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Fast zwei Stunden Qual beim SC Potsdam

Volleyball-Bundesliga Fast zwei Stunden Qual beim SC Potsdam

Die Chancen auf die direkte Play-Off-Qualifikation werden für den SC Potsdam immer geringer. Der Volleyball-Bundesligist unterlag am Samstag VT Aurubis Hamburg und liegt derzeit auf Rang sieben, einen Punkt hinter Vilsbiburg, das mit Rang sechs den letzten direkten Play-Off-Platz belegen. Eine Leistungsträgerin der Potsdamer fehlte an allen Ecken und Enden.

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Potsdams Nadja Schaus (beim Schlag) mühte sich als Vertreterin von Saskia Hippe redlich.

Quelle: Gerhard Pohl

Potsdam. Ohne Saskia Hippe ging fast gar nichts. Die Volleyballerinnen des SC Potsdam mussten am Samstagabend auf ihre Topscorerin verzichten, die nach einer Angina mit Antibiotika behandelt wurde. Was die 25-Jährige am Spielfeldrand sah, dürfte wenig zur Gesundung beigetragen haben. Nach fast zwei Stunden Qual verlor der SC vor 935 Zuschauern in der MBS-Arena gegen VT Aurubis Hamburg mit 2:3 (25:22, 21:25, 25:22, 20:25, 10:15) und erlitt im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation (Platz sechs) einen herben Rückschlag – vor allem mit dieser (Nicht-)Leistung. Die verlässliche Saskia Hippe fehlte an allen Ecken und Enden.

Trainer Alberto Salomoni wollte zunächst gar nichts sagen, gratulierte dann im obligatorischen Statement nach der Partie den Hamburgern artig zum Sieg und lobte die Gäste, weil sie nicht aufgegeben hatten. Aber zu seiner Mannschaft ersparte er sich den Kommentar – der Frust war verständlich und stand Manager Toni Rieger ebenso ins Gesicht geschrieben. „Schwach“, war sein einziges kommentierendes Wort.

Nadja Schaus mühte sich als Ersatz von Saskia Hippe redlich

Nadja Schaus, die auf der diagonalen Hauptangriffsposition die erkrankte Saskia Hippe vertreten musste, mühte sich redlich, ließ aber nach einem guten ersten Satz wie das gesamte Team stark nach. „Ich habe lange nicht mehr von Anfang gespielt. Ich bin ebenso enttäuscht von meiner Leistung“, war die 31-Jährige ehrlich. „Im Training habe ich viel mehr gezeigt.“ Sie gab zu: „Es wäre vermessen zu denken, ich könnte eine Saskia Hippe ersetzen. Dabei hatte ich vor der Partie noch ein gutes Gefühl und gedacht, wir schlagen Hamburg.“

Wegen der Vielzahl an Unzulänglichkeiten – auch Kapitän Regina Mapeli Burchardt enttäuschte erneut – versuchte es der Trainer mit Wechseln, brachte Geburtstagskind Manuela Roani (33). Sogar Kathy Radzuweit gab ihr Comeback. Aber die Mittelblockerin konnte der Partie keine Wende geben. „Ich habe mehr als ein Dreivierteljahr nicht mehr trainiert. Das kann ich in zwei Wochen nicht aufholen“, sagte sie. „Training und Spiel sind eben zwei verschiedene Dinge.“

Salomoni hält im dritten Satz eine Wutrede

Salomoni hatte mit einer Wutrede in der ersten technischen Auszeit im dritten Satz – Potsdam lag 5:8 zurück – sein Team noch mal wach gerüttelt. Aber am Ende ließen Kräfte und Konzentration nach, es wurden Eigenfehler am Fließband produziert – während Topscorerin Jana Franziska Poll (21 Punkte) Hamburg auf die Siegerstraße schmetterte und Hippe auf der Gegenseite umso schmerzlicher vermissen ließ. Die Potsdamerin kündigte ihr Comeback am Mittwoch gegen Dresden an.

Von Peter Stein

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