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Motor Babelsberg peilt den Titel an

Box-Bundesliga Motor Babelsberg peilt den Titel an

Die Potsdamer Boxer kämpfen seit 20 Jahren in der Bundesliga, wenn es nach Manager Ralph Mantau geht, ist nach zwei Vizemeisterschaften nun der erste Titel fällig. Angeführt wird die Staffel von Kapitän Atdhe Gashi, der noch auf ein Olympia-Ticket hofft. Den ersten Kampf bestreitet Motor Babelsberg am kommenden Samstag bei BSK Seelze.

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Atdhe Gashi (l.) führt die Motor-Staffel als Kapitän an.

Quelle: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Der Titelgewinn ist fällig, „20 Jahre boxen wir in der Liga, jetzt wollen wir endlich Meister werden“, kündigte Ralph Mantau, Manager der Boxstaffel von Motor Babelsberg, an. Der Weg führte bisher über die Oberliga, die 2. Bundesliga bis zur zweimaligen Vizemeisterschaft in der 1. Bundesliga. Für die neue Saison im Oberhaus gibt es eine abgespeckte Vierervariante. Nach Zusagen des Nordhäuser SV, vom BSK Seelze und Motor gab es Absagen aus Dänemark, den Niederlanden sowie aus finanziellen Gründen aus Polen. Dafür vervollständigt nun der BC BigBoard Prag die Viererbande.

Auftakt für die aufgerüsteten Babelsberger ist am 24. Oktober in Seelze. Der erste Heimkampf gegen den gleichen Gegner steigt am 14. November (18 Uhr) am neuen Veranstaltungsort, dem Autohaus ASL Lichtblau an der Pappelallee. Dort soll der Baum brennen. Bei der Generalprobe von Motor im März gegen eine dänische Staffel (11:12) feuerten 700 Fans die Faustkämpfer an.

Mantau verpflichtet zwei deutsche Meister

Mantau kündigt hochkarätigen Sport an. Bei den nationalen Titelkämpfen im September in Straubing angelte er sich zwei Meister. Der 31-jährige Eugen Dahinten (64 kg) ist ein kampfstarker Rechtsausleger und in Traunreut an der österreichischen Grenze zu Hause. Der Berliner Abass Baraou (69 kg) ist erst 20 Jahre alt und gilt als Kampfmaschine. Beide gehören zum Olympiakader ebenso wie Atdhe Gashi (60 kg). Motors Kapitän verlor allerdings den Finalkampf in Straubing und muss um Rio bangen. „Mein Gegner war unsauber“, hatte sich Gashi beschwert. Er musste nach Kopfstößen und zwei Cuts mit acht Stichen genäht werden.

Neue Gesichter sind auch der Weißrusse Sergej Loban (56 kg), Daniel Jass (64 kg) vom Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder), der Niederländer Max van der Paas (75 kg) sowie der Schwere Jan Sudzilovski, ebenfalls aus Weißrussland. Mantau hat noch nie die Katze im Sack verpflichtet, doch den neuen Schwergewichtler kennt er nur vom Hörensagen. Sudzilovski tritt in die Fußstapfen seines Landsmannes Sergej Korneev. Der WM-Dritte von 2012 fühlte sich im Vorjahr in den deutschen Ringen benachteiligt und sagte seine weiteren Kämpfe ab.

Über Sudzilovski konnte Mantau bisher auch kein Video auftreiben. Der 25-jährige Normalausleger, 1,89 Meter groß, ist mehrfacher Meister seines Landes. Zweiter Mann im Schwergewicht ist der aus Potsdam stammende Eric Brechlin. Der 25-Jährige hat bewegte Jahre hinter sich. Im Olympiastützpunkt Frankfurt (Oder) sollte der Junioren-Vizeweltmeister des Jahres 2009 ausgebildet werden. Doch er wurde in die Weltliga geschickt und kassierte schwere Niederlagen. „Seine Trainer haben ihn verheizt“, behauptet Motor-Boss Mantau. Jetzt sucht Brechlin einen Neuanfang.

Zu den bekannten Gesichtern gehört der Tscheche Zdenek Chladek (69 kg). Der WM-Fünfte von 2013 hat an Klasse eingebüßt „Gehe eine Klasse tiefer“, riet Mantau. Doch Chladek weigerte sich bisher abzuspecken.

Von Detlef Braune

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