Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° bedeckt

Navigation:
Gymnastik gehört bei Yumi Schröder dazu

Auf dem Weg zum Marathon Gymnastik gehört bei Yumi Schröder dazu

Auf dem Weg zum Marathon ist Yumi Schröder schon ein ganzes Stück vorangekommen. Zehn Wochen sind es noch bis zum großen Auftritt in Berlin. Doch sie hat nicht nur ihre Ausdauer verbessert, sondern mit Gymnastik auch ihren Körper gestärkt. Die MAZ war wieder dabei.

Potsdam 52.378009425112 13.018627166748
Google Map of 52.378009425112,13.018627166748
Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Weltcup-Debüt für Lasse Lührs in Hamburg

Yumi Schröder und ihre Laufkollegen legen auch Wert auf Stabilisations- und Kraftübungen

Quelle: foto: Peter Stein

Potsdam. Die Laufgruppe kündigt sich schon von weitem an. Das Tempo der Truppe, die den Weg entlang des Ufers am Templiner See nimmt und nun auf den Sportplatz im ­Luftschiffhafen einbiegt, ist moderat. Da bleibt noch genügend Puste für ein Schwätzchen. Bei Yumi Schröder, die von der MAZ auf ihrem Weg zum 43. Berlin-Marathon im September begleitet wird, sowieso.

Schröder: „Die Gymnastik finde ich total gut.“

Schnell ein kräftiger Schluck aus der Wasserflasche und schon bittet Christian Glück. Der Mann verheißt den Läufern entspannte ­Momente bei der anschließenden Gymnastik. Yumi Schröder scheint voller Glückshormone, so als würde die Klavierlehrerin gerade Chopin spielen. „Die Gymnastik finde ich total gut“, sagt die 44-Jährige.

Ob Unterarmstütz, Käfer, Seitstütz oder Stütz rücklings – die Übungen, bei denen Arme und Beine meist abwechselnd vom Boden gehoben und vor allem der Rumpf trainiert wird, gehen den Läufern, die sich in einem großen Kreis auf dem frisch gemähten Grün des Sportplatzes um Coach Glück gereiht haben, locker von der Hand. Denn die zuvor beim Dauerlauf über eine Stunde strapazierten Beine werden nun entschlackt. Die statischen und dynamischen Übungen, die Glück im Wechsel vorzeigt und die rund 20 Mitglieder des Potsdamer Laufclubs (PLC) so gut es geht imitieren, haben es durchaus in sich. Da wird noch mal gepustet. „Das Alternativtraining sollte man zweimal in der Woche ausführen. Das hilft, den Körper zu kräftigen, man läuft einfach ökonomischer, wenn der gesamte Körper muskulär gut trainiert ist“, erklärt Glück und stößt dabei nicht nur bei Yumi Schröder auf offene Ohren.

Die Marathon-Debütantin findet: „Ich habe es vorher auch mal im Fitness-Studio versucht. Aber hier in meiner gewohnten Laufgruppe fühle ich mich wohler. Das Muskeltraining hilft und zwischendurch kann man auch mal ein bisschen quatschen oder Spaß haben. Das muss sein.“ Beim PLC sagen sie dazu einfach Stabilisationsübungen, in Fitness-Kursen wird das auch auf Neudeutsch als Waschbrett-Workout angepriesen.

Marathon-Debüt Ende September

In zehn Wochen steht sie vor ihrem Marathon-Debüt in der Straße des 17. Juni an der Startlinie. Derzeit liegt sie noch bei 50 bis 60 Kilometern in der Woche. Aber es geht bald länger, dann wird sie auch 30 Kilometer am Stück laufen. Auf die Gymnastik zwischendurch will sie nicht verzichten – und schon krabbelt der „Käfer“, wo Arme und Beine abwechselnd gehoben werden, wieder auf der Wiese. „Die Spannung im Körper ist einfach besser“, sagt sie. Das helfe auch beim Klavierspielen. Denn Schulterschmerzen kennt sie nicht.

Von Peter Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.