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Martin Setz mit langem Atem beim Comeback

Judo Martin Setz mit langem Atem beim Comeback

Judoka des UJKC Potsdam gewinnt nach Verletzungspause zwei Kämpfe zum Auftakt der Bundesliga – 10:4 gegen Holle

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Martin Setz (l.) hatte vor gut einem Jahr einen Kreuzbandriss erlitten.

Quelle: Julius Frick

Potsdam. Martin Setz ballte die Fäuste. Der Judoka hat am Samstag nach eineinhalb Jahren sein Comeback in der Bundesliga-Mannschaft des UJKC Potsdam gegeben. „Ich habe die Truppe vermisst“, sagte der Potsdamer nach dem 10:4-Erfolg zum Saisonstart gegen den JC Holle. Der 23-Jährige gewann seine beiden Kämpfe im Limit bis 73 Kilogramm und genoss den Erfolg.

Kein Wunder. Im Januar 2016 hat Setz bei der deutschen Meisterschaft Bronze gewonnen. Eine Woche später riss er sich das Kreuzband im Knie. „Ich hatte zehn Monate Aufbau. Erst im November habe ich wieder Randoris gemacht.“ Im Dezember 2016 gewann Sportmanagement-Student Setz die deutsche Hochschulmeisterschaft – und wenig später ereilte ihn ein Außenbandanriss im Knie. Doch nun reicht es mit den Verletzungen. Deshalb bleibt Setz fest im Limit bis 73 Kilogramm. Das Abnehmen für die 66-Kilo-Klasse ziehe zu viel Energie und erhöhe das Verletzungsrisiko. Ein Ausdauertrainingslager mit der Nationalmannschaft auf Teneriffa absolvierte Setz ohne Probleme.

Fünfeinhalb Minuten ohne Probleme

Deshalb machte er sich über diverse Regeländerungen keine Gedanken. Seit dieser Saison gehen die Kämpfe nur noch über vier statt fünf Minuten. Gibt es keinen Ippon, folgt eine Verlängerung. So musste Setz in seinem ersten Kampf gegen Robert Barwig fünfeinhalb Minuten durchhalten. „Ich hätte auch noch länger kämpfen können, habe aber gemerkt, dass mein Gegner abbaut.“ Im zweiten Kampf gegen Jasper Olthoff machte Setz, der mittlerweile am Olympiastützpunkt in Berlin trainiert, dagegen mit einem Ippon kurzen Prozess. Die Wertungsänderungen – ein Kampf kann nur noch durch einen Ippon beendet werden – scheren Setz ebenfalls nicht. „Das beeinflusst meinen Kampfstil nicht.“ Mit seinen Gefechten war er zufrieden. „Das war ein guter Einstieg.“ Nun soll am Samstag in Bottrop ein weiterer Sieg her. Anschließend reist Setz mit seinem UJKC-Kollegen Philipp Galandi, der ebenfalls zwei Kämpfe gewann, und der Nationalmannschaft nach Südkorea sowie Japan.

Trainer Mario Schendel zeigte sich mit dem Auftaktsieg vor 300 Zuschauern in der MBS-Arena zufrieden. „Holle ist ein gutes Team, das war für uns eine gute Standortbestimmung.“ Und der erste Schritt ins Viertelfinale. Allerdings droht im Juni beim Auswärtskampf in Spremberg ein Aderlass. Die Leistungsträger und einige U21-Akteure könnten wegen Kaderverpflichtungen fehlen. Der UJKC muss eventuell einen Antrag auf eine Verlegung stellen.

Von Ronny Müller

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