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Lars Pfeifer: Als Spätstarter zur Europameisterschaft

Triathlon Lars Pfeifer: Als Spätstarter zur Europameisterschaft

Erst vor gut drei Jahren begann Lars Pfeifer mit dem Triathlon, war zuvor als Hobby-Schwimmer aktiv. In kürzester Zeit hat sich der 23-Jährige in die erweiterte Spitze Deutschlands gekämpft und startet am Samstag bei der Heim-Europameisterschaft in Düsseldorf. Grund für den schnellen Erfolg ist auch der Wechsel nach Potsdam

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Bei seinem Bundesliga-Debüt im Kraichgau für Triathlon Potsdam schaffte Lars Pfeifer einen starken neunten Platz.

Quelle: Joseph Kleindl

Potsdam. Vor gut einem Jahr haute Lars Pfeifer einfach mal einen raus. Beim Leistungstest der deutschen Triathleten in Potsdam lief er die 5000 Meter in 14:40,2 Minuten – die mit Abstand schnellste Zeit an diesem Tag. So kam er auf den Radar von U23-Bundestrainer Ron Schmidt. „Ron hat mich angesprochen, ob ich nicht mal Lust habe, mir Potsdam anzuschauen“, erinnert sich Pfeier, der seit vergangenem Oktober in Potsdam lebt. Mit einem Schlag zählte der Spätberufene zur erweiterten Elite unter den deutschen Triathleten, am Sonnabend (14.30 Uhr) startet er bei der Heim-Europameisterschaft in Düsseldorf.

Und das, obwohl der 23-Jährige erst vor gut drei Jahren mit dem Triathlon begann. „Ich komme eigentlich vom Schwimmen, hatte da aber nur gutes Hobby-Niveau und habe drei- bis viermal pro Woche trainiert. Gelaufen bin ich eigentlich immer recht schnell, forciert habe ich das aber auch nicht“, erzählt Pfeifer, der ursprünglich aus der Nähe von Hannover stammt. Als er sein Elektrotechnik-Studium in Illmenau/Thüringen begann, kam er zum Triathlon, nahm sich einen Lauftrainer und startete schließlich für Weimar in der 2. Bundesliga.

„Ich trainiere doppelt so viel wie früher“

Nun also der Umzug nach Potsdam, in Berlin macht er seit Oktober seinen Master. Zuvor hatte er sein Training selbst konzipiert, ist kaum Rad gefahren und hat sich die Schwimmpläne selbst zusammengestellt, „nach Erfahrung und Gefühl, das hat ganz gut hingehauen“, sagt er. Doch seit dem Wechsel an die Havel hat sich das grundsätzlich geändert. „Ich trainiere seit Oktober doppelt soviel wie früher. Das ist für den Körper schon krass, am Anfang war ich ziemlich am Limit. Seit Ende April geht es besser und ich habe eine gesunde Müdigkeit. Die Ergebnisse stimmen schon länger“, sagt Pfeifer. Jetzt sogar der Schritt zur EM. „Natürlich war die EM das Idealziel. Aber als Ingenieur weiß ich, dass es ideale Bedingungen eigentlich nie gibt. Und jetzt sitze ich hier plötzlich mit der Nationalmannschaft“, zeigt er sich noch etwas überrascht über seinen Erfolg.

Inzwischen hat der Triathlet aber Gefallen am sportlichen Höhenflug gefunden. „Ich habe nicht den Schritt nach Potsdam gemacht, um zu sagen, ich hab’ jetzt alle Ziele erreicht. Ich will weiter schauen, was ich aus meinem Körper so rausholen kann. Ich glaube, dass ich da noch einiges rauskitzeln kann“, erzählt Pfeifer. Eine Top-20-Platzierung bei der EM wäre für ihn ein Erfolg, sagt er.

Lars Pfeifer, Laura Lindemann, Trainer Ron Schmidt und Lasse Lührs (vl) bilden die Potsdamer Delegation bei der EM in Düsseldorf

Lars Pfeifer, Laura Lindemann, Trainer Ron Schmidt und Lasse Lührs (v.l.) bilden die Potsdamer Delegation bei der EM in Düsseldorf.

Quelle: privat

Laura Lindemann im Favoritenkreis

Das deutsche Aufgebot bei der EM in Düsseldorf wird von U23-Weltmeisterin Laura Lindemann aus Potsdam angeführt. „Ich bin fokussiert und freue mich auf den Wettkampf“, sagt die 20-Jährige, die beim heutigen Rennen (12 Uhr) um eine Medaille mitkämpfen möchte.

Neben Lars Pfeifer ist mit Lasse Lührs ein weiterer Potsdamer im Feld und zählt zu den Hoffnungsträgern des deutschen Triathlons.

Lührs trainiert derzeit in Alicante und startet in der Bundesliga seit dieser Saison für den Serienmeister EJOT Buschhütten, gehört aber weiterhin Triathlon Potsdam an.

Von Stephan Henke

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