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Daniela Schultze startet bei der Ruder-WM

Rudern, RC Potsdam Daniela Schultze startet bei der Ruder-WM

Am Wochenende werden in Sarasota/USA die Ruder-Weltmeisterschaften eröffnet. Daniela Schultze vom Ruder-Club Potsdam sitzt im deutschen Doppelvierer.

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Daniela Schultze wurde in diesem Jahr Europameisterin.

Quelle: Wolfgang Lux

Potsdam. „Irma“ hat alles ein bisschen durcheinander gewirbelt. Der Hurrikan hat die Aufbauarbeiten für die Ruder-Weltmeisterschaften in Sarasota im US-Bundesstaat Florida erschwert. Aber ab Sonntag werden im Nathan Benderson Park die WM-Rennen beginnen. Mit dabei ist Daniela Schultze vom Ruder-Club Potsdam.

„Natürlich habe ich die Sturm-Katastrophe in Florida verfolgt. Schlimm, was die Menschen dort durchmachen mussten, die von heut auf morgen ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Ich bin mir sicher, die Amerikaner werden eine gute WM ausrichten, auch wenn viele Menschen jetzt andere, vor allem existenzielle Sorgen haben“, meint die 26-Jährige, die im deutschen Doppelvierer sitzt. Allerdings sind wegen „Irma“ die deutschen Boote noch nicht im WM-Ort eingetroffen.

Erfolgreiche Rückkehr zum Skull

Die gebürtige Cottbuserin hat für das WM-Ticket viel investiert. Nach der verpassten Olympia-Qualifikation 2016 mit dem Achter kehrte sie dem Riemenrudern den Rücken und ins Skullboot zurück. Dort hatte sie ihre Karriere begonnen und 2011 als U23-Weltmeisterin im Doppelzweier erste internationale Meriten erobert. Die Rückkehr in den geliebten Skiff brachte ihr nicht nur den erwünschten Motivationsschub, sondern gleich durchschlagenden Erfolg. Bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften im April wurde sie Dritte im Einer. Damit qualifizierte sich der Schützling von Trainer Axel Müller auf Anhieb für die Skull-Auswahl. Im neuformierten Doppelvierer gab es Ende Mai überraschend EM-Gold. Weitere Versuche im Doppelzweier brachten weniger positive Ergebnisse.

Nicht die Mutter der Kompanie

Letztlich blieb es für die WM beim Doppelvierer, zumal die lange verletzte Charlotte Reinhardt (Dorsten) zurückkehren konnte. „Mit ihr hatte das Boot gleich wieder die nötige Harmonie. Wir konnten in den letzten drei Wochen in Ratzeburg noch mal gut trainieren“, schildert Daniela Schultze, die die Älteste im Quartett ist. Die Polizistin fühlt sich aber nicht als Mutter der Kompanie. „Keiner sticht heraus. Wir sind eine harmonische Gruppe und wenn es mal Fragen gibt, dann haben wir ja noch Annekatrin Thiele.“ Die Leipzigerin, 2016 Olympiasiegerin im Doppelvierer, startet bei der WM im Einer.

Zu den WM-Zielen sagt Daniela Schultze: „Ins Finale wollen wir auf jeden Fall. Wenn alles gut läuft, können wir um eine Medaille mitrudern.“ Damit es klappt, habe sie schließlich ihr Glücksschwein im Gepäck.

Von Peter Stein

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