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Wiedersehen an alter Wirkungsstätte

Handball, 3. Liga Wiedersehen an alter Wirkungsstätte

Mit Nils Jürschke und Magnus Wybranietz spielen am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) mit dem Team der Füchse Berlin II in der 3. Handball-Liga gegen den VfL Potsdam. Jürschke trug insgesamt acht Jahre das Adler-Trikot, Wybranietz dagegen nur eine Saison. In dieser Spielzeit dreht der 21-Jährige allerdings auf, während Jürschke das Derby verletzungsbedingt verpasst.

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Nils Jürschke trug acht Jahre das VfL-Trikot.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Est am gestrigen Dienstag traf sich Nils Jürschke zum Mittagessen mit Yannik Münchberger. Beide waren in der vergangenen Saison Konkurrenten um die Spielmacherposition beim Handball-Drittligisten VfL Potsdam, in dieser Spielzeit duellieren sie sich in der Liga. Jürschke wechselte vor der Saison zu den Füchsen Berlin II, auf das direkte Aufeinandertreffen beim Heimspiel der Adler gegen die Füchse am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) muss er allerdings verzichten. Eine schwerwiegende Schulterverletzung (mehrere Einrisse am Labrum) setzt ihn für vier Monate außer Gefecht.

In der Halle wird Jürschke trotzdem sein, der 24-Jährige wohnt in Potsdam, arbeitet in Potsdam, trug insgesamt neun Jahre das Trikot des VfL. Mit Matthias Frank und Robert Weiß ist er oft in Kontakt, mit Keeper Sebastian Schulz schaut er mittwochs meist Handball-Bundesliga. „Ich freue mich, alle wieder zu sehen. Aber es wäre wahrscheinlich anders gewesen, wenn ich auch gespielt hätte“, sagt der Bankkaufmann.

Jürschke zählt zu den besten Siebenmeterwerfern der Liga

Beim Reserveteam der Füchse zählt er zu den ältesten Spielern, ist im Mannschaftsrat und übernimmt Verantwortung auch vom Siebenmeterpunkt: Alleine im ersten Saisonspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt II (30:20) verwandelte er acht von acht Versuchen. „An sich war ich auch ganz zufrieden mit der Saison. Was mich gestört hat, war, dass ich halt nicht richtig werfen konnte, die Schulter hat mich ziemlich eingeschränkt. Dadurch wurde auch die Mannschaft ausrechenbarer“, klagt er. Noch im VfL-Trikot fiel er wegen einer Schulterverletzung aus, in der Vorbereitung fiel er erneut auf die Schulter. Ein Spezialist der Charité, bei dem auch VfL-Kreisläufer Yannick Schindel in Behandlung war, diagnostizierte vergangene Woche die Verletzung, in einer Woche wird er operiert.

Damit reiht er sich in die lange Verletztenliste der Füchse ein, er ist der fünfte Rückraumspieler der Füchse, der längere Zeit ausfällt. „Ich hoffe natürlich, dass wir gewinnen. Aber mit der Truppe, die wir derzeit auf die Beine stellen können, wird das schwer möglich“, sagt Jürschke.

Wybranietz kam bislang in jeder Partie der Füchse zum Einsatz

Zu dieser Mannschaft gehört seit Sommer mit Magnus Wybranietz ein weiterer Ex-Potsdamer. Der Rechtsaußen blüht bei den Füchsen regelrecht auf, stand in jeder der sieben Saisonpartien auf der Platte und erzielte 20 Tore. „ Ich bin froh, dass ich von Max Rinderle (Trainer, d.Red.) das Vertrauen bekomme. Gegen Altenholz habe ich durchgespielt. Das war eine super Erfahrung“, sagt der 21-Jährige.

In den Genuss von Einsatzminuten kam Wybranietz in Potsdam kaum. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich ganz am Anfang vielleicht ein bisschen unkonzentriert und vielleicht auch nicht so pflichtbewusst war. Zum Zeitpunkt, als ich nach Potsdam gekommen bin, war ich noch jung und nicht so erfahren. Ich habe gelernt, das besser zu machen“, gibt sich der gebürtige Münchner selbstkritisch.

Im Sommer 2014 kam er auf Empfehlung von Füchse-Manager Bob Hanning nach Potsdam – vom Siebtligisten TSV Schleißheim. „Es hat mich auch gewundert, dass ich in Berlin das Angebot bekommen habe, schließlich habe ich in Potsdam ja kaum gespielt. Aber trotzdem habe ich dort sehr viel Erfahrung gesammelt“, sagt Wybranietz, der nach seinem Abitur an der Sportschule inzwischen in Berlin Agrarwissenschaft studiert. Nun kommt er mit den Füchsen zurück, genau wie Jürschke, der über den VfL sagt: „Sie haben eine sehr massive Abwehr. Ich glaube auch, dass sie da oben bleiben werden und locker unter die Top-5 kommen.“

Von Stephan Henke

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