. „Wir haben von einer Medaille geträumt. Ich kann noch gar nicht glauben, dass wir Gold geholt haben. Wir haben gefühlt, dass wir uns gegenseitig vertrauen können. Als die anderen attackiert haben, waren wir in der Lage, dagegenzuhalten“, sagte Charlotte Reinhardt.

Der Erfolg ist umso überraschender, da das Boot neu zusammengestellt wurde und in dieser Besetzung erst 300 Kilometer gefahren ist. Daniela Schultze stieg erst Ende 2016 nach Beratung mit ihrem Trainer Axel Müller vom Riemen-Rudern wieder auf das Skullen um – „dass das gleich so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht“.

Von Stephan Henke

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