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Hobbyradsportler sind von großer Sause begeistert

10. Velothon durch Berlin und Brandenburg Hobbyradsportler sind von großer Sause begeistert

Der 10. Velothon Berlin führte am Sonntag auch durch Brandenburg. 11500 Hobbyradsportler nahmen die drei Strecken von 60, 120 und 180 Kilometern in Angriff. Ein 16-Jähriger kam nach einem Sturz in Berlin mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. In Ludwigsfelde soll ein Streckenposten am Kreisverkehr umgefahren worden sein. Er musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

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Die Hobbyradsportler kamen auf der 120 und auf der 180 Kilometer langen Runde beim Velothon auch durch Ludwigsfelde (Teltow-Fläming).

Quelle: Foto: Julius Frick

Berlin. „Das war Herzklopfen pur, als ich am Start stand. Nach vorn nur Radfahrer, nach hinten nur Radfahrer so weit das Auge sieht“, erzählt Jens Freitag noch am Sonntagnachmittag voller Euphorie, als er im „Schleusenkrug“ im Tiergarten mit seinen Radfreunden von „Ludwigsfelde bewegt“ den 10. Velothon bei Limo, Radler oder Pils sowie Bratwurst und Kammscheibe gemütlich ausklingen lässt. Zuvor ging es in rasantem Tempo über 120 Kilometer durch Berlin und Brandenburg.

Gemütlicher Ausklang im Lokal

„Diesmal konnten wir gut in der Gruppe fahren“, erzählt der Mann mit der Startnummer 20540. Höhepunkt natürlich die Durchfahrt in der Heimatstadt Ludwigsfelde. Mitfahrerin Madlen Hansche habe berichtet, sie hätte Tränen in den Augen gehabt. Sie war die einzige Frau in der 16-köpfigen Ludwigsfelder Equipe in ihren blau-weißen Trikots. Um eine Minute hatten Freitag und Co. am Ende die ehrgeizige Zielmarke von drei Stunden auf der Straße des 17. Juni verfehlt. „Aber natürlich zählte zuerst das Erlebnis und das war wieder großartig, die Endorphine sprudeln nur so“, meinte der 52-Jährige.

Radrennen wie bei den Profis

Ähnlich von Glückhormonen durchströmt fühlte sich hinterher Jens Werner, der mit seinen Jungs vom Cyclingteam des OSC Potsdam die Sache professionell anging. Mit Denny Schewe stellten sie schließlich den Vorjahressieger über 120 Kilometer. „Da war für das Heimspiel schon ein bisschen Druck da“, meinte der 40-Jährige, der sich gestern zum siebten Mal beim Velothon ins riesige Peloton, das in 500er Gruppen auf die Reise geschickt wurde, mischte. „Wir konnten aufgrund der Vorjahresresultate mit unserer Fünf-Mann-Gruppe das Tempo von Anfang an hoch halten. Daniel Simon-Böttcher schaffte es in die achtköpfige Spitzengruppe, die sich bis zum Schluss hielt und wurde Dritter. Ich war diesmal Elfter“, so Schewe. „Aber vor allem hat es riesigen Spaß gemacht.“

Im 43er Schnitt über 120 Kilometer

Das bestätigte Teamkollege Werner: „Das Wetter hat ja mitgespielt. Wir konnten gut zusammenarbeiten. Das war richtig toller Radsport. Natürlich hat man da keine Zeit, sich die Möbel in den Schaufenstern anzuschauen“, flachste der 50-Jährige angesichts des Höllentempos. „Da musst du immer schön auf die Straße schauen. Aber wenn du im Zielspurt um die Goldelse rumsaust und direkt auf das Brandenburger Tor zu, dann setzt das noch mal Kräfte frei.“ Natürlich hatten die Potsdamer auch ihre Freunde und Familien an der Strecke postiert, am Kreisverkehr bei Phillipstal (Potsdam-Mittelmark). „Aber auch in Sputendorf und in Ludwigsfelde waren viele Zuschauer an der Strecke. Das kriegt man schon mit“, bestätigte Werner, dessen Team noch einen weiteren Erfolg verbuchen konnte.

Uwe Stoschek wurde Dritter in seiner Altersklasse Senioren 3 (über 50 Jahre) auf der erstmals angebotenen 180 Kilometer Strecke. „Es ist einfach nur geil, wenn man auf abgesperrten Straßen durch Berlin fahren kann. Auch das Rollfeld auf dem ehemaligen Tempelhofer Flughafen kommt gut“, berichtete Werner, dessen Radcomputer einen 43er Schnitt anzeigte. Nach 2:48:13 Stunden war er bereits Ziel.

Von Peter Stein

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