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Exzellentes Umschalten

Basketball Exzellentes Umschalten

Der Basketball-Zweitligist RSV Eintracht Stahnsdorf hat den ersten Sieg in den Playdowns gegen den Abstieg geschafft. Vor 300 Zuschauern gewann der Gastgeber am Montagabend mit 93:80 gegen Schwelm. Jackson Capel und Kenneth Cooper ragten aus dem stark auftretenden RSV-Team heraus. Zu Belohnung gab es eine Oster-Überraschung.

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Kenneth Cooper (weißes Shirt) spielte unter beiden Körben stark.

Quelle: Friedrich Bungert

Kleinmachnow. Jackson Capel pellte genüsslich ein Osterei. Der Basketballer des Zweitligisten RSV Eintracht Stahnsdorf genoss am Montagabend nicht nur die letzten Osterstunden, sondern auch den 93:80 (24:21, 15:16, 26:22, 28:21)-Sieg gegen die Schwelmer Baskets. „Wir hatten eine Menge Druck auf uns geladen, aber dem haben wir heute gut standgehalten“, sagte der Shooting Guard. Durch den ersten Sieg in den Playdowns hat der RSV seine Chancen auf den Klassenerhalt deutlich erhöht.

Jackson Capel sammelt 29 Punkte

Der US-Amerikaner Capel trug mit 29 Punkten einen großen Teil zum wichtigen Erfolg bei. Die Lorbeeren reichte er aber ans ganze Team weiter. „Die Mannschaft hat mich gut freigespielt“, sagte der 29-Jährige. Insgesamt war die Offensiv-Vorstellung der Gastgeber vor 300 Zuschauern in der BBIS-Halle phasenweise begeisternd. „Es haben Sachen funktioniert, an denen wir schon lange arbeiten“, sagte Trainer Jan Sauerbrey. Er meinte etwa das Umschalten von der Verteidigung in den Angriff. „Das war exzellent.“ Seine Mannschaft habe ab Mitte des dritten Viertels sehr gut gespielt und im Passspiel die freien Leute gefunden. „Das war nicht egoistisch, wir sind als Mannschaft aufgetreten. Das hat mir Spaß gemacht.“

Monsterblock von Kenneth Cooper

Die Führung aus dem ersten Viertel bröckelte im zweiten Abschnitt. Zu Beginn des dritten Durchganges setzte sich der Abschwung fort. Der ehemalige Bundesligist aus Schwelm ging mit einem 11:0-Lauf in Führung – und weckte die Stahnsdorfer damit wieder auf. Als weiteren Muntermacher versenkte Capel trotz Fouls einen Dreier und verwandelte den anschließenden Freiwurf zum 52:48. Nach einem Monsterblock von Kenneth Cooper wurde die Brust der RSV-Werfer noch breiter. Cooper spielte auch unter dem gegnerischen Korb sehr gut, sammelte 24 Punkte ein. „In dieser Liga kann Cooper niemand im 1-1 verteidigen“, sagte Sauerbrey, der sich insgesamt auch mit dem Verteidigungsverhalten zufrieden zeigte. „Die Mannschaft war mental ganz anders drauf als zuletzt. Wir müssen alles, was wir haben, auf dem Feld lassen. Wenn wir mit richtiger Spannung verteidigen, kommt alles andere von selbst. Daraus entstanden heute einfache Würfe.“ Selbst Capel, dessen Hauptjob Punkte sammeln ist, war in der Defensive sehr engagiert. Sauerbrey: „Er verteidigt momentan sehr gut und reißt die anderen Jungs mit.“

Schwach im Defensiv-Rebound

Nur die Rebound-Arbeit unter dem eigenen Korb ließ den Coach ein wenig verzweifeln. Seine Jungs gestatteten dem Gast sage und schreibe 24 Offensiv-Rebounds. „Das ist unterirdisch.“ Statt nach dem Wurf sofort Kontakt zum Gegner aufzunehmen, guckten die RSV-Spieler zu oft schläfrig dem Ball hinterher. Sauerbrey: „Im Englischen sagt man dazu Ball-Watching.“

Doch dieses Manko rächte sich nicht. Schwelm verlor in der Schlussphase fünf Spieler wegen jeweils fünf persönlicher Fouls und musste Stahnsdorf davonziehen lassen. Der Endstand war gleichzeitig die höchste Führung des ganzen Spiels. „Für den Kopf war der Sieg extrem wichtig, das hat viel Druck von uns genommen“, sagte Sauerbrey und warnte: „Wir haben aber noch nichts erreicht.“

Pause kommt ungelegen

Denn noch stehen vier Spiele aus, in denen der RSV den zweiten Platz der Vierergruppe verteidigen muss. Zwei Mannschaften steigen ab. In zwei Wochen tritt das Sauerbrey-Team beim derzeitigen Tabellendritten in Herten an, eine Woche darauf kommt Herten nach Kleinmachnow. In diesen beiden Spielen fällt eine Vorentscheidung. Das kommende spielfreie Wochenende passt Sauerbrey nicht. „Ich würde den Schwung gerne mitnehmen“, sagte er. „Wir haben sehr positive Akzente gezeigt.“ Da schmecken die Ostereier gleich noch besser.

Von Ronny Müller

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