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Der Motor der Judoka läuft und läuft und läuft

14. Potsdamer Drittelmarathon Der Motor der Judoka läuft und läuft und läuft

Einige Judoka von Motor Babelsberg haben sich auch dem Laufen verschrieben. Am Sonntag treten sie wieder beim Potsdamer Drittelmarathon an.

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Stefan Capek, Thomas Blech und Frank Dittfeld (v.l.) bei Motor Babelsberg auf der Judomatte.

Quelle: Foto: Peter Stein

Potsdam. Wenn Fußball-Olympiasiegerin Svenja Huth am Sonntag, 10 Uhr, den Startschuss für den 14. Potsdamer Drittelmarathon an der Glienicker Brücke gibt, dann traben auch fünf Judoka vom SV Motor Babelsberg im gut 2000-köpfigen Läuferfeld mit. „Seit einigen Jahren sind wir dabei, weil wir Spaß am Laufen haben und die Strecke von der Länge und vom Kurs durch die Potsdamer City und Babelsberg her sehr attraktiv ist“, sagt Thomas Angerstein. Der 50-Jährige hat die Startunterlagen für die Gruppe bereits besorgt.

Laufen als guter Ausgleich

„Das ist doch eine tolle Sache. Laufen ist der einfachste Sport, den man machen kann. Ohne großen Aufwand und sehr effektiv“, findet Frank Dittfeld. Der 55 Jahre alte Vertriebsingenieur fühlt sich beim Judo und Laufen gleichermaßen wohl. „Das passt schon ganz gut zusammen.“ Thomas Blech (51) pflichtet ihm bei und meint zum Spagat zwischen Tatami in der Halle und Laufstrecke in der Natur: „Ich hatte schon mal mit dem Judo aufgehört und habe mich dann mit Laufen fit gehalten.“ Der Landschaftsgärtner hat sogar schon mehrfach am Berlin-Marathon teilgenommen.

Stefan Capek, der Bundeswehrsoldat ist mit 32 Jahren und als frischgebackener Familienvater der Jüngste in der Judo-Laufgemeinschaft, meint: „Ich hatte vor Jahren mal einen Kreuzbandriss. Damit der Bauch nicht so schnell zu dick wird, habe ich mit dem Laufen angefangen. Dann hat mich Thomas angesprochen, ob ich nicht beim Drittelmarathon mitmachen möchte. Nun bin ich dabei.“

Heiß auf die Finishermedaille

Ähnliche Beweggründe führt Angerstein an. Der 50-jährige Haustechniker berichtet: „Vor 15 Jahren habe ich aufgehört zu rauchen. Der Blutdruck war auch zu hoch und ich hatte zehn Kilo zu viel drauf. Ich wollte etwas für meine Gesundheit tun. Also habe ich neben dem Judo mit der Lauferei angefangen. Beim Radfahren brauche ich die doppelte Zeit, um genauso viele Kalorien zu verbrennen.“ Sein Motto lautet: „Laufen ohne zu schnaufen“. Er meint: „Meine Knochen sind noch ganz, deshalb habe ich keine Knieprobleme. Aber wir übertreiben es nicht. Jeder wird sein Tempo laufen. Und am Ziel treffen wir uns wieder“, nimmt er Bezug auf den Drittelmarathon.

Seit Jahren sammelt er gern die Finishermedaille, die in diesem Jahr das Palais Barberini ziert. Anger-stein sieht die Plakette als Ansporn: „Das schaffte ja nicht jeder, durchzuhalten.“

Der Hobbyläufer, der beim Judo als Trainer und Kampfrichter aktiv ist, sagt: „Ich kämpfe immer gegen den inneren Schweinehund an, versuche immer mittwochs und einmal am Wochenende zu laufen. Der Drittelmarathon ist gerade so die richtige Distanz für mich, beim Halbmarathon wäre es fast schon eine Quälerei.“

Mit dem Hörbuch auf die Strecke

Dabei hilft Angerstein ein kleiner Trick. Denn er läuft stets mit Kopfhörer im Ohr. „Ich habe immer Hörbücher dabei. Von Harry Potter bis zu den Krimis von Dan Brown wie Da Vinci Code oder Illuminati. Ich brauche diese Ablenkung, da spüre ich die Quälerei nicht so.“

Jedenfalls sind sich die Judoka einig: „Am Sonntag wollen wir auch Spaß haben. Und hinterher trinken wir zusammen ein Bierchen“, meint Blech und hat schon das nächste Ziel im Visier: „Beim Schlösserlauf sind wir wieder dabei.“

Von Peter Stein

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