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Der Potsdamer Poser startet in Nordamerika

Bobsport Der Potsdamer Poser startet in Nordamerika

Für den Potsdamer Bobanschieber sind die bevorstehenden Weltcup-Rennen in Nordamerika der wahre Gradmesser. Denn nach den Erfolgen auf den Heimbahnen falle nun der Heimvorteil in punkto Bahnkenntnis weg. Doch für ihn ist Lake Placid wie eine zweite Heimat.

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Christian Poser (r.) im Vierer von Pilot Nico Walther.

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Christian Poser freut sich auf die Weltcup-Rennen in Übersee. Wenn die Bob-Saison am Wochenende in Nordamerika in ihre zweite Hälfte geht, fühlt sich der Potsdamer Anschieber fast wie zu Hause. Vor allem in dieser Woche in Lake Placid. Die US-Olympiastadt von 1980 beherbergt das Zentrum des amerikanischen Bobsports und da trainiert Posers Ehefrau, die US-Pilotin Jamie Greubel Poser. „Ich kenne mich hier also bestens aus“, erzählt Poser, zumal er auch von US-Coach Jason Hartmann in punkto Athletik betreut wird.

Der Plan ist in dieser Saison bisher aufgegangen. „Wir sind so gut wie lange nicht gestartet“, schätzt Poser ein. Zum Weltcup-Auftakt in Altenberg wurde er im Kufengefährt von Pilot Nico Walther (Oberbärenburg) Vierter im Zweier und Zweiter im Vierer, in Winterberg folgten Platz sieben im Zweier und Rang drei im Vierer. In Königssee musste der gebürtige Cottbuser und Ex-Sprinter, der sich über die Weihnachtsfeiertage in seiner Lausitzer Heimat in der Leichtathletikhalle fit hielt, wegen einer Grippe passen. Seine sächsische Crew wurde Dritter im Zweier und Erster im Vierer. „Wir standen also im großen Schlitten immer auf dem Podest“, meint der 29-Jährige. „Das ist einerseits eine klare Ansage, andererseits eine schwere Hypothek für die weiteren Rennen. Denn auf den Heimbahnen haben unsere Piloten schon einen Vorteil. Nun werden wir sehen, ob sich diese Erfolge in Nordamerika wiederholen lassen.“

Drei Weltcup-Stationen in Übersee

Nach Lake Placid folgen noch die Weltcup-Stationen in Park City/USA (14. bis 16. Januar) und in Whistler/Kanada (21. bis 23. Januar). „Die Amerikaner werden zu Hause sicherlich stärker auftreten“, vermutet Poser. „Auch die Russen blieben bisher unter den Erwartungen. Überrascht haben mich die Koreaner, die speziell im Zweier sehr stark waren. Auch im Bobsport wird die Konkurrenz immer größer.“

Aber Bange machen gilt nicht für Poser: „Unser Material läuft, die Startzeiten können wir noch ein wenig verbessern. Wir werden versuchen, auch zwischen den Weltcup-Rennen weiter zu trainieren. Denn die Saisonhöhepunkte kommen ja erst noch.“

Kevin Kuske trainiert zu Hause

Eben darum hat Kevin Kuske auf den Trip nach Übersee verzichtet. „Ich will noch mal ordentlich trainieren und bin deshalb nicht mit der Mannschaft nach Nordamerika gereist. Jetzt geht es darum, die Topform zu erreichen. Deshalb steht auch ein verstärktes Sprinttraining auf dem Programm“, berichtet der viermalige Olympiasieger aus der Leichtathletikhalle im Luftschiffhafen. Auch seine Crew vom Oberhofer Piloten Maximilian Arndt konnte als jeweils Zweiter in Winterberg und Königssee sowie Dritter in Altenberg im Vierer in dieser Weltcup-Saison schon überzeugen.

„Aber am Ende zählt vor allem die Weltmeisterschaft. Da will ich bei 100 Prozent sein“, sagt der seit Montag 37 Jahre alte Routinier Kuske, der Anfang Februar beim Weltcup in St. Moritz – gleichzeitig Europameisterschaft – wieder einsteigen möchte. Die WM findet danach vom 8. bis 21. Februar in Innsbruck-Igls in Österreich statt.

Von Peter Stein

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