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Ein klassischer Zehner

Babelsbergs Mittelfeldspieler Daniel Becker Ein klassischer Zehner

Daniel Becker wohnt mit Blick auf seinen neuen Arbeitsplatz beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 – zumindest die knickbaren Flutlichtmasten vom Karl-Liebknecht-Stadion sind zu sehen.

Potsdam. Daniel Becker wohnt mit Blick auf seinen neuen Arbeitsplatz beim Regionalligisten SV Babelsberg 03 – zumindest die knickbaren Flutlichtmasten vom Karl-Liebknecht-Stadion sind zu sehen.

Als Becker vor einem Jahr nach Zentrum-Ost in die Vier-Zimmer-Wohngemeinschaft seiner damaligen Mannschaftskameraden Marcel Hadel und Florian Bitzka vom Oberligisten FSV 63 Luckenwalde zog, konnte er nicht wissen, dass es ihn einmal an den Babelsberger Park verschlägt. Vielleicht hätte es der 26-Jährige aber ahnen können: "Ich habe in Luckenwalde eine gute Saison gespielt, 15 Tore geschossen." Im Landespokal-Achtelfinale gegen Nulldrei im vergangenen Oktober erzielte er kurz vor Spielende den Ehrentreffer zum 1:3-Endstand.

Babelsberg und Becker behielten sich im Auge, zumal der Kicker einige Drittliga-Spiele der Nulldreier im "Karli" besuchte. "Wenn ich da war, hat Babelsberg immerhin nicht verloren, ist ja vielleicht ein gutes Omen für meine Zeit jetzt hier."

Angebote gab es für den 1,71-Meter-Wirbelwind nicht nur von den Filmstädtern, auch Vereine aus Berlin oder aus Westdeutschland zeigten Interesse an dem offensiven Mittelfeldspieler ("ich bin ein klassischer Zehner"). Doch der gebürtige Cottbuser hat Prinzipien: "Im Westen ist halt Geld vorhanden, aber ich würde da nicht hingehen. Ich wohne hier, ich studiere hier, ich spiele hier, eine Liga höher als bislang – was willste mehr."

Studium und Fußball lassen sich offenbar gut miteinander verbinden. Im Oktober ist Becker im dritten Bachelor-Semester, "da muss ich nicht mehr ganz so viele Seminare belegen und kann die Uni auf den Trainingsplan abstimmen", erzählt Becker, dessen Freundin Janin schon einen wesentlichen Schritt weiter ist und ihre Master-Arbeit in Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Rostock schreibt. Mit dem Abschluss in der Tasche will sie dann zu ihrem Daniel in die Region kommen: "Janin sucht Arbeit in Berlin." Die Stadt im Norden war zwischenzeitlich auch Beckers – sportliche – Heimat. Von 2008 bis 2011 machte er 64 Spiele für die Reserveelf von Hansa Rostock in der Regionalliga Nord, traf dabei 13 Mal ins gegnerische Tor. Aus Rostock kennt Becker Babelsbergs Stürmer Lucas Albrecht. Von seinen neuen Mannschaftskollegen zeigte sich Becker, der bis 2015 einen Vertrag bei den Kiezkickern hat, "positiv überrascht, die Qualität ist hoch, wir harmonieren ganz gut". Dennoch braucht es Zeit, bis sich das Team gefunden hat, alptraumhafter Saisonstart nicht ausgeschlossen: "Es kann ja auch sein, dass wir die ersten fünf Spiele verlieren."

In seiner WG dreht sich übrigens nicht alles ums runde Leder, was man ja annehmen könnte, wenn drei Fußballer zusammenhocken. "Das ist Klischee. Es geht auch um Studium, Ausbildung, Freundinnen", grinst Becker. Um sich zu entspannen, gehen die Jungs gern ins Kino oder an den Strand, Beachvolleyball spielen.

Ricarda Nowak

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