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Lisa Tertschs Sprung nach vorne

Triathlon-EM Lisa Tertschs Sprung nach vorne

Seit sechs Monaten trainiert Triathletin Lisa Tertsch nach den Trainingsplänen des Potsdamer Trainers Ron Schmidt, Anfang Mai zog sie auch in die Brandenburger Landeshauptstadt. Die Fortschritte sind dabei bemerkenswert, alleine im Schwimmen hat sie ihre Bestleistung um 32 Sekunden verbessert. Der Leistungssprung macht sie zu einer der Mitfavoritinnen bei der Junioren-EM.

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Die Potsdamerinnen Laura Lindemann (v.l.), Lisa Tertsch sowie Lena Meißner aus Neubrandenburg bei der Junioren-EM 2015.

Quelle: dpa

Potsdam. Ihr Fortschritt ist beim Blick auf die Schwimmzeiten augenscheinlich. Um satte 32 Sekunden hat sich Lisa Tertsch im vergangenen halben Jahr über die 800-Meter-Strecke verbessert, inzwischen schlägt sie nach 9:55 Minuten an. Dieser Leistungssprung hängt mit ihrer neuen sportlichen Heimat zusammen. Seit Anfang Mai wohnt die Triathletin in Potsdam, seit sechs Monaten trainiert sie nach den Plänen ihres neuen Coachs Ron Schmidt. „Ich wollte den Sport ein bisschen professioneller betreiben und habe überlegt, mit wem ich zusammenarbeiten kann. Da hat sich Potsdam angeboten, die Bedingungen sind dafür ideal“, sagt die 17-Jährige, die am heutigen Samstag bei der Junioren-EM in Lissabon startet.

Bei der Junioren-WM hatte Lisa Tertsch die zweitbeste Laufzeit

In Darmstadt, wo Tertsch bislang wohnte, wurde sie bislang von ehrenamtlichen Trainern betreut. „Das hat eine Weile gut geklappt und ich hatte auch viel Spaß dabei. Aber es ist nun mal kein Bundesstützpunkt“, erklärt die Abiturientin. Trotzdem erreichte sie sehr respektable Ergebnisse, wurde EM-Vierte. „Bei der WM hatte ich die zweitbeste Laufzeit, aber mein Schwimmen war grottig. Platz zehn war nicht schlecht, aber da war viel mehr drin“, erzählt Lisa Tertsch. Deshalb sprach sei bei der Junioren-WM, bei der die Potsdamerin Laura Lindemann ihren Titel verteidigte, Ron Schmidt an, ob er sie trainieren könne. „Er hat Laura zur Weltmeisterin gemacht, er kann also kein schlechter Trainer sein“, sagt Tertsch, die ihre wöchentlichen Trainingsumfänge im Schwimmen fast verdoppelt hat.

Tertsch: „Ich möchte zeigen, was ich gelernt habe“

Die neuen Strukturen haben sich bereits bezahlt gemacht. Beim Leistungstest der Deutschen Triathlon Union im März in Potsdam schaffte sie die beste Zeit, die jemals eine Juniorin erreichte. Damit qualifizierte sie sich auch für die EM. Durch ihre bisherigen Ergebnisse zählt sie zum erweiterten Favoritenkreis in Lissabon. „Ich hab mir gar keine spezifische Platzierung als Ziel gesetzt. Ich möchte einfach zeigen, was ich gelernt habe“, sagt Lisa Tertsch. „Wir sind auf einem guten Weg und ich traue ihr zu, dass sie eine gute Rolle spielt“, sagt Schmidt über die Chancen seiner Athletin.

Um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren muss sie die Top-8 schaffen und auch noch beste Deutsche sein. „Das wird schwer genug, im vergangenen Jahr waren wir Erste, Dritte und Vierte“, sagt sie. Damals gewann Lindemann, im Schlusssprint um Bronze unterlag Tertsch der Neubrandenburgerin Lena Meißner.

Ab August studiert sie in den USA

Das Gastspiel in Potsdam wird für die Darmstädterin, die dort im selben Schwimmverein wie Weltmeister Marco Koch trainierte, allerdings ein relativ kurzes bleiben. Mitte August zieht sie in die USA und beginnt dort ein Studium.

Drei weitere Potsdamer am Start

Neben Lisa Tertsch starten auch Moritz Horn (Junioren) sowie Lasse Lührs und Franz Löschke (beide Elite) bei der EM in Lissabon.

Für Horn ist es das erste Rennen auf der internationalen Bühne. Er hatte sich durch den Sieg beim Leistungstest der DTU für die EM qualifiziert und dabei die schnellste jemals erzielte Zeit erreicht.

Junioren-Europameister Lührs startet dieses Jahr erstmals bei der Elite. „Es ist ein Rennen zum Lernen. Dieses Jahr ist die EM super gut besetzt“, sagt Trainer Ron Schmidt über die Erwartungen an Lührs.

Löschke will bei dem Rennen seinen Kaderstatus zurückgewinnen.

Von Stephan Henke

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