Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Kollegiales Torwart-Tandem beim VfL Potsdam

Handball, 3. Liga Kollegiales Torwart-Tandem beim VfL Potsdam

Am vergangenen Wochenende bescherte ein überragender Matthias Frank mit seinen Paraden den dramatischen Heimsieg gegen Dessau-Rosslau, am Anfang der Saison war Sebastian Schulz einige Male in Topform. Das Torwart-Tandem des Handball-Drittligisten hat ein kollegial-freundschaftliches Verhältnis, Trainer Jens Deffke sieht bei beiden aber noch Potenzial.

Voriger Artikel
Bieten Sie mit: Ersteigern Sie Ihren Star!
Nächster Artikel
TSV-Reserve verkauft sich trotz Niederlage gut

Sebastian Schulz (l.) und Matthias Frank gönnen sich ihre Einsatzzeiten.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Wenn der eine raus muss, ist der andere meist voll da: Im Spiel gegen den Dessau-Rosslauer HV am vergangenen Freitag musste der Keeper bereits nach knapp acht Minuten wegen einer Zwei-Minuten-Strafe von der Platte, den anschließenden Siebenmeter parierte Franks Keeper-Kollege Sebastian Schulz prompt. So trug auch Schulz seinen Teil zum dramatischen 21:20-Sieg in der dritten Handball-Liga bei, Frank hielt in der Partie sagenhafte 21 Würfe. „Das ist die wichtigste Position. Wenn man keinen guten Torhüter hat, dann gewinnt man auch nicht“, sagt Frank.

Er gibt selbstkritisch zu, dass er die Matchwinner-Rolle in dieser Saison noch nicht hatte. „Ich habe die erste Saisonhälfte kaum gespielt. So lange das Team gewinnt, ist mir das aber relativ egal“, sagt der 24-Jährige. Mit Schulz bildet er in der dritten Saison das Torwart-Duo. Während er in der ersten Spielzeit klar die Nase vorne hatte (Schulz: „Völlig zurecht“), teilten sie sich in der zweiten Saison das Tor. Zu Anfang dieser Spielzeit stand schließlich Schulz die meiste Zeit zwischen den Pfosten. „Natürlich hatte ich gute Spiele. Aber dann kam ein bisschen Sand ins Getriebe“, gibt Schulz zu.

Trainer Jens Deffke: „Beide sind gleichberechtigt.“

Für Trainer Jens Deffke sind beide „gleichberechtigt“. „Sie sind ein gutes Gespann und ergänzen sich gut. Trotzdem glaube ich, dass sie konstanter werden müssen“, sagt Deffke. Denn während Frank zuletzt gegen Dessau-Rosslau und in der 2. Halbzeit gegen den SC Magdeburg II (31:36) und Schulz zu Anfang der Saison stark hielten, hatten beide auch Partien, in denen sie nicht viel zu fassen bekamen (Oranienburger HC, SG Flensburg-Handewitt II). „Basti und Matze haben noch viel Potenzial in bestimmten Bereichen. Wir arbeiten daran, dass ihre Entwicklung noch vorangeht. Und mit Paul haben wir jemanden, der Druck macht“, spricht Deffke auch über Nachwuchskeeper Paul Twarz. Der A-Jugend-Keeper, per Zweitspielrecht auch beim Oberligisten Grün-Weiß Werder aktiv, erhielt zuletzt eine Einladung für die Junioren-Nationalmannschaft.

Bereits am Freitag (19.30 Uhr, MBS-Arena) empfangen die Potsdamer den Stralsunder HV, die Torhüter erwarte dann „ein sehr starker Rückraum“, wie Deffke sagt. Wer spielt entscheidet er nach Trainingsleistung, Form und Bauchgefühl. Über seine Keeper sagt er: „Sie sind beide schon von ihrer Veranlagung her andere Typen. Matze ist ein bisschen größer, Basti einen ticken schneller.“ Damit ergänzen sie sich kollegial.

Von Stephan Henke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
MAZ Sportbuzzer
Lindow-Gransee feiert Meisterschaft

Der größte Vereinserfolg der Volleyballer des SV Lindow-Gransee perfekt. Mitte April 2015 konnten sie die Meisterschaft in der 2. Volleyball-Bundesliga fiern.