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Durchhalten für das Team

9. DAK-Firmenlauf Durchhalten für das Team

Zum neunten Mal findet am Mittwochabend der Potsdamer Firmenlauf statt. Auf der neuen Strecke mit Start und Ziel am Neuen Palais werden über 3000 Teilnehmer aus 230 Unternehmen erwartet, darunter die Mitarbeiterinnen der Theresia-Apotheke in Geltow.

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Von der Apotheke auf die Laufstrecke: Theresia Weigel (M.) mit ihren Mitarbeiterinnen Claudia Ulbrich (l.) und Simone Seifert.

Quelle: Fotografie & Farbgestaltung

Geltow. Als ihre Freundin zufällig auf dem Titelfoto des Flyers für den 14. Pro Potsdam Schlösserlauf erschien, gab das für Theresia Weigel den letzten Anstoß. „Das war ja irgendwie ein gutes Omen. Da musste ich mich einfach für den Lauf anmelden“, erzählt sie. Doch eine Muskelverhärtung verhinderte am Sonntag einen Start. Mittwochabend (19 Uhr) beim 9. DAK-Firmenlauf am Neuen Palais mit über 3000 Teilnehmern aus 230 Unternehmen will Theresia Weigel es jedoch wagen. „Die Strecke ist ja kein Halbmarathon wie am Sonntag. Die fünf Kilometer schaffe ich auf jeden Fall. Auch wenn der Muskel wieder zwicken sollte, halte ich durch. Das bin ich meinen Kolleginnen schuldig. Das Team zählt.“

Theresia Weigel ist die Chefin der „Theresia-Apotheke“ in Geltow. Mit ihren Kolleginnen Claudia Ulbrich, Simone Seifert und Romina Popiel bildet sie ein Team. „Wir haben uns ja auch extra Lauf-shirts anfertigen lassen“, berichtet Theresia Weigel, die in diesem Jahr ihr sportliches Comeback feierte.

Einst an der Sportschule

Die 41-Jährige besuchte einst die Sportschule in Potsdam. Die aus Pratau, einem Ortsteil der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt), stammende Sportlerin kam von der TSG Wittenberg am 11. November 1990 in der 9. Klasse an die hiesige Sportschule. Zuvor hatte sie schon bei diversen DDR-Meisterschaften in der Jugend auf sich aufmerksam gemacht – auf Strecken zwischen 800 und 3000 Meter. Aber nach einem weniger erfolgreichen Auftritt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1991 im Berliner Olympiastadion hatte sie mit den 3000 Meter erst einmal abgeschlossen, lief danach nur noch die 800 Meter. Obwohl sie auf den längeren Strecken das größere Talent besaß. Immerhin holte sie bei einem ihrer letzten Starts bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften mit dem Potsdamer Team Silber.

Tipps vom Ehemann und Bundestrainer

„Ich bin immer Hobbyläuferin geblieben, habe die Wettkämpfe aber nie vermisst. Auch die Laufveranstaltungen haben mich nicht unbedingt gereizt“, erzählt Theresia Weigel. Als sie in ihre Vorbereitung auf den Schlösserlauf ein wenig mehr Systematik bringen wollte, holte sie sich Rat bei ihrem Ehemann Ronald Weigel. Der Ex-Weltklassegeher und langjährige Bundestrainer der Geher war eine Zeit lang auch Bundestrainer Marathon. Der 57-Jährige schrieb seiner Frau, das Paar hat zwei Kinder Florentina (13) und Frederick (12), einen Trainingsplan.

So konnte die Hobbyläuferin ihr Pensum kontinuierlich steigern. Weil zwischen Job und Mutterpflichten wenig Zeit bleibt, nutzt sie den Weg zur Arbeit als Training. Mal joggt sie die sechs Kilometer zwischen Wohnhaus in Werder und Apotheke in Geltow hin, mal zurück. Auch die 18 Kilometer lange Runde um den Schwielowsee sei eine beliebte Strecke. Die Form war schnell wieder da. Beim Haveluferlauf Anfang April über 10 Kilometer überraschte Theresia Weigel als zweitschnellste Frau und gewann in ihrer Altersklasse. Beim Firmenlauf zähle jedoch zuerst das Team-Erlebnis.

Von Peter Stein

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