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Zech mag die Härte

Heimauftakt für Potsdamer Wasserballer Zech mag die Härte

Reiko Zech wechselte erst im Sommer zum Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam. Der 20-jährige Berliner hat sich bereits einen Platz in der Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir gesichert. Dem Heimauftakt fiebert Zech ganz besonders entgegen, denn der Kontrahent ist ihm gut bekannt.

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Potsdams Neuzugang Reiko Zech bekommt es mit dem gegnerischen Center zu tun.

Quelle: Verein

Potsdam. Reiko Zech kam, sah und spielte. Der Neuzugang des Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam ist erst 20 Jahre alt. Trotzdem hat sich der Centerverteidiger einen Platz in der Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir gesichert. „Es war nicht klar, dass ich gleich gesetzt bin“, sagt der Berliner, der von der SG Neukölln zum OSC wechselte. „Aber mit dem Ziel bin ich nach Potsdam gekommen.“

Weil er das erreicht hat, kann er sich ganz besonders auf das Derby gegen seinen Ex-Verein am Samstag (18 Uhr, Brauhausbergbad) freuen. „Das ist das erste Mal gegen meine alte Mannschaft“, erzählt Zech. „Ich bin schon ziemlich angespannt und freue mich auf das Spiel vor hoffentlich sehr vielen Zuschauern.“

Lust auf einen Neuanfang

Potsdam und Neukölln gelten in der B-Gruppe der Bundesliga als Favoriten für die Spitzenplätze, die eine gute Ausgangsbasis für den Aufstieg in die A-Gruppe sichern. Zech traut Potsdam nachhaltig aber mehr zu als Neukölln. „Der OSC hat bessere Bedingungen. Das Training ist deutlich umfangreicher und hat eine höhere Intensität.“ Deshalb sehe er die „Chance, mit einem sehr jungen Team etwas Tolles zu schaffen.“ Zech erhofft sich auch für sein eigenes sportliches Wachstum noch einmal einen Sprung. „Ich brauchte ein neues Umfeld, um mich weiterzuentwickeln“, sagt der einstige Jugend-Nationalspieler. In der U19-Auswahl hat er unter André Laube, dem sportlichen Leiter der Potsdamer, gespielt. In Potsdam will er sich wieder für höhere Aufgaben empfehlen. Zech: „Ich habe Bock noch einmal anzugreifen, auch in der Nationalmannschaft.“

Ostdeutscher Meister über 200 Meter Brust

Technisch hat Zech noch Potenzial, schwimmerisch liegt er eh schon weit vorne. In der Jugend war er Berliner und ostdeutscher Meister über 200 Meter Brust. Mit seinen Zeiten lag Zech in der deutschlandweiten Rangliste auf Platz eins. „Aber auf Dauer war Schwimmen zu eintönig.“ Deshalb sprang er vor sechs Jahren zu den Wasserballern ins Becken und hat sich als Centerverteidiger etabliert. Im Vorjahr hat Hannes Schulz diese Position beim OSC eingenommen, um sich für die Nationalmannschaft anzubieten. Richtig glücklich wurde er nicht, nun kehrt Schulz wieder zu seiner Sahneposition auf rechts zurück. Zech übernimmt. Vor dem Tor geht es zur Sache, muss doch der gegnerische Center so weit wie möglich ausgeschaltet werden. Zech: „Ich mag die Härte.“ Seine 1,99 Meter Körperlänge kommen ihm entgegen, mit den langen Armen kann er viele gegnerische Schüsse abwehren.

Beim Saisonauftakt in Fulda ließen die Potsdamer allerdings noch zu viele Abschlüsse zu. Trotz des deutlichen 21:10-Erfolges kritisiert der Auszubildende im Groß- und Außenhandel: „Wir haben zu viele Tore gefangen. Gegen Neukölln kann das schnell nach hinten losgehen. Wir müssen defensiv besser spielen.“ Auf Zech wird dabei viel ankommen.

Von Ronny Müller

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