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Die Drachen-Bezwinger

Basketball Die Drachen-Bezwinger

Zweitligist RSV Eintracht beendet seine Serie von sieben Niederlagen. Ausgerechnet beim ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons gelingt der Mannschaft von Trainer Jan Sauerbrey ein überraschender Auswärtssieg. Anschließend drückte der Coach bei der Verpflegung für die Heimreise ein Auge zu.

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Jackson Capel (r.) im Duell mit dem Quakenbrücker Jacob Mampuya.

Quelle: Rolf Kamper

Kleinmachnow. Der RSV Eintracht musste seinen Speiseplan kurzfristig umstellen. Üblicherweise bestellt der Basketball-Zweitligist nach Auswärtsspielen Pasta. Doch am Samstagabend sei in Quakenbrück nichts Adäquates aufzutreiben gewesen, erzählt RSV-Trainer Jan Sauerbrey. Deshalb drückte Sauerbrey ein Auge zu und genehmigte auf der Heimfahrt einen Verpflegungsstopp bei McDonald’s. „Ich bin kein Fan von Fast Food, das soll keine Tradition werden.“

Der Knoten ist geplatzt

Doch nach dem überraschenden 66:61 (30:41)-Erfolg beim ehemaligen Erstligisten durfte die Mannschaft einmal sündigen. Nach sieben Niederlagen in Folge in der ProB war endlich der Knoten geplatzt. „Nach zweieinhalb Monaten ohne Sieg ist der Druck gestiegen. Trotzdem hat niemand einen Sieg erwartet. Der war aber um so wichtiger, weil die Konkurrenz auch gepunktet hat“, sagt Sauerbrey. Deshalb bleibt der RSV mit zehn Punkten Zehnter und hat vier Punkte Rückstand auf Playoff-Rang acht.

Zur Pause drohte das Schlusslicht

Zur Halbzeit in Quakenbrück drohte der RSV bei elf Punkten Rückstand sogar auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen. Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. „Wir haben aggressiver verteidigt und uns mehr einfache Wurfchancen erarbeitet“, sagt Sauerbrey. Er selbst wolle sich für den Aufschwung „keinen Lorbeer-Kranz aufsetzen. Das Kompliment geht an die Mannschaft. Sie war bereit, eine Schippe draufzulegen.“

Mehr Aggressivität

Eintracht hatte mit Wiederbeginn offensiv umgestellt. Sauerbrey: „Ich war mit der Ausbeute nicht zufrieden.“ Jackson Capel, der im Dezember zum RSV zurückgekehrt war, schwang sich zum Drachen-Töter auf. Der US-Amerikaner sammelte insgesamt 17 Zähler, trumpfte aber insbesondere im letzten Viertel auf. Von den letzten 16 Punkten der Gäste erzielte Capel satte 14, lochte unter anderem drei Dreier ein. „Capel kam im Dezember in einer schwierigen Phase zur Mannschaft“, sagt Sauerbrey. „Es war für ihn nicht einfach reinzufinden.“ Doch nun bewies der Shooting Guard, wie wertvoll er sein kann. Sauerbrey: „Die Würfe waren aber auch sehr gut herausgespielt.“ 2177 Zuschauer in der Artland Arena rieben sich die Augen. Die Drachen wurden müde, spien nur noch heiße Luft.

2177 Zuschauer motivieren den RSV

„Die Kulisse hat uns eine zusätzliche Motivation gegeben“, meint Sauerbrey. Die Brandenburger fanden plötzlich zu ihrem Selbstvertrauen und gingen vier Minuten vor Ultimo in Führung. An diese Leistung soll das Team anknüpfen. Sauerbrey: „Wir haben gesehen, was wir können. Jetzt haben wir das Rezept gefunden, wie wir erfolgreich sein können. Wenn wir das konsequent umsetzen, können wir auch Topteams schlagen.“ Und wenn es so erfolgreich weitergeht, gehen dem Trainer die Argumente gegen Hamburger und Pommes aus.

Von Ronny Müller

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