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Höhlbaum umrundet die Freundschaftsinsel als Erster

21. Inselschwimmen in Potsdam Höhlbaum umrundet die Freundschaftsinsel als Erster

Das Inselschwimmen in Potsdam hat eine lange Tradition. Am Samstag war es wieder einmal so weit. Lokalmatador Stefan Höhlbaum umrundete die Freundschaftsinsel durch Alte und Neue Fahrt als Erster.

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Gewimmel am Start: 130 Teilnehmer wagten sich auf die große Runde um die Insel.

Quelle: Foto: Christel Köster

Potsdam. Dass man sich auch mit 81 Jahren noch quicklebendig wie ein Fisch im Wasser bewegen kann, zeigte Karl Fritze am Samstag beim 21. Inselschwimmen in Potsdam. Der rüstige Senior, der sich mit seinen Schwimmfreunden einmal in der Woche nun im neuen „Blu“ am Brauhausberg trifft und dort seine Bahnen zieht, erzählte: „Ich bin schon 1952 um diese Insel geschwommen. Das hat eine lange Tradition in Potsdam.“ Einen langen Atem hatte Fritze auch als Schwimmlehrer, betreute von 1952 bis 1989 bei Einheit, Rotation Babelsberg und schließlich Lok Potsdam Generationen von Schwimmern. „Das hat einen Riesenspaß gemacht, hier dabei zu sein“, sagte der älteste Teilnehmer, der mit Eckehard Lehmann (66) und dessen Lebensgefährtin Elke Habermann (63) auch ehemalige Zöglinge im Schlepptau hatte. Alle haben sie die 800 Meter lange Strecke bewältigt.

Stefan Höhlbaum ist vom Ambiente begeistert

Doch das Hauptaugenmerk lag auf der 1700 Meter langen Distanz, einmal rund um die Freundschaftsinsel. Die Sportfreunde von der Potsdamer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sorgten mit 60 Ehrenamtlern für einen reibungslosen Ablauf. Stefan Höhlbaum schlug nach einer Runde durch Alte und Neue Fahrt, die für den

Christin Gräser und Stefan Höhlbaum waren die Schnellsten

Christin Gräser und Stefan Höhlbaum waren die Schnellsten.

Quelle: Christel Köster

Schiffsverkehr kurzzeitig gesperrt wurde, nach 22:19 Minuten als Erster an. „Titel erfolgreich verteidigt“, meinte der ehemalige Triathlet, der bereits im Vorjahr der Schnellste war. „Als Familienvater bleibt nicht mehr so viel Zeit zum Trainieren“, schilderte der 30-Jährige, der als Sporttherapeut arbeitet. Sohn Emil ist inzwischen zwei Jahre alt. „Das Rennen vor der Haustür konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Das Ambiente ist schon einmalig“, meinte er mit Blick auf das neugestaltete Ufer an der Alten Fahrt mit dem Museum Barberini.

Christin Gräser mit 16 Jahren die Schnellste

Schon kurze Zeit später erreichte in 25:11 Minuten die schnellste Schwimmerin das Ziel, die erst 16-jährige Christin Gräser, die am Ufer von Mutter Anke besonders herzlich umarmt wurde. „Ich habe das zum ersten Mal mitgemacht. Ich habe ja gerade Ferien und hatte Zeit dafür. Es hat Spaß gemacht“, erzählte Christin, die nun in die 11. Klasse der Sportschule kommt und dort als Moderne Fünfkämpferin trainiert. Schwimmen ist dabei eine Teildisziplin. „Mit der Strömung hat es besonders viel Spaß gemacht, da ging es richtig gut vorwärts“, sagte die Schülerin.

Für das Gros der Teilnehmer ging es aber nicht um Bestzeiten, sondern um das gemeinschaftliche Erlebnis. Sozusagen in aller Freundschaft schwammen der Franzose Yves Gateou (53) und die US-Amerikanerin Jennifer Anschel (41) um die Freundschaftsinsel. Sie ist Musikerin, er Geigenbauer. Aus dem beruflichen Kontakt entstand auch das gemeinsame Interesse am Sport. „Sonst bin ich im Sportstudio. Aber hier in der freien Natur zu schwimmen, ist einfach großartig“, erzählte der Franzose. Seine Partnerin, die beruflich in Potsdam zu tun hat und aus Minneapolis/US-Bundesstaat Minnesota stammt, meinte: „Einfach fantastisch.“

Passionierte Freiwasserschwimmer

Volker Krüger (54) aus Ludwigsfelde verschnaufte erst noch ein bisschen und meinte dann: „Ich mag diese Schwimm-Events. Ob beim Brückenschwimmen in Brandenburg, beim Sundschwimmen in Stralsund oder hier beim Inselschwimmen – da muss man einfach dabei sein.“

Was für die einen ein großer Spaß war, nahmen die anderen als willkommene Trainingseinheit. Denn Olympiastarterin Laura Lindemann führte das Aufgebot der Potsdamer Triathleten an, die auf der 800-Meter-Strecke dominierten. Mit Christian Prochnow, 2008 in Peking Olympia-15., war ein weiterer ehemaliger Topathlet dabei. „Wenn es von der Zeit passt, immer gerne“, sagte der 35-Jährige, der jetzt im Gesundheitsmanagement bei der Senatsverwaltung in Berlin arbeitet.

Von Peter Stein

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