Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° heiter

Navigation:
9 Verträge verlängert: Werder stellt die Weichen

Handball, Oberliga Ostsee-Spree 9 Verträge verlängert: Werder stellt die Weichen

Handball-Oberligist Grün-Weiß Werder bastelt weiter an der Zukunft: Im neuen Jahr verlängerte der Verein die Verträge von neun Spielern. Damit legt der Tabellenführer die Grundlage für künftige Erfolge. Das Thema Drittliga-Aufstieg wird im Verein schon seit längerer Zeit diskutiert. Bis März müsste der Verein die Unterlagen für den Aufstieg einreichen – doch es gibt auch Bedenken.

Werder 52.390058694222 12.912046909332
Google Map of 52.390058694222,12.912046909332
Werder Mehr Infos
Nächster Artikel
Paradedisziplin Eins-gegen-Eins

Mit diesem Bild verkündete der Verein die Vertragsverlängerungen bei Facebook.

Quelle: Verein

Werder. Wenn Norbert Jäger auf die Entwicklung von Grün-Weiß Werder angesprochen wird, dann antwortet der Vereinspräsident des Handball-Oberligisten mit einer Zahlenfolge. „Wir haben nach dem Aufstieg in die Verbandsliga immer vorne mitgespielt und sind im dritten Jahr aufgestiegen. In der Brandenburgliga waren wir drei Jahre mit vorne dabei und sind im dritten Jahr in die Oberliga aufgestiegen. Inzwischen spielen wir in der dritten Saison in der Oberliga, vergangenes Jahr waren wir Dritter, jetzt stehen wir an der Tabellenspitze“, sagt Jäger, der seit 2008 den Verein führt. Folgt man also dem Gesetz der Serie, steht in dieser Saison der Aufstieg in die 3. Liga an für die Grün-Weißen.

Neun auf einen Schlag, Grün-Weiß hat die Verträge von gleich neun Spielern verlängert

Neun auf einen Schlag, Grün-Weiß hat die Verträge von gleich neun Spielern verlängert.

Quelle: Facebook

Negativbeispiele sind eine Warnung für den Verein

Das Szenario wird deshalb im Verein schon seit geraumer Zeit mit Bedacht durchgespielt. Grundsätzlich sagt Jäger: „Wenn man eine Situation sportlich erreicht hat und in der Situation ist, den nächsten Schritt zu machen, dann sollte man ihn machen.“ Doch der 60-Jährige und seine Vereinskollegen tragen auch Bedenken, „der Übergang von der Oberliga zur 3. Liga ist eine ganz andere Situation“. So habe es in den letzten Jahren viele Negativbeispiele gegeben. Altlandsberg, Stralsund, Usedom – die Drittliga-Aufsteiger der vergangenen Jahre stiegen nach einem Jahr sofort wieder ab oder kämpften gegen den Abstieg. Auch die finanzielle Belastung sei rund doppelt so hoch als eine Liga tiefer. Dazu kommt die zwar schmucke, aber mit 199 Zuschauern relativ kleine Halle in Werder. „Sicherlich ist die erste Männermannschaft das Zugpferd des Vereins. Aber wir dürfen auch unsere anderen Mannschaften, von der Jugend bis zu den Frauen, nicht aus den Augen verlieren“, mahnt Jäger.

Auch das Trainerduo unterschrieb neue Verträge

In diese – positive – Drucksituation bringen den Verein derzeit die Erfolge der Herrenmannschaft. Im Dezember verteidigte sie den 2014 erstmals gewonnenen Landespokal. Nach Platz drei im Vorjahr steht das Team nun an der Tabellenspitze. Am Samstag (19.30 Uhr) reist die Mannschaft zum Tabellenneunten VfL Lichtenrade und eröffnet damit die Rückrunde. Zu Hause sind die Grün-Weißen seit einem Jahr ungeschlagen, in der Winterpause verlängerte der Verein die Verträge mit gleich neun Spielern. Das Trainer-Duo Silvio Krause (2018) und Max Ziegler (2017) hat seine Verträge erst kürzlich verlängert.

Die Weichen sind in Werder also gestellt. „Wir schauen nicht nur das nächste Jahr an, sondern die nächsten Jahre“, sagt Jäger und ergänzt mit Blick auf den möglichen Aufstieg: „Es macht wenig Sinn, den Schritt zu gehen, wenn wir uns strukturell nur ein Jahr in der 3. Liga halten können und dann geht es zurück.“

Bis März muss der Verein die Drittliga-Unterlagen einreichen

Bis März müsste der Verein die notwendigen Unterlagen für die Drittliga-Lizenz einreichen, so lange werden die Verantwortlichen die möglichen Szenarien abwägen. Bis dahin wird die erste Männermannschaft alles daran setzen, zumindest sportlich den Aufstieg möglich zu machen.

Im deutschen Amateur-Pokal wartet die SG OSF Berlin

Landespokalsieger Grün-Weiß Werder muss in der Qualifikationsrunde zur deutschen Amateur-Pokalmeisterschaft zur SG OSF Berlin reisen.

Schon im vergangenen Jahr musste sich Werder mit dem Ligakonkurrenten aus der Oberliga Ostsee-Spree und Berliner Pokalsieger messen.

Damals setzte sich das Team von Trainer Silvio Krause durch und qualifizierte sich für die erstmals ausgetragene Amateur-Pokalmeisterschaft.

Das Duell in der Lilli-Henoch-Sporthalle steigt am 23. Januar um 17.45 Uhr in Berlin.

Sollte die Qualifikation gelingen, wäre Werder in der Hauptrunde am 20. Februar (18.30 Uhr) Gastgeber für die HSG Hardt/Südbaden, einem Landesligisten aus Baden-Württemberg.

Der Sieger dieser Partie trifft im Viertelfinale (12. März) auf den HC Glauchau/Meerane (Mitteldeutsche Oberliga).

Im Halbfinale würde der Sieger der Partie Ende März entweder auf die SG Wittorf/FT Neumünster (Schleswig-Holstein) oder die HG Hamburg/Barmbek (Hamburg) treffen. Das Endspiel ist für den 1. Mai terminiert und findet vor dem DHB-Pokalfinale statt.

 

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.