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Gänsehautmomente in der Hansestadt

Handball, 3. Liga Gänsehautmomente in der Hansestadt

Der HV Grün-Weiß Werder unterliegt in der dritten Handballliga vor fast 2500 Zuschauern beim HSV Hamburg mit 25:28. Das bereits als Absteiger feststehende Team aus der Blütenstadt lieferte einen couragierten Auftritt ab – einem Spieler gelangen elf Treffer.

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Robin Huntz erzielte in Hamburg für den HV Grün-Weiß Werder beim Drittligaduell gegen den HSV elf Treffer.

Quelle: fotos (2): Sylvia Göres

Werder. Gegen zwei Uhr Nachts, als der Tross in der Heimat angekommen war, ging in den frühen Stunden des Ostersonntags auch für Robin Huntz eine ganz besondere Dienstreise zu Ende. „Klar ist das etwas Besonderes, vor so vielen Leuten zu spielen“, sagte der Spielgestalter des Handball-Drittligisten HV Grün-Weiß Werder über die Partie beim HSV Hamburg, die der Favorit am Ende mit 28:25 (19:14) für sich entscheiden konnte.

2431 Zuschauer hatten die Partie in der Sporthalle Hamburg verfolgt, auf der Werderaner Homepage schwärmte man angesichts der glamourösen Rahmenumstände von einer „Wahnsinnskulisse“. Oder anders formuliert: Das Duell war trotz der Niederlage der erhoffte Gänsehaut-Abend – eine Mischung aus Punktspiel, Extrem-Gruppenerlebnis und angesichts der phantastischen Arena auch sportlichem Sightseeing.

Und: Erneut hatte der Tabellenvorletzte eine respektable Leistung abgeliefert, beim HSV bescheinigte man dem bereits als Absteiger feststehenden HV Grün-Weiß ein „furchtloses Vorangehen“. Beim Zwischenstand von 24:25 (53.) hatte Werder den ehemaligen Champions-League-Sieger fast noch einmal eingeholt. Auch Huntz, der den Anschlusstreffer in der Schlussphase erzielt hatte, gelang ein überzeugender Auftritt mit insgesamt elf Treffern. „Mich hat die Kulisse nicht nervös gemacht“, sagte der Rechtshänder, „sondern eher motiviert.“

Parallel zu den letzten Ligaspielen der Saison laufen beim HV Grün-Weiß die Personalplanungen: Der aktuelle Kader wird zum großen Teil erhalten bleiben, fünf Abgänge stehen allerdings fest: Top-Torschütze Huntz und Linksaußen Joe Boede tragen in der kommenden Saison das Trikot des Liga-Konkurrenten VfL Potsdam, Kreisläufer Yannick Schindel spielt in Oranienburg (ebenfalls dritte Liga), Kapitän Florian Schugardt und Rückraumakteur Nils Jürschke beenden ihre aktiven Handballkarrieren.

Huntz, der mit 148 Saisontreffern auf Rang zehn der Torjägerliste der dritten Liga Nord liegt, kann dem Aufenthalt in Werder viel Positives abgewinnen. „Es war für mich eine sehr gute Zeit, ich habe viel Spielzeit bekommen und konnte mich gut entwickeln, ich will die letzten Partien noch so gut wie möglich bestreiten und dann in Potsdam angreifen.“ Irgendwann würde er gerne einmal in der zweiten Liga spielen. Parallel zur Laufzeit seines Engagements beim VfL will Huntz nach dem Abschluss seines Bachelors in Betriebswirtschaftslehre in den kommenden beiden Jahren seinen Master in dieser Fachrichtung ablegen. Viele Akteure, die das Werderaner Drittliga-Abenteuer miterlebten, werden in der Blütenstadt bleiben – unlängst verlängerten Moritz Bruck (Rückraum) und Robert Schütz (Rechtsaußen) ihre Verträge (MAZ berichtete). In der Oberliga Ostsee-Spree können sie sich auf einen Verein freuen, der in den vergangenen Jahren stetig an Masse zugelegt hat und inzwischen zu den Schwergewichten des brandenburgischen Handballs zählt.

Von Lars Sittig

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