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Goldiges Wiedersehen in der Arena in Potsdam

Stadtsportball 2016 Goldiges Wiedersehen in der Arena in Potsdam

Beim Potsdamer Stadtsportball plauderten die Olympia-Stars über alte Zeiten und gratulierten den Potsdamer Hoffnungsträgern. Doch es ging nicht nur um Siege und Bestzeiten. Ein Bauchredner brachte das Publikum in Feierlaune.

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Quelle: Julian Stähle

Potsdam. „Und bitte einmal alle hierher gucken und ganz stolz lächeln“, rief der MAZ-Fotograf Julian Stähle den einstigen und aktuellen Olympia-Stars entgegen. Klick – und fertig war das Bild für das Erinnerungsalbum. Dachten alle. Kugelstoßer Udo Beyer, Goldjunge von 1976, hatte sich auf dem Weg in die Vorhalle der MBS-Arena verplaudert. Er musste mit aufs Bild. Also: Alles auf Anfang. „Und jetzt: Bitte noch mal hierherschauen und schön lächeln.“ Klick, klick – das Foto war im Kasten.

Eröffnung des Walk of Fame

Die Potsdamer Sportlerinnen und Sportler haben ihr Siegerlächeln nicht verloren. Alle hatten einst bei den Olympischen Spielen eine Medaille geholt – Gold, Silber oder Bronze. Beim 18. Stadtsportball des Stadtsportbundes kam es am Freitagabend zum großen Wiedersehen. Viele der 103 Champions waren gekommen, um den „Walk of Fame des Sports“ vor den Toren der Arena feierlich einzuweihen. Mit Stolz packten Ruderer, Kanuten, Schwimmer oder Leichtathleten ihre Stelen aus und schauten genau, ob denn alle Daten stimmten.

Der Star des Postsportvereins Potsdam

Mittendrin Bodo Thiel. „Es ist schon erhebend, mit den ganzen Stars zusammen zu sein und zu feiern“, sagt der 68 Jahre alte Potsdamer, der als „Ehrenamtler des Jahres 2015“ geehrt wurde. „Wer kennt sie nicht. Udo Beyer, Kathrin Boron oder Birgit Fischer. Ein gelungener Abend.“ Thiel ist der heimliche Star im Postsportverein Potsdam. Er spielt Tischtennis. „Seit 1980 bin ich dabei“, so der gelernte Fernmelde-Diplom-Ingenieur. Im Alter von zwölf Jahren zog Thiel mit seinen Eltern von Ketzin nach Potsdam, spielte lange Fußball bei der SG Bornim, bevor er zum den Ball mit der Tischtennis-Kelle tauschte. Der Linkshänder ging erst mit der ersten Mannschaft auf Punktejagd. Heute spielt Bayern-Fan Thiel mit der Zweiten in der 1. Kreisklasse. Der Schmetterball und die Angabe sind seine Qualitäten. Nächsten Freitag steht das Pokalspiel gegen Caputh an.

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Beim Stadtsportball plauderten die Olympia-Stars über alte Zeiten und gratulierten den Potsdamer Hoffnungsträgern

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Übungsleiter und stellvertretender Vorsitzender

Ob Bodo Thiel dann den Pokal als Glücksbringer in der Tasche haben wird, wollte der Ehrenamtler nicht verraten. Verdient hat er das schmucke Stück allemal. Denn Thiel wirbelt im Verein an allen Enden und Ecken. Er ist Übungsleiter, stellvertretender Vorsitzender, kümmert sich um die Finanzen und spielt eben in der Zweiten. „Leider können wir keine Nachwuchs-Mannschaft gründen“, lässt sich Bodo Thiel die Laune kurz verderben. „Wir haben für die Jungs und Mädchen keine Hallenzeit. Die sind in Potsdam Goldstaub.“ Der PSV Potsdam hat sieben Mannschaften, aber nur eine Hallenzeit. Kurze Zeit später hat Bodo Thiel wieder gute Laune und an seinem Tisch 38 Platz genommen. Seiner Frau Angela, mit der er seit 1973 verheiratet ist (Thiel: „Wir haben uns im Ferienlager kennengelernt.“), zeigt er stolz seine grün-silberne Trophäe.

Ehrung für Nachwuchssportler

Auf der Tanzfläche war zu diesem Zeitpunkt kaum noch Platz. Der offizielle Teil des Abends war da schon seit 30 Minuten beendet. Andreas Gerlach, Geschäftsführer des Landessportbundes, hatte in gewohnt souveräner Manier durch den Abend moderiert und Nachwuchssportler geehrt. Neben den Auszeichnungen gab es auch viele Show-Einlagen. Es wurde getanzt, geturnt und gelacht.

Besonders Bauchredner Benjamin Tomkins ließ die Stimmung in der Halle kochen. Gemeinsam mit „Assistent“ und Kanute Ronald Rauhe brachte er das Publikum in Feierlaune. Auch dem Olympia-Sieger von 2004 hats gefallen. Genau wie Udo Beyer.

Ideen-Trio von Turbine Potsdam

Rosalie May (17), Lätizia Radloff (17) und Jil Albert (17) hatten nach einem Trainingslager in Florida die Idee, einen Walk of Fame in Potsdam zu errichten.

In Florida gab es Erinnerungstafeln für die Stars der Stadt. „Da wir viele Olympiasieger wie Kevin Kuske, Jürgen Eschert, Sebastian Brendel oder Birgit Fischer kannten, haben wir überlegt, wie das in Potsdam möglich sei“, verrät Jil Albert.

Dann kam die Projektwoche in der Sportschule – und die Ideen wurden zusammengetragen. „Am Ende sind wir sehr glücklich, wie der Walk of Fame des Sports geworden ist“, so Lätizia Radloff. „Er ist zwar nicht ganz so, wie wir uns das gedacht haben. Aber trotzdem schön.“

Das Fußball-Trio Rosalie May, Lätizia Radloff und Jil Albert spielt bei der zweiten Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam.

Von Sebastian Morgner und Stephan Henke

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