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Brendel ist Disqualifikation eine Lehre

Kanurennsport, KC Potsdam Brendel ist Disqualifikation eine Lehre

Das soll ihm nicht noch einmal passieren. Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel ist die Disqualifikation beim Weltcup in Portugal eine Lehre. Sein Boot war 20 Gramm zu leicht.

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Für zu leicht befunden: Das Boot von Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel muss mindestens 14 Kilogramm wiegen.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Potsdam. „Das ist mir noch nie passiert. Ich weiß nicht, wie es dazu kam“, rätselte Dreifach-Olympiasieger Sebastian Brendel auch am Montag noch über sein Missgeschick vom Wochenende. Beim Kanu-Weltcup in Montemor-o-Velho in Portugal wurde der 29-Jährige nach Platz zwei im Canadier-Einer über 1000 Meter nachträglich disqualifiziert, weil sein Boot mit 13,98 Kilogramm 20 Gramm zu leicht war. „Ich konnte es beim Blick auf die Waage kaum fassen, habe das Boot noch mal hoch gehoben und wieder drauf gelegt. Aber es blieb dabei“, schilderte Brendel seinen Ausschluss – ein Novum in seiner Karriere.

Beim Vorlauf war noch alles in Ordnung

„Vor dem Vorlauf am Tag zuvor habe ich das Boot wie immer erstmals zum Wiegen gebracht. Da waren es 14,06 Kilogramm. Wie es über Nacht plötzlich 80 Gramm weniger werden konnten, obwohl ich nichts verändert habe, ist mir ein Rätsel, aber auch eine Lehre. Ich werde künftig auch vor dem Endlauf noch mal zur Kontrolle gehen. Bei der Waage war wohl alles korrekt, obwohl nur in 20-Gramm-Schritten gemessen wurde.“

Bisher habe es genügt, wenn er vor jedem Wettkampf-Wochenende das Boot einmal habe überprüfen lassen. 14 Kilo sind das Limit, das nicht unterschritten werden darf. Das Boot der polnischen Firma Plastex hat Brendel seit zwei Jahren im Gebrauch. Bei Olympia in Rio fuhr er übrigens ein anderes Exemplar, weil bei den Sommerspielen die Aufdrucke von Sponsoren verboten sind. Auch Trainer Ralph Welke kommentierte das Missgeschick mit den Worten „man lernt nie aus“.

Ein Trimmgewicht von 100 Gramm eingebaut

Brendel, der nicht feststellen konnte, ob Unbefugte aus dem Boot etwas entfernt hatten, legte sofort Hand an und schraubte ein weiteres, 100 Gramm schweres Gewichtstück ins Boot. „Sicher ist sicher“, meinte er. „Das passiert mir kein zweites Mal.“ Es sei durchaus üblich, mit Gewichten aus Blei zu arbeiten. „Ich werde das Boot aber nun nicht gleich ein halbes Kilo schwerer machen“, sagte Brendel.

Sportlich habe ihn die Disqualifikation schon geärgert. „Denn ich war in dem Weltklassefeld ganz zufrieden mit meinem Einstieg nach der langen Trainingspause im Winter.“ Bereits am nächsten Wochenende folgt der Weltcup in Szeged/Ungarn. Dort wird sich Brendel auf den Zweier über 1000 Meter mit Jan Vandrey konzentrieren. Das Limit sind hier 20 Kilo. „Da muss Jan auf das Gewicht achten“, flachste Brendel schon wieder. „Ich bin natürlich genauso verantwortlich.“

Von Peter Stein

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